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öossypium.
Fettarten verrieben, durchaus gleichmäßige Mischungen. Wasser nimmt es nur wenig auf.Es besitzt folgende Konstanten: spez. Gew. bei 15° 0 = 0,927, Schmelzp. 35,5°, Erstarrungs-punkt 31°, Verseifungszahl 206,2, Jodzahl 114. Es gibt die charakteristische BEcmscheReaktion.
Textilfasern. (Zu Bd. i s. 1242.)
1. Sisalhanf von Agave rigida sisalana. Die Pflanze ist in Zentralamerika,hauptsächlich Mexiko heimisch und wird zwecks Gewinnung ihrer Faser daselbst in Plan-tagen gezogen. Die Faser besteht aus den Blattnerven, die das Blatt wie lange Fädendurchziehen. Die grobe, pflanzliche Faser erreicht eine Länge von 3—5 Fuß, ihre Farbe isthellgelb, fast weiß. Sie bildet einen Haupthandelsartikel Mexikos, wo man sie Henequennennt; in den Vereinigten Staaten bezeichnet man sie mit Lisal, Lisalgras oder Sisal-hanf. Zwecks Gewinnung der Faser legt man die Blätter der mindestens fünfjährigenPflanze, nachdem sie von den aufsitzenden Stacheln befreit und zu Bündeln geschnürt sind,in Schalen mit Wasser; durch dieses Mazerieren läßt -sich die die Fasern umgebende weicheMasse entfernen. Die bloßgelegte Faser wird über Seilen hängend im Freien getrocknetund mittels Maschinen gebrauchsfertig gemacht.
Der Henequenpflanze ähnlich ist die ebenfallsin Mexiko heimische Zapupepflanze, deren Blät-ter neuerdings auch auf ihre Faser verarbeitet werden.Sie ist schon nach 3 Jahren ertragsfähig; ihre Fasernbesitzen weiße Farbe, sind sehr, elastisch und wider-standsfähig.
2. Aramlna. Mit diesem Namen hat maneine neue Faser belegt, die von einer in Brasilienheimischen, als Carrapichos bekannten Pflanzestammt. Sie wächst in Brasilien westlich von SäoPaulo wild, wird dort aber auch kultiviert. DieFaser soll sich zur Herstellung von Seilen, Bindfaden,Tauen, Geweben für Säcke u. dgl. sehr gut eignen.Die Torffaser (Fig. 73) gewinnt in Formvon Torfmehl, Torfstreu, Torfbriketts und Torfwatteals billiges desinfizierendes und aufsaugendes Mittelmehr und mehr an Bedeutung. Die Torfwatte stelltin trockenem Zustande ein braunes Gemenge leichtzerbrechlicher Fäden dar, deren Länge meist 1—3,aber auch 3—8 cm beträgt. Die Fäden zeigen imLängschnitt deutlich ausgebildete Faserzellen (Fig. 73,
1 und 3), im Querschnitt das Bild stark verdickterHolzzellen (Fig. 73, 2). Als weitere, für die meistenTorfsorten charakteristische Merkmale haben zu gel-ten: Zellen von Sphagnum (Fig. 73, 5), Epidermis-stücke (Fig. 73, 4) und Parenchymkomplexe mitmehr oder weniger angegriffenen Zellwänden (Fig. 73,6 und 7). Chemisch lassen sich im Torfe Ligninund Zellulose, auch Pektinstoffe nachweisen, nichtdagegen Stärke.
Extraetum Gossypii (Hambg. Vorschr.).
2 Teile Cort. rad. Gossypii werden mit einem Ge-misch von 2,5 T. Weingeist und 7,5 T. Wasser 3 Tage lang bei 15—20° unter wiederholtemUmrühren ausgezogen und schließlich ausgepreßt. Der Rückstand wird in gleicher Weise miteinem Gemisch von 1,5 T. Weingeist und 4,5 T. Wasser behandelt. Die abgepreßten Flüssigkeitenmischt man, läßt sie 2 Tage lang stehen, filtriert und dampft sie zu einem dicken Extrakte ein.
Lactagol ist ein trockenes Extrakt aus dem Baumwollsaatmehl. Das feine, gelblich-weiße Pulver von nicht unangenehmem Geschmack ist in Wasser unlöslich, doch läßt es sich,damit angerührt, leicht emulsionsartig aufschwemmen. Lactagol wird an Stelle des sonst zugleichem Zwecke üblichen Baumwollsaatmehls den Kühen in Dosen von 100 —150 g täglichgegeben, um die Milchsekretion zu vermehren. Frauen gibt man zu gleichem Zwecke täg-lich 10 — 12 g. Fabrikant: W. Peaeson & Co. in Hamburg.
Kallroom, welches dazu dienen soll, die Magermilch für die Kälberernährung brauch-barer zu machen, besteht aus einer Mischung von frisch gefälltem Casein, Eohrzucker undBaumwollsamenöl.
Regulationspillen für Damen von Viotob Gomeeiez & Co. in Paris bestehen nachAngabe der Fabrikanten aus Wurmkraut, Flohkraut und der Wurzelrinde der Baumwoll-pflanze. Nach Aufrecht enthalten die Pillen im wesentlichen Aloe.
Kg. 73.