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Cacao.
und der Bodensatz wiederum in gleicher Weise abfiltriert. Durch diese Behandlung gibtder Bückstand ein klares mikroskopisches Bild. Eventuell bleicht man ihn noch mit Na-triumhypochloritlösung, wodurch sämtliche Gewebetrümmer durchsichtig und farbloswerden, oder man fertigt Präparate mit Naphtylen (Neublau R — Bayers Farbwerke)und Guajacol (nach Vogl), wodurch die Stärke zurücktritt, die Zellwände des Cotyledonar-gewebes schwach blaßviolett und die Zellwände der Schalenfragmente mehr oder wenigerblau erscheinen. Findet man in jedem Präparat ohne langes Suchen die charakteristi-schen Sklerenchymzellen der Kakaoschalen, so sind diese in unzulässiger Menge vorhanden;seltenes Auftauchen von Skiereiden ist dagegen als unvermeidliche Verunreinigung an-zusehen.
Für die quantitative Bestimmung des Schalengehaltes werden verschiedene,mehr oder weniger komplizierte Verfahren angegeben; man zieht zu diesem Zwecke denAschen- und Kohfasergehalt, neuerdings auch den Pentosangehalt, sowie den Gehalt derKakaoasche an löslicher Kieselsäure heran, indem die Schalen in der Regel viel mehrAsche, Rohfaser, Pentosane und lösliche Kieselsäure enthalten als reine Kakaobohnen bzw.Kakaomasse. Man hat dafür Mittel- und Grenzwerte geschaffen, nach denen der Kakaozu beurteilen ist. So enthalten Kakaobohnen in der fettfreien Substanz im Mittel 3,34 Proz.Pentosane, Schalen dagegen im Mittel 9,26 Proz. (nach Lüinua); der Gehalt der Bohnen-asche an löslicher Kieselsäure soll etwa 20mal geringer sein als der in Schalenasche (nachMatthes). Über den verschiedenen Aschen- und Rohfasergehalt vgl. Bd. I S. 523.
Das Schlämmverfahren zur Bestimmung der Rohfaser (z. B. nach Filsingee) gibt in-folge Auswaschverlust meist zu niedrige Resultate; man hat daher vorgeschlagen, die Er-gebnisse mit dem Korrekturfaktor 1,27 zu multiplizieren. Matthes und Müller empfehlenzur Bestimmung des Rohfasergehaltes das KöuiGsche Glycerinschwefelsäureverfahren,welches mit geringen Abänderungen recht genaue Werte liefert. Zur Bestimmung desPentosangehaltes (nach Dekkeb) werden die Pentosane des Kakao durch Destillation desletzteren mit Salzsäure in Furfurol übergeführt und dies im Destillate mittels Phloroglucin(in salzsaurer Lösung) gefällt. Aus dem schwarzen Niederschlage von Furfurol-Phloroglueinläßt sich der Pentosangehalt berechnen: Gefundene Menge, dividiert mit 1,84 = Furfurol;(Furfurol — 0,0104 g) x 1,88 = Pentosan.
Zur Bestimmung des Kakaogehaltes in Nährpräparaten, z. B. inHaferkakao (besteht gewöhnlich aus einer Mischung von ^S 1 / 3 —60 Proz. entöltemKakao und 40—66 2 / 3 Proz. Hafermehl mit oder ohne Zusatz von Eiweißstoffen und Nähr-salzen) empfiehlt Peters die Heranziehung des Fettgehaltes sowie der Jodzahl des iso-lierten Fettes, schließlich auch der Asche unter Zugrundelegung von Mittelwerten der be-treffenden Komponenten. Peters fand auf diese Weise in Reichardts Eiweiß-Hafer-kakao 46 Proz. Hafermehl, 41,6 Proz. Kakao und 12,4 Proz. Eiweißstoffe, was mit den
18 Proz. Eiweißstoffe — mit Bezug-
Angaben des Fabrikanten — 42 Proz. Kakao undauf den Kakao gut übereinstimmt.
Cacaol, ein Kinderkraftmehl der Firma Wilh. Pramasw in Radebeul, erwies sich alsein Gemisch aus Kakaopulver, 2,56 Proz. Kochsalz, 17,43 Proz. Zucker und etwa 10 Proz.Hafermehl. (Betthibn.)
Cacaosine wird ein Ersatzmittel für Kakaoöl zur Darstellung von Suppositorien usw.genannt, welches bei 29,5° schmilzt. Liöz und Lucius fanden den Sehmp. zu 28,5°, Erstar-rungspunkt 26,6°; Jodzahl 6,8; Verseifungszahl 247,05; Reich ERT-MEissL-Zahl 5,63; Polenskf,-Zahl 9,5; Säurezahl 1,5; Refraktion nach Zuiss-Wollny 36,5; danach ist Cacaosine ein Fett-gemisch mit dem Hauptbestandteile Cocosfett oder ein von den leichter schmelzenden Be-standteilen befreites Cocosfett. Fabrikant: Fabrik chem.-pharm. Spezialitäten in Dresden-A. 16.
Diabetikerschokolade soll bestehen aus Kakaopulver 500,0, Laevulose 200,0, Weizen-mehl 280,0, Saccharin 5,0, Aromatica qu. s. (Aufrecht.)
Dulcinolschokolade für Diabetiker, Fettleibige usw. enthält an Stelle des Zuckers alsSüßstoff Mannit. Fabrikant: J. D. Riedel, Akt.-Ges. in Berlin.
Eggose, ein Kraft- und Nährpräparat von Lauser in Regensburg, ist ein lecithin-haltiges Gemisch von ungefähr gleichen Teilen Hafermehl (mit etwas Weizenstärke), Zuckerund Kakao. (Kochs.)
Estors Vaginalstifte, von Estors Elisabeth-Drogerie in Marburg zur Bekämpfung des