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Erg.Bd. (1908)
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Ichthyolum.

54,96 Proz., Ammoniak 2,933,11 Proz., Ammonsulfat 5,735,92 Proz., Gesamtschwefel 1 )15,5818,09 Proz., oxydierter Schwefel 1 ) 3,664,16 Proz., nicht oxydierter Schwefel 1 )11,5414,23 Proz. Das mit dem geschützten Namen Ichthyol bezeichnete Präparatder Firma Cordes, Hehmanni & Co. in Hamburg ist nach Thal wie folgt zusammen-gesetzt: Trockensubstanz 55,66 Proz., Gesamtammoniak 3,15 Proz., Gesamtschwefel9,70 Proz., schwefelsaures Ammon 5,72 Proz. Es unterscheidet sich von den anderenHandelspräparaten vornehmlich durch einen etwas höheren Gehalt an Trockenrückstandnnd Schwefel.

Chillinum SUlfoichthyOÜClim erhält man durch Umsetzen von Chinin, hydrochlor.mit Ammon. sulfoichthyolic., wobei Chlorammonium als leicht lösliches Salz in Lösunggeht, während das Chininsulfoichthyolat sich in Form einer festen dunklen Masse aus-scheidet.

Ichthargan, Argentum thiohydrocarburo - sulfonicum solubile, ist ein braunes,amorphes, geruchloses und beständiges Pulver; es enthält 30 Proz. Silber, das an orga-nische, aus der Ichthyolsulfosäure gewonnene, stark schwefelhaltige (15 Proz. Schwefel)Körper gebunden ist. Das Präparat löst sich leicht und vollkommen in Wasser, inGlycerin und in verdünntem Spiritus; es ist unlöslich in absolutem Alkohol, Äther undChloroform. Die wässerige Lösung färbt sich, dem Licht ausgesetzt, allmählich dunkler;in braunen Gläsern aufbewahrt, ist sie beständig.

Anwendung. Man braucht es als starkes Antisepticum bei Gonorrhöe in Formvon Injektionen (0,020,2 Proz.) oder als JANETsebe Spülung (0,0250,05 Proz.). Fabri-kant: Iohthyolgesellschaft Cordes, Hermanni & Co. in Hamburg. Aufbewahrung: VorLicht geschützt.

Ichthyolidin, Piperazinum thiohydrocarburo - sulfonicum, wird das Piperazinsalzder Ichthyolsulfosäure genannt, eiu braunschwarzes, in Wasser nicht, in alkalischenFlüssigkeiten lösliches Pulver von geringem Geruch und bitterlichem Geschmack. Anreinem Handelspiperazin enthält es 15 Proz. und 16 Proz. Schwefel. Verwendung findetes in Mengen von täglich 34 g bei Gicht und harnsaurer Diathese in Form vonTabletten zu 0,25 g. Fabrikant: Ichthyolgesellschaft Cordes, Hermanni & Co. inHamburg.

Tumenollim. (Zu Bd.II S. 119.) Von den Höchster Farbwerken wird neuerdings,falls nicht ausdrücklich ein anderes Tumenolpräparat verlangt wird, alsTumenol" schlecht-hin abgegeben das

TumenolammonilllTl, eine dunkelbraune, sirupdicke Flüssigkeit von eigentüm-lichem Geruch. In Wasser löst es sich mit neutraler Reaktion in jedem Verhältnis, inAlkohol und Äther nur teilweise. Es ist bis zu 20 Proz. in Gemischen von gleichenTeilen Alkohol, Wasser, Äther und in solchen von Alkohol, Glycerin und Äther mitschwacher Trübung löslich. Mit Ölen und Fetten läßt es sich leicht zu Salben undPasten verarbeiten. Aus der wässerigen Lösung des Tumenolammoniums (1 : 10) fällenChlornatrium und verdünnte Säuren eine schwarze harzartige Masse aus, die in Wasserlöslich ist. Mit Kalilauge erwärmt, entwickelt Tumenolammonium Ammoniak.

Prüfung. Wird Tumenolammonium (1:1) in Wasser gelöst, mit Kochsalz aus-gesalzen und nitriert, so soll das Filtrat auf Lackmuspapier nicht reagieren und durchSchwefelwasserstoffwasser nicht verändert werden. Wird die wässerige Lösung (1 : 10)mit Salpetersäure versetzt und filtriert, so darf das Filtrat durch Silbernitratlösunghöchstens opalisierend getrübt werden. 0,1 g Tumenolammonium soll auf Platinblech ver-brannt keinen wägbaren Rückstand hinterlassen.

Anwendung. Wie Tumenol. venale.

1 ) Auf Trockenrückstand berechnet!