Bismnti praeparata.
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Bismutum büaiinicum, Tannismutum, Wismutditannat. Das Bismutumtannicum des Ergänzungsbuches (s. Bd. I S. 498) wird dargestellt, indem das aus 12 TeilenBismutum subnitricum frisch gefällte Wismuthydroxyd mit einer wässerigen Lösung von15 T. Tannin auf dem Wasserbade eingedampft wird. Das so erhaltene, bei 110° ge-trocknete Präparat soll beim Veraschen 40 Proz. Wismutoxyd hinterlassen, was annähernd
OTTder Formel 0 Tj>Bi ■ 0C 14 H 9 0 8 entsprechen würde. Wie die Chemische Fabrik v. Heyden
in Radebeul bei Dresden in ihrer Patentschrift Nr. 172 933 vom 14. Juli 1905 angibt,entsteht das gleiche basische Wismutmonotannat auch, wenn eine Lösung von Wismut-nitrat mit dem Dreifachen der äquimolekularen Menge von gerbsaurem Natrium gekochtwird. Vermeidet man jedoch bei dieser Umsetzung das Erwärmen, so erhält man anTannin reichere Wismuttannate, deren Zusammensetzung dem Wismutditannat
- 14 — 9 ,-. 8 nahekommt.
OH — Bi
OC 14 H„0
Zur Darstellung eines solchen Präparates gibt die Patentschrift die folgende Vor-schrift: Zu einer Lösung von 854 g Tannin und 340 g Soda in 4 1 Wasser läßt manunter Rühren eine Lösung von 322 g Wismutnitrat und 52 g Salpetersäure in 350 comWasser laufen, wäscht den Niederschlag mit Wasser aus und trocknet ihn bei 40°.
Eigenschaften und Identitätsreaktionen. Leichtes, hellgelbes Pulver vonsehr schwach säuerlichem Geschmacke. Der kalte, wässerige Auszug reagiert ganz schwachsauer uud gibt mit Eisenehlorid schwache Blaufärbung. In kalter Natronlauge ist esvöllig löslich, ebenso in verdünnter Salzsäure. Der Gehalt an Wismutoxyd beträgt etwa20 Proz. und schwankt oft um einige Prozente, je nach dem Gehalte an Wasser, das bei100—110° entweicht. Ein so getrocknetes Präparat enthält 24,7 Proz. Bi 2 0 8 , kommt alsoder obigen Formel des Ditannates nahe, der 26,8 Proz. Bi 2 0 3 entsprechen (Zernik fand indem HandelspräpaTat nur 19,35 Proz. Bi 2 0 3 ). Beim Kochen spaltet Bismutum bitannicumTannin ab und geht über in das Monotannat.
Anwendung. Neben der Anwendung bei akuten und chronischen Darmkatarrhenist es auch bei nässenden Ekzemen angezeigt, wo das Präparat seiner Konstitution nachzweifellos eine sehr starke sekretionsvermindernde, austrocknende Wirkung ausübt. Mangibt innerlich täglich mehrmals 0,5 g.
Bismutum jodosalicylicum, Jodylin, jodsalicylsaures Wismut, ein hellgraues,jodähnlich riechendes Pulver, wurde als Ersatz für Jodoform als Wundantisepticum emp-fohlen. Fabrikant: Chemische Fabrik von Ostebmayeb in Erfurt.
Bismutum OXybromatum. Gelbliches, feines Pulver, das von den gewöhnlichenLösungsmitteln nicht aufgenommen wird. Es wird empfohlen bei nervöser Dyspepsie sowiehei hysterischen Erscheinungen, welche von Magenschmerzen und Erbrechen begleitet sind.Dosis 0,3—0,4 g.
Bismutum OXyjOdatum SubgalliCUm, Wismutoxyjodidgallat, Airol, Oxyjodo-gallat de Bismuth (Belg. und Helv.), enthält 24 Proz. Jod und 46 Proz. Wismutoxyd(Belg.). (Zu Bd. I S. 492.) Ein graugrünes, in Wasser und Alkohol unlösliches, geruch-und geschmackloses Pulver, löslich in verdünnten Säuren und Natronlauge. Mit konzen-trierter Schwefelsäure erhitzt, entwickelt es violette Dämpfe. Eine Lösung in sehr ver-dünnter Salzsäure (0,1 :10) färbt sich nach Zufügung von 2 Tropfen Eisenchlorid dunkel-grün und gibt mit SH 2 einen schwarzen Niederschlag.
Prüfung nach Ph. Helv.: Wird Bismutum subgallicum oxyjodatum mit Wassergeschüttelt, so sollen in dem sich absetzenden Niederschlage keine gelben Teilchen zu er-kennen sein (basisches Wismutgallat). Kocht man 1 g mit 5 ccm verdünnter Schwefel-säure, so darf das Filtrat auf 1 ccm Diphenylamin*) geschichtet, an der Berührungsflächeder beiden Flüssigkeiten keine blaue Zone geben. Zur Bestimmung des Jodgehaltes wer-
f ) 0,5 g Diphenylamin gelöst in einem Gemisch aus 100 g Schwefelsäure und 20 g