Genista.
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Schon an 3 mm starken Stücken beginnen vereinzelte Parencliymzellen der primären Rindezu sklerosieren. Mit dem Älter dringen die entstandenen Skiereiden in die sekundäreRinde vor, und sie erfahren durch nachträgliches Wachstum eine axiale Streckung. DerCalciumoxalatgehalt der Markstrahlen in der Rinde nimmt mit dem Alter zu.
Die Wurzeln treten in der Droge der Menge und dem Gewichte nach bedeutendzurück. Die stärksten Wurzeln hatten einen Durchmesser von 8 mm und waren von gelb-lichbrauner Farbe. Sie besitzen einen zentrisch geschlossenen Holzkörper; der Siebteil war,wenigstens bei den vorliegenden Exemplaren, nicht so mächtig entwickelt, obliterierteSiebstränge selten. Calciumoxalatkristalle finden sich gleichfalls in den Markstrahlen derRinde vor. Mechanische Elemente fehlen der Mehrzahl der Wurzeln, während einzelneWurzeln von 2—5 mm Durchmesser Skiereiden besaßen. Vielleicht hängt das Vorkommenderselben von einer verschiedenen Funktion der Wurzeln ab. Die Pflanze neigt offenbardazu, Parenchymzellen zu sklerosieren. (Vgl. hierzu Fig. 64, 65 und 66.)
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Fig. 64.
Fig. 65.Rhizoma Gelsemii.
(Nach Tunmann.)
Querschnitt durch das Zentrum eines2 mm starken ausläuferartigen Wan-dersprosses : H = Holz, mh = Mark-strahlen , dbl. sb — obliterierte Sieb-gruppen, Kr = Calciumoxalatkristalle.
Querschnitt durch einen2 mm starken Stengel,Lupenbild: S = Bast-fasern, i. so —innererSiebteil, m = Mark,mh = Markstrahlen.
Querschnitt durch die sekundäre Kindeeines ausläuferartigen Wandersprosses:kp = Holzparenchym, gf = Gefäß, kr =Calciumoxalatkristalle, mh = Markstrah-len, obl = obliterierte Siebstränge, sei =Skiereiden, tr = Tracheiden, sb — leitfähi-ger Siebteil.
Anivendung, Wirkung. Bei Anwendung von Gelsemfumpräparaten scheintgroße Vorsicht geboten. Gegen Zahnsehmerzen nahm ein Patient 35 Tropfen Tinct.Gelsemii auf einmal. Die Schmerzen verschwanden und er schlief ein. Nach dem Er-wachen zeigte sich Doppelsehen, Herzklopfen, Speichelfluß und Diarrhöe, welche Erschei-nungen erst nach eiuigen Tagen verschwanden.
Genista. (Zu Bd.i s.1210.)
Allgemeines. Nach Aubemabd erwiesen sich am alkaloidreichsten die ArtenG. purgans, Sarothamnus scoparius, Retama sphaerocarpa und G. tinc-toria, arm an Alkaloiden Spartium junceum, G. candians und Retama mono-sperma; kein Alkaloid enthielten G. germanica, G. scorpius und G. horrida. Beiden entwickelten Pflanzen sind die Alkaloide zumeist in den grünen Pflanzenteilen anzu-treffen, in jungen Pflänzchen dagegen vorzugsweise im Bast- und Rindengewebe. ImAlkaloidgehalt rangieren die Pflanzenteile in folgender Reihe: Samen, Stengel, Blatt,Blüte, Wurzel. Das Spartcin läßt sich mikroskopisch mit Hilfe von verd. H a S0 4 nach-weisen; es bilden sich sofort Kristalle von Sparteinsulfat.