Didymium.
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Anwendung. Man löst einen Teil des Extraktes in 3 Teilen Glycerin, tränktdamit einen Wattebausch und betupft mit Hilfe 'einer Pinzette die diphtheritische Mem-bran, in schweren Fällen zweistündlich, in leichteren Fällen 4—6mal täglich; die Bräunewird in gleicher Weise behandelt, und zwar bis jede Rötung der erkrankten Stelle ver-schwunden ist. Diese Behandlung kann gleichzeitig mit der Serumtherapie erfolgen.
II. Dichondra repens Forst., verbreitet in Amerika, Australien, Afrika und Ost-asien, verwendet man auf Formosa, wo die Pflanze Ma-ti-chui genannt wird, als Diureticum.
Didymium.
Das Didym ist 1840 von Mosander aus dem Cerit abgeschieden. Der Name be-zeichnete dies neue Element als den Zwillingsbruder des Lanthans. Aueb v. Wels-bach gelang es jedoch, das farblose Nitrat durch sehr langwierige fraktionierte Kristalli-sation in die Nitrate zweier neuer Elemente zu zerlegen, nämlich das leichter löslicheTotviolette Neodymnitrat Nd(N0 3 "! 3 und das schwerer lösliche lauchgrüne Praseo-dymnitrat Pr(N0 3 ) 3 . Diese beiden Elemente zeigen miteinander die größte Ähnlichkeit,die bisher zwei Elemente in ihren chemischen Eigenschaften gezeigt haben. Ihre Funken-spektren sind sehr ähnlich und bestehen aus zahlreichen Linien. Dagegen unterscheidensich, dem Farbenunterschiede der Salzlösungen entsprechend, die Absorptionsspektrenwesentlich. Fig. 50 zeigt die Absorptionsspektra von Neodym, von Praseodym und dasaus beiden zusammengesetzte Absorptionsspektrum des sogenannten Didyms. Man nimmtdas Atomgewicht des Neodyms Nd= 143,6, des Praseodyms Pr= 140,5 an. Die käuf-lichen Didymsalze enthalten durchgehends mehr Neodym als Praseodym.
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Fig. 50.
Im Gange der chemischen Analyse werden die Didymelemente durch Schwefel-ammonium als Sauerstoff Verbindungen abgeschieden; Ammon fällt basisches Salz, das nichtin Ammon, aber etwas in Chlorammon löslich ist. Alkalicarbonat fällt reichlich, derNiederschlag ist in Ammoncarbonat unlöslich (Unterschied von Cer), aber etwas löslich inkonzentrierter Salmiaklösung. Weinsäure verhindert die Fällung durch Alkalien. Oxal-säure fällt fast vollständig, der Niederschlag ist schwer in kalter, leichter in heißer Salz-säure löslich. Bariumcarbonat fällt die Didymverbindiing aus ihren Lösungen langsam,aber vollständig. Konzentrierte Kaliumsulfatlösuug fällt die Didymverbindungen lang-samer und weniger vollständig als die Cerverbindungen; der Niederschlag- löst sich schwerin heißer Salzsäure. Natrium thiosulfuricum fällt die Didymverbindungen nicht.