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Erg.Bd. (1908)
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249
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Delphinium. Desinfectio.

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Ep.

Species antiasthmaticae (D. Ap.-V.,Hambg. Vorschr.).Asthmakräuter.I.Fol. Stramon. 63,0

Fol. Lobeliae 12,0

Kalii nitrici 25,0

Aquae 50,0.

Die Blätter werden mit der Lösung gleichmäßigdurchfeuchtet, dann bei etwa 40° gut ausge-trocknet. Hierauf setzt man auf je 100 g derMischung vier Tropfen Lavendelöl zu.II. (Praescr. Vienn.)Ep. Fol. Stramonii nitrat. 42,0Herb. Lobeliae 8,0.

Folia Stramonii nitrata.

Ep. Fol. Stramonii conc. 30,0

Humecta aequabiliter cum solutione parata eKalii nitrici 15,0

in Aquae 40,0.

Calefac miscellam in balneo aquae usque ad per-

actam aquae evaporationem, tum serva.M. S. Mit Tabak gemischt in Zigarettenform zurauchen.

Tinctura antiasthmatica (Dresd. Vorschr.).

Asthmatropfen.Ep. Tinct. Opii

Tinct. Stramonii

Liquor. Ammonii anisat. äa p. aequ.

Delphinium. (Zu Bd. i s. 1020.:

Delphinium Staphisagria L.

Die Inhaltstoffe sind erneuten Untersuchungen unterworfen worden. Ahrensisolierte aus dem in Chloroform unlöslichen Anteile des Basengemisches ein neues AlkaloidStaphisagro in C 40 tT 46 N 2 O 7 , ein amorphes weißes Pulver vom Schmelzp. 275277°, daskeine der bekannten Alkaloidreaktionen von Staphisagria gibt. Außer diesem hält Katznur noch die Existenz des Delphinins C 22 H 35 N0 6 für sichergestellt, welches er als eineesterartige Verbindung anspricht, da beim Spalten Benzoesäure erhalten wird. Die übrigenbisher bekannten Alkaloide, Delphisin, Delphinoidin und Staphisagrin sind wahrscheinlichZersetzungsprodukte bzw. keine einheitlichen Körper.

Desinfectio.

(Zu Bd. I S. 1021.)

DeSinfektiOnSanweiSUng. Zu dem Reichsgesetz betreffend die Bekämpfung ge-meingefährlicher Krankheiten vom 30. Juni 1900 ist durch Bundesratsbeschluß vom 21. März1907 (Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 11. April 1907) die nachstehende allgemeineDesinfektionsanweisung erlassen worden.

I. Desinfektionsmittel.

1. Verdünntes Kresolwasser (2,5proz.). Zur Herstellung werden entweder 50 ccmKresolseifenlösung (Liquor Cresoli saponatus des Arzneibuchs für das Deutsche Reich) oder1 I 2 1 Kresolwasser (Aqua cresolica des Arzneibuches für das Deutsche Reich) mit Wasser zu1 1 Desinfektionsflüssigkeit aufgefüllt und gut durchgemischt.

2. Karbolsäurelösung (etwa 3proz.). 30 ccm verflüssigte Karbolsäure (Acidum earbo-licum liquefactum des Arzneibuchs für das Deutsche Reich) werden mit Wasser zu 1 1 Des-infektionsflüssigkeit aufgefüllt und gut durchgemischt.

3. Sublimatlösung (i/ioproz.). Zur Herstellung werden von den käuflichen, rosa ge-färbten Sublimatpastillen (Pastilli Hydrargyri bichlorati des Arzneibuchs für das DeutscheReich) entweder 1 Pastille zu 1 g oder 2 Pastillen zu je 1 / 2 g in 11 Wasser aufgelöst.

4. Kalkmilch. Frisch gebrannter Kalk wird unzerkleinert in ein geräumiges Gefäßgelegt und mit Wasser (etwa der halben Menge des Kalkes) gleichmäßig besprengt; er zer-fällt hierbei unter starker Erwärmung und unter Aufblähen zu Kalkpulver.

Die Kalkmilch wird bereitet, indem zu je 11 Kalkpulver allmählich unter stetemRühren 3 1 Wasser hinzugesetzt werden.

Falls frischgebrannter Kalk nicht zur Verfügung steht, kann die Kalkmilch auch durchAnrühren von je 1 1 gelöschten Kalkes, wie er in einer Kalkgrube vorhanden ist, mit 3 1Wasser bereitet werden. Jedoch ist' darauf zu achten, daß in diesen Fällen die oberste,durch den Einfluß der Luft veränderte Kalkschicht vorher beseitigt wird.

Die Kalkmilch ist vor dem Gebrauche umzuschüttein oder umzurühren.

5. Chlorkalkmilch wird aus Chlorkalk (Calcaria chlorata des Arzneibuchs für dasDeutsche Reich), der in dicht geschlossenen Gefäßen vor Licht geschützt aufbewahrt war undstechenden Chlorgeruch besitzen soll, in der Weise hergestellt, daß zu je 1 1 Chlorkalk all-mählich unter stetem Rühren 5 1 Wasser hinzugesetzt werden. Chlorkalkmilch ist jedesmalvor dem Gebrauche frisch zu bereiten.