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Digitalis.
D.
die
anzusprechen ist. — Cloetta macht dagegen geltend, daß dein Digalen die kumulierendeWirkung fehlt, im Gegensatz zu Digitoxin (sowohl deutscher wie französischer Provenienz).Da nach manchen Angaben die kumulative Wirkung den frischen Digitalisblättern fehlenund sich erst beim Altern ausbilden soll, so glaubte Cloetta annehmen zu können, daß inden frischen Blättern die wirksame Substanz Digalen sei, welches bei der Veränderung derBlätter in die digitoxinartige Form übergehe.
Der Aschegehalt der Polia Digitalis, der in der Regel zwischen 7 und 10 Proz.schwankt, kann nach Gseshopes neueren Angaben bedeutend mehr betragen; er fand inunverfälschten Mustern bis 25 Proz. Asche.
Verwechslungen und Verfälschungen. Habtwich und Bohny haben den nach-stehenden Schlüssel zur Erkennung aller der möglichen Verwechslungen und Verfälschungenvon Digitalisblättern ausgearbeitet; natürlich darf man sich bei der Beurteilung mit derAuffindung eines einzigen Merkmals nicht begnügen.
1. Die durchscheinende feine Nervatur kommt vor bei Digitalis purpurea,parviflora, Teuerram Scorodonia, Salvia Sclarea und Inula Helenium.
2. Form und Bau der Haare,.a) Digitalis parviflora: die Endzelle der Gliederhaare ist keulenförmig verbreitert,
Zellen haben starke Cuticularwärzchen.
b) Veibascum hat Stern- und Kandelaberhaare.
c) Teucrium Scorodonia hat Öldrüsen vom Typus der Labiatendrüsen und dickwandige,spitze GHederhaare.
d) Salvia Sclarea hat dieselben Öldrüsen, aber dünnwandige, lange Haare.
e) Symphytum officinale hat Borsten und Hakenhaare, die oft mit Calciumcarbonatausgefüllt sind; die Spitze der Haare und die ihre Basis umgebenden Epidermiszellen sindverkieselt.
f) Solanum tuberosum hat Solanaceendrüsenhaare und dünnwandige Gliederhaare mitauffallend großer, geteilter Basis.
g) Solanum nigrum hat dieselben Drüsenhaare und dünnwandige Gliederhaare mit an-geschwollener Basis.
h) Althaea officinalis hat Büschelhaare mit getüpfelter Basis.
i) Inula Conyza hat Gliederhaare mit langen, peitsohenförmigen Endzellen, die ver-kieselt sind. Drüsenhaare vom Typus der Kompositendrüsenhäare.
k) Inula Helenium hat ähnliche Gliederhaare wie i). Bei den Drüsenhaaren sind diebeiden Endzellen stark gestreckt.
1) Arnica montana hat dünnwandige Gliederhaare mit angeschwollenen Zellen undkurzer Spitze.
m) Artemisia vulgaris hat T-förmige Haare mit sehr langer Querzelle.
3. Vorkommen und Form des Calciumoxalats.
a) Oxalat fehlt bei den Digitalisarten, Teucrium Scorodonia, Inula Conyza, Inula Hele-nium, Arnica montana und Artemisia vulgaris.
b) Es kommen Einzelkristalle vor bei:Verbascum: kleine prismatische Kristalle,Salvia Sclarea: ebenso,
Solanum tuberosum: ebenso, außerdem Sand,Solanum nigrum: ganz kleine Kristalle,
Citrus Aurantium: oktaedrische und prismatische große Kristalle, die ersterenhäufig noch in der Zellidosetasche.
c) Kristallsand bei Solanum tuberosum.
d) Drusen bei Althaea officinalis.
4. Vorkommen von Calciumkarbonat in Form von Cystolithen und Ausfüllungender Haare bei Symphytum officinale.
5. Verkieselung der Haare bei Symphytum officinale, Inula Conyza und InulaHelenium.
6. Fasern finden sich nur bei Citrus Aurantium, Inula Helenium und Arnica montana.
Die häufigsten, immer wiederkehrenden Verfälschungen von Digitalis sind Ver-bascum nnd Inula Conyza. Hier sind es insbesondere die Haare der Blätter, diedurch ihre verschiedene Form Anhaltspunkte zur sicheren Unterscheidung geben. DieVerschiedenheiten der Haare sind in folgender Tabelle näher beschrieben und werdengleichzeitig durch Fig. 51, 52 und 53 illustriert.