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Erg.Bd. (1908)
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449
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Leucadendron. Liehen islandicus. Linaloe.

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Virisanol, ein Aphrodisiaoum von H. Unger in Berlin, enthält als wesentliche Be-standteile Lecithin, Eisen, hämoglobinhaltige Substanz und Extraktivstoffe der Rinde vonMuira Puama. (Acfkecht.)

Bp.

Lecithinum granulatum.

Lecithine granuläe,

5,0

0,25

40,0

440,0.

Man löst 1 u. 2 in 3, tränkt 4 mit dieser Lösungund trocknet bei niedriger Temperatur.

1. Lecithini

2. Vanillini

3. Spiritus (90proz.)

4. Sacchar. granul.

Sirupus Lecithini

Biersirup.

Vitell. ovi

30,0

Aquae

6,0

Natr. chlorat.

1,5

Sacchar. alb.

20,0

Glycerin

40,0

Aquae Amygd. amar.

7,5

Rp.

Das Eigelb wird mit dem Wasser gemischt, dieMischung durchgeseiht und dann das übrigezugegeben.

Leucadendron.

Gattung der Proteaceae.

Leucadendron concinnum R. Br. Kap der guten Hoffnung.

Folia Leucadendri concinni werden in ihrer Heimat als Mittel gegen Malaria an-gewendet und enthalten ein dem Saligenin nahestehendes Glukosid Proteacin. DieBlätter werden auch als Antiperiodicum empfohlen.

Liehen islandicus.

(Zu Bd. II S. 292.)

Baldoni hält es für möglich, daß der Eisengehalt im isländischen Moosdessen Wirkung bei erschöpfenden Krankheiten mitbedingt. Er fand in der frischen Flechte0,0176 Proz. Eisen, in der getrockneten 0,0198 Proz.

Linaloe.

Oleum LinaloeS, v Linaloeöl, Likarlöl. Das Holz der in Mexiko einheimischen

Burseraceen Bursera Delpechiana Poiss. und Bursera Aloexylon Engl, (mexika-nisches Linaloeholz) sowie das einer Lauracee (wahrscheinlich Ocotea caudata Mez.)

Franz.-Guyanas (Cayenne-Linaloeholz) enthalten einander sehr ähnliche Öle, die unterdem Namen Linaloeöl in den Handel kommen.

Eigenschaften. Wasserhelle bis gelbliche Flüssigkeit von angenehmem Geruch.Spez. Gew. (15°) 0,875 0,895. Opt. Drehung (100 mm-Bohr)3 bis20°, nurausnahmsweise nach rechts. Verseifungszahl 125. Löslich in 2 Vol. und mehr 70proz.Alkohols.

Zusammensetzung. Hauptbestandteil ist Linalool (s. u.), wovon das Ol etwa80 Proz. und darüber enthält. Es findet sich hier meist in der linksdrehenden Modi-fikation, doch kommen auch Öle vor, die ausschließlich d-Linalool enthalten. Weitere Be-standteile des mexikanischen Öles sind Terpineol, Geraniol, Nerol, Methylheptenon undgeringe Mengen nicht näher charakterisierter -Terpene.

Prüfung. Zusätze von fettem Öle, die öfter vorkommen, beeinträchtigen die Lös-lichkeit und erhöhen das spezifische Gewicht und die Verseifungszahl. Sehr häufig trifftman Öle an, denen das Linalool zum Teile entzogen ist. Ob derartige Produkte vorliegenoder nicht, kann mit Sicherheit nur durch eine fraktionierte Destillation entschiedenwerden.

Anwendung. Linaloeöl findet in der Parfümerie Verwendung zur Darstellungder Maiglöckchenessenz.

Linalool, Licareol. Farblose oder fast farblose Flüssigkeit von angenehmem,mildem Gerüche. Es ist optisch aktiv und kommt sowohl in der rechtsdrehenden (-f- 9 bis+ 15°; nach seinem Vorkommen im Corianderöl auch Coriandrol genannt) als auch inHandb. d. pharm. Praxis. Ergänzungsband. ^9