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Balsamum Cativo. Balsamum Copaivae.
Gelatine-Bad. Glycerin-Bad.
Kp. Gelatinae 120,0 &P- Glycerini
150,0
Aquae fervid. 20 Liter. Gummi Tragacanth.
50,0
S. auf ein Bad. c °1 ue cum
Aquae
1000,0
201 Wasser zuzusetzen.
Säure-Bad.
Rp. Acid. nitric. 30,0
Acid. hydrochloric. 60,0
Aquae 60 1.
In einer Holzwanne zu mischen.
Balsamum Cativo.
Unter der Bezeichnung Cativo- (auch Cattevo-) Balsam ist im Handel ein Harz-produkt aufgetaucht, als dessen Stammpflanze Prioria copaifera Griseb. wahrscheinlichist. Der bis 100 Fuß hohe Baum ist in Columbien und Venezuela verbreitet (er heißt da-selbst „Cativa") und gehört zur Familie der Caesalpiniaceae.
Beschreibung. Der Balsam besitzt grünlichbraune Farbe, ist zähflüssig, starkklebrig und von eigentümlichem, unangenehmem Gerüche, der besonders beim Erwärmenhervortritt. In den üblichen Lösungsmitteln ist der Balsam völlig löslich, bis auf Ver-unreinigungen, die meist aus Holzteilchen und Insektenleibern bestehen. Säurezahl 126,92bis 131,97, Esterzabi 25,27—28,13, Verseifungszahl (1 Stunde heiß) 153,58—157,24.
Bestandteile. Nach Weigel besteht der Balsam zu 75—80 Proz. aus Harzsäuren(Kesinolsäuren); etwa 13 Proz. unverseif barem Besen, 2 Proz. ätherischem Öle, 3 Proz. Feuch-tigkeit und Verunreinigungen, 1,54 Proz. Asche.
Verwendung. Infolge seiner stark klebrigen Eigenschaft wird der Balsam alsErsatzmittel für Terpentin in der Fabrikation von Fliegenleim und Klebstoffen empfohlen.Der hohe Gehalt an verseifbaren Bestandteilen macht ihn auch zur Herstellung von Harz-seife und als Bindemittel in der Papier- und Stuckbranche geeignet. Auf seinen medi-zinischen Wert ist der Balsam noch nicht untersucht.
Balsamum Copaivae. (Zu Bd. i s. 444.)
Handelssorten. Nachzutragen sind Maranhambalsam aus der brasilianischenProvinz gleichen Namens und Surinam-Copaivabalsam aus Niederl. Guayana, derauch Hoepal- oder Hoaper Ol genannt wird. Der Maranhambalsam ist ein hellerBalsam von dünner Konsistenz, ähnelt dem Parabalsam und wird in England viel be-gehrt. Der Surinambalsam soll nach van Itallie dem Bahiabalsam gleichen. Copaiva-balsam wird meist trübe, schleim- und wasserhaltig eingeführt, so daß er einer Klärungund Reinigung bedarf, ehe er in den Medizinalhandel gebracht werden kann.
Eigenschaften. Daß Copaivabalsam nicht oder doch nur wenig fluoresciert, trifftnicht in allen Fällen zu; es werden häufig echte Handelsbalsame von dunkler Farbe ge-funden, die — zumal in geklärtem Zustande — deutliche Fluorescenz zeigten. NachGehe & Co. hat Parabalsam durchschnittlich ein spez. Gewicht von 0,92—0,93, Säure-zahl 30, Esterzahl 18. Er ist häufig infolge hohen Gehaltes an ätherischem Öl (bis 80 Proz.)in 96 proz., ja selbst in absolutem Alkohol völlig unlöslich; erst durch Mischen mit harz-reicherem, z. B. Maracaibobalsam, wird er meist löslich. Ebenso verhält sich anscheinendder von Itallie und Nieuwland untersuchte Surinam-Balsam, dessen Ölgehalt zwischen41 und 71,6 Proz. schwankt; das spez. Gewicht betrug 0.9535—0,9611, Säurezahl 14,65—59,19,Verseifungszahl 25,2—77,4.
AlsUnterscheidungsmerkmal für die verschiedenenHandelssorten kann(nach van Itallie und Nieuwland) folgende Reaktion dienen: Man setzt zu einem Gemischeaus 1 Tropfen Balsam und 1 cem Essigsäureanhydrid einen kleinen Tropfen konzentrierte