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Erg.Bd. (1908)
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321
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Fei. Ferrum.

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Fol. (Zu Bd. I S. 1079.;

Natrium glyCOCholicUltl, Natriumglycockolat, NaC a6 H 42 N0 6 , in der Galle desMenschen und der Pflanzenfresser enthalten und aus letzterer gewonnen, bildet ein gelb-liches, in Wasser und Alkohol lösliches Pulver, welches als Cholagogum empfohlen wirdDosis 4,05,0 g täglich. Wirkt auch als chemische Vaccine gegen Viperngift. Fabrikant:E. Merck in Darmstadt.

Fellitin ist eine fast geruchlose, natürliche medizinische Seife, welche aus konserviertergereinigter Ochsengalle bestehen soll. Sie wurde gegen Frostbeulen empfohlen. Fabrikant:Kahl Fb. Töllner in Bremen.

Ferrum, (zu Bd. i s. 1082.)

Eisen. Das Atomgewicht nach den Feststellungen der internationalen Atomgewichte1908 ist Fe = 55,9.

Bestimmung des Eisens bei Stoffwechselversuchen, besonders in denFaeces: 45 g Faeces werden mit etwas Schwefelsäure unter Zugabe von Salpetersäureverascht, was etwa 20 SO Minuten in Anspruch nimmt. Den noch freie Schwefelsäureenthaltenden Rückstand nimmt man mit Wasser auf; die saure Flüssigkeit wird mitAmmoniak neutralisiert und mit Schwefelsäure schwach angesäuert. Dann wird das Eisendurch eine Anreibung von Zinkoxyd im Überschuß gefällt und filtriert. Der Niederschlagwird ausgewaschen, bis Jodkaliumstärkekleister nicht mehr gebläut wird, dann in Salzsäuregelöst, mit Jodkalium im Überschüsse versetzt, im geschlossenen Glasstöpselgefäß auf7080° erwärmt und das durch die Ferriverbindung in Freiheit gesetzte Jod mit n/ 2(mNatriumthiosulfatlösung titriert. Es können auf diese Weise kleinste Spuren Eisen be-stimmt werden. (A. Nedmann.)

Ferrum pulveratum. Wird zur Zeit aus steiermärkischem oder schwedischemSchmiedeeisen in besonderen Eisenmühlen hergestellt. Eisen anderer Herkunft soll keinden Anforderungen des Arzneibuches entsprechendos Präparat gewinnen lassen. Zur Her-stellung dienen wellblechartig geformte Eisenplatten von etwa 2 m Länge und 1 m Breite,die wenige Zentimeter stark sind. Die Mahlung geschieht dadurch, daß von zwei über-einandergelegten Platten die obere durch Maschinenkraft auf der unteren hin- und her-geführt wird, so daß die Platten sich gegenseitig abschleifen. Das Sichtgut wird in sechs-eckigen, mehrere Meter langen, um ihre Achse rotierenden, mit feinstem Seidengewebeausgekleideten Trommeln (wie bei den Mehlmühlen) gesiebt und die gröberen Anteile nun-mehr durch Pochwerke in Stahlmörsern mit Stahlkeulen weiter zerkleinert.

Prüfung. Das Arzneibuch für das Deutsche Reich, 4. Ausgabe, gestattet fürFerrum pulveratum einen geringen Schwefelgehalt; beim Lösen in einem Gemische ansgleichen Teilen Salzsäure uud Wasser solldas entweichende Gas einen mit Bleiacetat be-netzten Papierstreifen sofort nicht mehr als bräunlich färben". Ed. Lücker. schlägt vor,das Wort sofort durch eine genaue Zeitangabe zu ersetzen.

Ferrum redUCtum. Die Prüfung auf Schwefel nach dem Arzneibuche geschiehthier wie bei Ferrum pulveratum. Enell hat nun eine Prüfungsvorschrift so aus-gearbeitet, daß dabei nur ein über 0,02 Proz. betragender Schwefelgehalt angezeigtwird. In einem Fraktionskolben werden 0,25 g Eisenpulver mit 10 com lOproz. SalzsäureÜbergossen und rasch vor die Mündung des Ableitungsrohres ein Wattebausch gebracht.Man verschließt den Kolben und leitet das sich entwickelnde Gas in eine Mischung von30 ccm Wasser und 1 ccm Ammoniak. Gegen Ende der Entwickelung wird erwärmt. Nach-dem der Inhalt der Vorlage mit Salpetersäure eben angesäuert ist, wird Bleiacetatlösungzugegeben. Das Ausbleiben einer Bräunung zeigt einen Schwefelgehalt von wenigerals 0,02 Proz. an. Für Ferrum reductum kann man die Prüfung durch Anwendung von1 g verschärfen; es bleiben dann 0,005 Proz. Schwefel noch ohne Reaktion.

Handb. d. pharm. Praxis. Ergänzungsband.

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