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Erg.Bd. (1908)
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Hamamelis.

Farbe aschgrau, Samenschale sehr dünn und zerbrechlich. Man verwendet das Ol derSamen analog dem Öl der Gynocardia an der Malabarküste bei Hautkrankheiten,Augenentzündung usw. äußerlich, bei Lepra, Syphilis und Rheumatismus innerlich. Inner-lich genommen soll es mitunter Erbrechen und Durchfall erzeugen.

Oleum Gynocardiae, Chaulmugraöl (Ph. Japon. III), das in den Tropen seit langemund viel gebrauchte Öl der Samen von Gynocardia odorata wird gegen Lepra und Syphilisauch von europäischen Ärzten in Anwendung gezogen. Man gibt innerlich 0,25 g allmählichsteigend bis 1,25 g täglich; subcutan injiziert man von dem sterilisierten Öl 5 com.

Emulsio Ol. Gynocardiae (Unna)

Rp. Ol. Gynocardiae 10,0

Ol. Amygdal. 20,0

Gummi arab. pulv. 15,0

Aqu. dest. 20,0

Aqu. Calcis qu. s. ad 100,0.

Oleum Gynocardiae camphorat. (Unna).Rp. Ol. Gynocardiae 10,0

Ol. camphorat. fort. 90,0.

Hamamelis.

(Zu Bd. II S. 3.)

Hamamelis virginiana L.

Extractum Hamamelidis, Witch Hazel Extract. Die rationelle Darstellung vonHamamelisextrakt, einer in neuerer Zeit bekanntlich auch in der Allopathie mehrfach an-gewendeten Zubereitung, geschieht nach J. Katz am besten derart, daß man 100 Teile derzerhackten frischen Pflanze, die in Deutschland aber schwer zu haben ist, mit 7,5 T. Alkohol24 Stunden maceriert und dann mit einem Wasserdampfstrom 47 T. Destillat abtreibt. ImGroßbetrieb kann man aber noch mehr Destillat gewinnen, etwa 150 T. aus 100 T. frischemMaterial, da bis zu dieser Ausbeute das Destillat noch von sehr guter Beschaffenheit ist.Dieses Destillat wird nach amerikanischem Vorgange Extrakt genannt. Die auch inDeutschland viel verlangte Spezialität Ponds Extract ist im wesentlichen dieses Destillat.

Hazeline Snow. 60 g Stearinsäure werden geschmolzen und mit einer warmen Lösungaus 9 g Soda in qu. s. Wasser mit 7 g Glycerin auf dem Wasserbade eine Stunde lang ge-rührt. Danach verdünnt man mit so viel Wasser, daß im ganzen 300 g Wasser verbrauchtwerden. Nun werden 300 g Aqua Hamamelidis destill, (siehe Seite 76) zugegeben und aufdem Wasserbade so lange (möglichst kurze Zeit) erwärmt, bis eine gleichmäßige Masse er-zielt ist. Dieselbe gibt man in einen warmen Mörser, schlägt zu Schaum, läßt erkalten undagitiert nach Verlauf von 12 Stunden nochmals.

Anorrhal sind 4 g schwere Gelatinesuppositorien folgender Zusammensetzung: Sozojodol-natr. 0,02, Alumnol 0,0024, Extr. Hamamel. dest. 0,5, Extr. suprarenal. 0,002, Zine. oxydat. 0,4,Glycerin, Gelatin. animal., Aqu. dest. qu. s. Sie werden gegen Hämorrhoiden angewendet.Darsteller: Apothekezur Austria", Wien IX/3.

Unguentum Hamamelidis, Hamamelissalbe (siehe auch Bd. II S. 5). Haupt-bedingung für die Erzielung einer aromatischen, wirksamen und weißen Salbe ist die Ver-wendung eines Destillates (Hamamelisextraktes, siehe weiter oben) aus frischen, belaubtenjungen Zweigen, wie es durch große homöopathische Apotheken in den Handel gelangt.Folgende Vorschriften sind zu empfehlen:

Bp.

Cerae albae

7,0

Cetacei

8,0

Ol. nuc. Pergicar.

57,0

Aquae

13,0

Extr. Hamamelidis

15,0.

II.

Rp.

Ungt. Paraffini

Lanolini

aa

45,0

Acid. boric.

Extr. Hamamelidis

;i;i

10,0.

is zum

Verdunsten des Alkohols

zu erwärmen

III.

Rp. Liquor. Hamamelidis 1025,0Adipis Lanae 9075,0.

Hamamelis-Crßme.

Rp. Lanolini anhydr.

Extr. Hamamelid. destill.

Ungt. ParaMini

Ol. flor. Aurant. qu. s.

Liquor Hamamelidis.Rp. Fol. Hamamelidis reeent. 1000,0macera per horas XXIV cumSpiritus (90proz.)Aquaetum destüla 1100.

Supposiloria Hamamelidis (Ergänzt). III).

Hamamelis-Stuhlzäpfchen.Rp. Extract. Hamamelid. spiss. 1,0Ol. Cacao 19,0

m. f. suppositor. Nr. XX.

30,0

45,015,0

180,02000,0