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Fucus.
geschüttelt. Das Ammoniak soll nach dem Verdünnen mit 20 com Wasser noch deutlichkirschrot gefärbt sein. (Approximative Gehaltsprüfung.)
Nach Eöder enthält Cort. Frangulae im Durchschnitt 4,45 Proz. Asche; das Al-koholextrakt schwankte zwischen 16,23 bis 18,07 Proz.; gute Einde soll daher nicht mehrals 5 Proz. Asche und mindestens 15 Proz. Extrakt enthalten.
Verfälschungen. Als neue Fälschung nennt Mitlachek die Rinde von fiham-nus carniolica A. Kern. Diese ist schon äußerlich infolge ihrer dicken, rauhen undzerklüfteten Borke von Frangula zu unterscheiden. Der Inhalt der Peridermzellen istaußerdem gelbbraun bis schwärzlich (bei Frangula leuchtend blutrot), die Markstrahlen4—7 Zellen breit (gegen 2—S, höchstens 4 bei Frangula). Dagegen färbt sich die Eindegleich der echten mit KOH rot, so daß sie vermutlich ebenfalls Oxymethylanthrachinoneenthält.
Wübfel fand neuerdings im Handel wieder durch Erlenrinde (Alnus glutinosa)verfälschte Faulbaumrinde. Als charakteristisches Unterscheidungsmerkmal wird angegeben,daß erstere auf dem Querschnitte im rotbraunen Eindengewebe gelblichweiße Körner vomDurchmesser bis zu 0,5 mm zeigt, ferner, daß die an der Innenfläche sichtbaren Leistensich in das Innere der Einde als ebenfalls gelblich-weiße, radial gerichtete Strahlenfortsetzen.
Zum chemischen Nachweis der Rinde von Prunus Padus (in manchen Gegendenbekanntlich ebenfalls „Faulbaum" genannt) als Fälschung empfiehlt Tunmann die Vanillin-Salzsäurereaktion; es tritt in diesem Falle eine durch Emulsin und Phloroglucin be-dingte Eosafärbung ein.
Die Gewinnung eines neuen Abführmittels aus Frangula- (und Cascara-)Rinde beruht nach Knopf darauf, daß der abführend wirkende Bestandteil der Rinde zumTeil als Kalinmsalz, zum Teil in freier alkalibindender Form enthalten ist. Die alkoho-lischen Rindenauszüge werden zur Trockene verdampft und mit alkoholischer Kalilaugeversetzt, wobei ein Niederschlag entsteht, der — gereinigt und getrocknet — 26 Proz.Kali enthalten, nicht bitter schmecken und abführend wirken soll (patentiertes Verfahren).
Feigol, ein. Abführmittel, soll bestehen aus 60 Teilen Extract. Frangulae et Caricae,je 19 T. Sirupus Sennae comp, und Sirupus Menthae pip. und 2 T. Elixir aromaticum.Fabrikant: Fhitz Schulz, Chem. Fabrik in Leipzig.
Rp.
Blutreinigungstropfen nach Kormann.Rp. Extract. fluid. Frangulae
Extract. fluid. Cascar. sagrad.Tinct. Rhei vinosae ää p. aequ.
Elixir Frangulae (D. Ap.-V.).Frangula-Elixir.Extr. fluid, examarat. Frangulae 300,0Spiritus Vini 100,0
Vanillini 0,1
Tinct. Aurantior. 3,0
Tinct. aromatic. 1,0
Sirup, simpl. 500,0
Aquae 96,0.
Nach 8tägigem Stehen wird filtriert und zu je1000,0 des Filtrates 3 Tropfen Bssigäther zu-gesetzt.
Tinctura Frangulae (Dresd. Vorschr.).
Faulbau mrindentinktur.Rp. Cort. Frangulae gr. plv. 1,0Spiritus diluti 5,0.
FlICUS. (Zu Bd. I S. 1182.)
Fucus vesieuiosus L.
Amvendung. Neuerdings kommen Präparate aus Fucus vesieuiosus wiedermehr in Aufnahme bzw. wird für solche große Eeklame gemacht. Die Wirkung als Ent-fettungsmittel, bei Skrofeln, Kropf usw., führt man lediglich auf den Jodgehalt des Blasen-tangs zurück, der zwar für sehr gering (0,01—0,03 Proz.) gilt, aber durch die organi-sche Bindung des Jods dem menschlichen Körper besonders anpassungsfähig und daherauch besonders wirksam sein soll.
Der Nachweis des Jods in solchen Präparaten, wie z. B. Extraet. Fuci vesi-culosi Merck (enthält nach Weiss 0,0889 Proz. organisch gebundenes Jod) geschieht amsichersten dadurch, daß man die organischen Stoffe durch Schmelzen mit Kalihydrat undSalpeter zerstört; in der Schmelze läßtsichJod noch in einer Verdünnung 1:1000000 deutlich