Faeces.
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Zustande enthalten. Sie bilden bräunliche Flüssigkeiten mit dem Geruch und Geschmack derPflanzen und enthalten in 1 g (= 36 Tropfen) die wirksamen Stoffe aus 1 g der frischenPflanze. Bisher hat man solche „Energetene" aus Convallaria, Colchicum, Digitalis und Vale-riana hergestellt.
Faeces.
Die Untersuchung der Darmentleerungen hat als Hilfsmittel zur Erkennung
von Krankheiten der Verdauungswege wachsende Bedeutung erlangt (vgl. Schmidt undStrasburger, Die Faeces des Menschen, Berlin 1905, August Hirschwald). Sie istauch für gerichtliche Zwecke vielfach herangezogen worden (vak Ledden Hulsebosch,Makro- und mikroskopische Diagnostik der menschlichen Exkremente, Ber-lin 1899, Julius Springer), so daß eine kurze Zusammenfassung der eigenartigen Unter-suchungsweisen für die Praxis Bedürfnis geworden ist.
Durch die Mundöffnung wird Nahrung in die Verdauungsorgane des Menschen ein-geführt, in diesen zerlegt und zum Teile von den Körpersäften aufgenommen; der nichtaufgenommene Anteil wird vom Darme durch den After entleert. Die Darmentleerungen,der Kot, bestehen jedoch beim gesunden Menschen nur zum geringeren Teile aus un-brauchbaren Nahrungsresten, zum größeren Teile aus den in die Verdauungswege ge-leiteten Abscheidungen der mit ihnen in Verbindung stehenden Organe und der Ver-dauungswege selbst, deren Umwandlungsprodukten und den im Verdauungsvorgange einewichtige Rolle spielenden Bakterien. Die Entleerung erfolgt individuell verschieden,normal in 24 Stunden meist einmal, und zwar in den ersten Stunden nach dem Frühstücke.Das Gesamtgewicht der einzelnen Entleerung beträgt zwischen 100 und 300 g (bei Fleisch-nahrung weniger, bei Pflanzennahrung mehr), sie ist dickbreiig oder weichgeformt, besitztden bekannten eigentümlichen Geruch und erscheint heller oder dunkler braun. Die Mengedes Trockenrückstandes beträgt 16—28 Proz.; davon sind 10—14 Proz. unverbrennlich(Asche), 2—4 Proz. Phosphorsäure als Phosphate, 14—26 Proz. sind in Äther löslich(8—12 Proz. verseifbare ^Fette), 0—2 Proz. fettsaure Erden, 4—8 Proz. geronnenes Eiweiß,2—6 Proz. Kohlehydrate. Der normale Kot enthält reichlich Darmbakterien, Trümmer vonTripelphosphaten, aber keinen auffälligen Gehalt an ausgebildeten Kristallen, auch vonCholesterin oder Oxalaten. Mikroskopisch sieht man Schleimfäden in mäßiger Menge undbei vegetabilischer Kost Cellulose.
Bei Kranken ist der Kot anders beschaffen, sobald an der Kotbildung beteiligteOrgane ihre Tätigkeit eingestellt oder verändert haben. Das kann in sehr verschiedenerWeise geschehen, denn die Verdauungsröhre des Menschen vom Munde bis zum After istetwa 12 m lang, und die Mundhöhle mit ihren Zähnen, der Magen, der Zwölffingerdarm,Dünndarm, Dickdarm und Mastdarm mit den von ihnen aufgenommenen Absonderungender verschiedenen Drüsen und der Galle arbeiten in sehr verschiedener Weise. JedeStörung dieser Arbeit hat ihren bestimmten Einfluß, der sich in einer Veränderung derZusammensetzung des Kotes geltend macht und durch dessen Untersuchung nachgewiesenwerden kann. Diese Aufgabe soll die planmäßige Kotanalyse erfüllen.
Zur Probenahme eignen sich weithalsige Einmachegläser mit Gummidichtungund Hebelverschluß, die tariert sind, so daß man ohne weiteres das Gewicht der ein-gelieferten Darmentleerung feststellen kann. Man unterwirft die Probe zunächst einergenauen Besichtigung auf ihre Beschaffenheit, mischt gut, stellt dann die qualitativenPrüfungen und mit tadellosen Durchschnittsproben die quantitativen Bestimmungen an.In normalem Kote dürfen unveränderte Beste der Nahrung nicht zu erblicken sein. Ersoll auch Stärke, Zucker, Albumine, Propeptone und Peptone nicht enthalten. Urobilin istdarin vorhanden, dagegen sollen unveränderte Gallenfarbstoffe (Biliverdin usw.) fehlen. DieReaktion des natürlichen geformten Kotes ist an der Außenseite, an den Darmwandungen,gewöhnlich schwach alkalisch, im Innern der Klumpen schwach sauer gegen Lackmus-papier; sie hat im übrigen wenig Bedeutung. Fettstühle erkennt man an den Fett-