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Gelsemium.
tine zu verwenden. Am sichersten macht man die Gelatinelösungen durch fraktionierteSterilisation keimfrei und zwar so, daß man dieselben 5 Tage nacheinander je eine halbeStunde hei 100° im strömenden Dampf erhitzt.
Die Pharm. Helvet. läßt die zur Darstellung- ihrer Gelatitia SOluta Steril'lSatazu verwendende Gelatine erst in 20proz. Lösung an Meerschweinchen auf Keimfreiheitprüfen. Die Gelatine, welche die vorgeschriebene Probe bestanden hat, wird dann in phy-siologischer Kochsalzlösung 1 : 10 gelöst, gekocht, filtriert, in Köhrchen von 10—100 ccmverteilt, zugeschmolzen und im Autoklaven bei 100° an drei aufeinander folgenden Tagen je15 Minuten lang sterilisiert. Zwischen den Sterilisationen werden die Röhrchen im Brut-schränke bei 37° aufbewahrt. Nach der letzten Sterilisation kommen alle Röhrchen füreine Woche wieder in den Brutschrank bei 37°. Die Röhrchen, bei denen sich Wachstumzeigt, werden ausgeschaltet. Nach einem Monat werden wieder Stichproben an Meer-schweinchen und Mäusen gemacht. Bleiben die Tiere gesund, so kann die Gelatinelösungnunmehr als steril angesehen und gebraucht werden.
Gclatina pro injectione, Injektionsgelatine, wird nach Fkey und König wie folgtdargestellt: Von der reinsten (!) Gelatine werden 2—20 g mit 100 g Wasser 12 Stunden langder Quellung überlassen. Dann wird nach Zusatz von 0,6 Proz. NaCl in gelinder Wärmegelöst, nach dem Lösen mit Eiweiß gut durchgeschüttelt, ca. 1 Stunde im Dampftopf gekochtund filtriert. Die klare Lösung wird in sterile Gläser oder Röhren gefüllt und sterilisiert.
Gelatlna jodata, Jodgelatine, stellt man nach Bkuschelli aus 3 g Gelatine, 2 gKaliumjodid, 1,2 g Jod, 10Ö g Wasser, 2 g Natrium- und 2 g Calciumhypophosphit dar.Das Ganze wird im Wasserbade unter Rühren bis zum völligen Schmelzen der Gelatine er-wärmt. Nach dem Filtrieren erhält man eine klare und farblose Lösung. Das Präparat sollals gut bekömmliches Jodpräparat innerlich gegeben werden.
Gelatina liquida, welche als Antidiarrhoicum und Stomachicum Anwendung findet,erhält man durch Kochen von 10 g Gelatine mit Wasser q. s. ad 80,0, Filtration der er-kalteten Lösung und Zusatz von 1 g Citronensäure und 20 g Sirup.
Gelanthum ist ein Hautfirnis, der aus gleichen Teilen Traganth und Gelatine unterZusatz einer Mischung aus gleichen Teilen Glycerin und Rosenwasser nebst etwas Thymolhergestellt wird. Fabrikant: Apotheker W. Mielck in Hamburg.
Gelatol ist eine Salbengrundlage aus Gelatine, Glycerin, Öl und Wasser.
Gelone und Tegone sind Pflasterpräparate, denen medikamentöse Substanzen inkorpo-riert werden können. Gelone sind Glyceringelatineleime, Tegone Tragantleime. Fabrikant:Sans & Peschka in Wien.
Glllton ist ein aus reiner Gelatine gewonnenes, wasserlösliches, nicht gelatinierendesLeimnährpräparat. Es wird den üblichen flüssigen Nahrungsmitteln zugesetzt und bei Diabetes
eiweißsparendes Nährmittel empfohlen. Fabrikant:
und anderen Krankheiten als starkAkt.-Ges. für Anilinfabrikation in Berlin SO.
Kaloderma.
Glycerin- and Honey Jelly.
Ep. Gelatinae 2,5
Mellis depur. 10,0
Glycerini 60,0
Acjuae destill. 27,5
Ol. Eosar. q. s.
Die Gelatine wird in dem erwärmten Gemisch
aus Glycerin, Honig und Wasser gelöst.
Gelsemium. (Zu Bd. i s. 1208.)
Gelsemium sempervirens Ait. f Radix (Rniz.) Geisemü.
Beschreibung. Nach Tunmann besteht die Hauptmenge der im deutschen Handelbefindlichen Droge aus den ausläuferartigen Wandersprossen des Rhizoms. Dieselbensind rund, walzenförmig, bisweilen angeschwollen und bis 28 mm stark. Manchmal unter-scheiden sie sich bereits durch einen bläulichen Farbenton von den Wurzeln. Sie besitzeneinen zentralen, stark obliterierten Siebteil, dessen Markstrahlenzellen im Zentrum häufigsklerosieren. Der innere und äußere Siebteil zeichnen sich durch Mächtigkeit aus. Zahl-reiche Bänder obliterierter Siebstränge treten in der Rinde auf. In der primären Rindefinden sich Bastfasern, die, je älter und stärker das Organ ist, um so zerstreuter liegen.