Faex.
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Essigsäure und Ferrocyankaliuni weder auf Eiweiß noch auf Eisen reagieren. Dieses Filtratwird zut Anstellung der Biuretreaktion mit Natron- oder Kalilauge alkalisch ge-macht und mit 2 proz. Kupfervitriollösung überschichtet. Bei Gegenwart von Pepton ent-steht an der Berührungsstelle ein farbiger King, der zuerst rosa, dann violett, schließlichmehr blau, aber immer mit einem Stich ins Kote erscheint. Die Entfernung jeder Spuranderer Eiweißstoffe ist notwendig, weil auch sie die Biuretreaktion geben.
5. Albumosen. Der mit Äther und Alkohol ausgezogene Rückstand wird mit Essig-säure behandelt, die Lösung auf ein kleines Volumen verdunstet und die Albumosen durchZusatz der 6—8fachen Menge absolutem Alkohol ausgefällt. Dieser Niederschlag gibt nachZusatz von etwas Alkali mit wenig warmem Wasser eine Lösung, die nach dem Ent-färben mit Wasserstoffsuperoxyd die Biuretreaktion erhalten läßt, falls Albumosen zu-gegen sind.
6. Bisweilen soll der Gesamtfettgehalt des Kotes einschließlich der in Form vonSeifen gebundenen, also unmittelbar nicht in Äther löslichen Fettsäuren bestimmt werden.In diesem Falle werden 3—4 g des gepulverten Trockenrückstandes genau abgewogen, ineinem Porzellanschälchen mit Alkohol, dem 1 Proz. starke Salzsäure zugesetzt ist, gutdurchfeuchtet und die Mischung auf dem Wasserbade ausgetrocknet. Dabei werden alleSeifen unter Abscheidung der Fettsäuren zerlegt. Der trockene Rückstand wird gepulvertund vollständig — nötigenfalls unter Abreiben der Schalenwandungen mit Sand und etwasFiltrierpapier — in einen Äthercxtraktionsapparat gebracht und dort mit Äther erschöpft.Der getrocknete Verdunstungsrückstand des Ätherauszuges ergibt den Gesamtfettgehalt.Zieht man von diesem das in 2. erhaltene Rohfett ab, so ergibt sich die Menge der inForm von Seifen gebundenen Fettsäuren.
7. Die Bestimmung des Stickstoff geh alt es geschieht nach Kjeldahl. 1—1,5 gKot werden in einem Bechergläschen abgewogen, dann mit kleinen Anteilen (im ganzen20 ccm) konzentrierter Schwefelsäure vollständig in einen Kjeldahl-Kolben gespült, 0,5 gKupfersulfat zugesetzt, und die Mischung weiter behandelt wie in Bd. II S. 484 ange-geben ist.
FaeX. (Zu Bd. II S. 345.)
BlastomyceteS, Sproß- und Hefepilze, Ordnung der Thallophyta. Die Gärungen derZuckerarten werden durch verschiedene Saccharomyces-Arten bewirkt, deren Zellen nachvollendeter Gärung an der Oberfläche oder auf dem Grunde der gärenden Flüssigkeit ab-geschieden werden. Die abgeschiedenen Zellen, deren Masse als Hefe bezeichnet wird,dienen einerseits wieder zur Erregung neuer Gärungen, anderseits werden sie für arznei-liche Zwecke und zur Bereitung von Hefenextrakt, das dem Fleischextrakte sehr ähnlich ist,verwendet. Sie bilden, besonders in Form von Preßhefe, einen Handelsartikel.
Nachweis von Hefenextrakt in Fleischextrakt. Searl löst 3—6 g des zuuntersuchenden Extraktes in der doppelten Menge Wasser, setzt sj viel Alkohol zu, daßbei erneutem Zusätze keine Fällung mehr stattfindet, schüttelt kräftig um und filtriert.Der Niederschlag wird in 50 ccm Wasser gelöst, filtriert, 25 ccm eines besonderen Kupfer-reagens (12,25 g Kupfersulfat, 16 g Natriumsulfat, 120 g Wasser werden gelöst und miteiner Lösung von 16 g Ätznatron in 120 g Wasser versetzt) zugesetzt und die Mischungnicht länger als 1—2 Minuten lang gekocht. Bei reinem Fieischextrakte entsteht kein Nieder-schlag. Hefenextrakt bewirkt einen bläulichweißen Niederschlag, der in Wasser fast un-löslich ist. Bemerkenswert ist, daß Hefe weder Kreatinin noch Kreatin enthält, währenddas Fleischextrakt durch den Gehalt an diesen Stoffen gekennzeichnet ist. Ein eigentüm-liches Verhalten der Extraktbestandteile hat Wintgen beobachtet. Man setzt zu 20 ccmder lOproz. Extraktlösung 2 ccm einer Mischung aus 1 Gew.-Teil Schwefelsäure und4 Gew.-T. Wasser, fügt Zinksulfat zur Mischung, bis beim Umrühren etwas von dem Salzeungelöst bleibt, läßt 1—2 Tage lang stehen und filtriert, indem man nur die ersten Kubik-zentimeter Flüssigkeit auf das Filter zurückgießt. Reines Fleischextrakt und Milchextrakt