Druckschrift 
Erg.Bd. (1908)
Entstehung
Seite
103
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Asellus.

nicht klar, aber sie soll so wohlschmeckend sein, daß sie selbst für sehr empfindliche Ge-schmacksorgane als wirklich wohlschmeckender Lebertran gelten könnte.

Oleum Jecoris aromaticum, nach Dr. med. Standke hergestellt von Töllnee &Bergmann in Bremen, wird mutmaßlich analog dem Ol. Ricini aromat. derselben Firma dar-gestellt. (Siehe dieses.)

ft Oleum Jecoris desoxydatum phosphoratum. Bekanntlich beruht die Verminde-rung des Phosphorgehaltes in Phosphorölen zum größten Teil auf einer Oxydation des Phos-phors. Als bestes und einfachstes Mittel, diese Oxydation zu verhindern, fand Schweissingekeine geringe Menge Limonendampfes. Andere Terpene sind wegen des Stärkeren Geruchesweniger zu empfehlen. Ein auf die genannte Weise mit Lebertran hergestelltes Phosphoröl(1 : 200) hält sich noch nach Monaten völlig hell. Fabrikant: Dr. Schweissingeb, Johannis-Apotheke in Dresden. Aufbewahrung: Sehr vorsichtig.

Oleum Jecoris effervescens, brausender Lebertran, der bedeutend angenehmerschmeckt als gewöhnlicher Tran, wird durch Imprägnieren des Lebertrans mit Kohlensäurenach D. B. P. 109 446 erhalten. Fabrikant: Chem. Fabrik Helfenberg A.-G. in Helfenberg i. Sa.

Oleum Jecoris Aselli ferratum, Eisenlebertran (Ergänzb. in), Oleum Jecoris

Aselli CUm BenZOatO ferriCO (Nederl.) Ergänzb. III: 20 Teile konzentrierter Eisen-lebertran und 80 T. aromatischer Lebertran werden gemischt. Nederl.: In eine Lösungvon 3 Teilen Natriumbenzoat in 15 T. Wasser gießt man eine Mischung aus 2,4 T. Eisenchlorid-lösung (spez. Gewicht 1,4701,482) und 25 T. Wasser. Der auf dem Filter zu sammelndeund mit Wasser chlorfrei zu waschende Niederschlag wird möglichst ohne Verlust vom Filtergenommen, zwischen Fließpapier gepreßt und durch Verreibung mit ca. 15 T. wasserfreiemXatriumsulfat getrocknet. Die trockene Mischung digeriert man bei 3032° mit 250 T.Lebertran bis zur Lösung des Eisenbenzoats und filtriert vom Natriumsulfat ab.

Oleum Jecoris Aselli ferratum concentratum (5 pl.), konzentrierter Eisenleber-tran (5 fach) (Ergänzb. III): 20 Teile Eisenchloridlösung verdünnt man mit 500 T.Wasser. Andererseits löst man 34 T. gepulverte Ölseife unter Erwärmen in 1000 T.Wasser, läßt die Lösung erkalten und gießt in dieselbe unter Umrühren langsam die obigeEisenlösung. Den Niederschlag sammelt man auf einem dichten Tuche, wäscht mehrmalsmit Wasser aus und befreit im Wasserbade vom anhaftenden Wasser. Dann digeriertman mit 30 T. Olivenöl unter ständigem Umrühren, bis Lösung erfolgt ist. Nach demErkalten ergänzt man mit Lebertran auf ein Gesamtgewicht von 1000 T. und nitriertnach einiger Zeit.-

Oleum Jecoris Aselli ferrojodaium, Jodeisenlebertran (Ergänzb. III), Oleum

Jecoris Aselli CUm Jodeto ferroso (Nederl.) Ergänzb. HI: 1,64 Teile Jod werdenin einem Mörser fein gepulvert und mit 50 T. Mandelöl angerieben. Nachdem das Jodgelöst ist, setzt man 1 T. gepulvertes Eisen zu und weiterhin so viel Lebertran, daß dasGesamtgewicht 1000 T. beträgt. Nach wiederholtem kräftigem Durchschütteln läßt manabsetzen und filtriert. Ferrojodidgehalt ca. 0,2 Proz. Nederl.: 5 Teile zerriebenes Jodwerden in 394 T. Lebertran gelöst. Nach Zugabe von 10 T. gepulvertem Eisen schütteltman die Mischung während 12 Stunden häufiger durch, läßt dann 24 Stunden absetzenund gießt, sofern kein freies Jod mehr vorhanden ist (was durch Schütteln einiger Tropfenmit Jodkaliumstärkekleister erkannt wird) klar vom Bodensatz ab. Andernfalls wird dieMaceration noch fortgesetzt. Für dieses Präparat soll ein Lebertran verwandt werden,der außer den sonst für Lebertran vorgeschriebenen Prüfungen noch folgende aushält:Lost man 0,01 g Jod in 10 g Lebertran und schüttelt die Lösung nach 4 Stunden mitJodkaliumstärkekleister durch, so soll eine Blaufärbung eintreten. Ferrojodidgehaltca. 1,5 Proz.

Bestimmung des Eisenjodürs im Jodeisenlebertran nach Pharm. Nederl. IV:20 g Jodeisenlebertran werden in einem Kolben mit je 20 ccm Spiritus (90 proz.) und Kali-lauge (20 proz.) unter öfterem Umschütteln eine Stunde lang auf dem Wasserbade am Steig-rohr (oder Rückflußkühler) erwärmt. Dann gibt man 150 ccm Wasser zu, erwärmt wiedereine Stunde, sammelt den entstandenen Niederschlag auf einem Filter und wäscht mit war-mem Wasser aus. Darauf übergießt man das Filter mit Inhalt in einem Schälchen mit20 ccm verdünnter Schwefelsäure (20 proz.) und erwärmt, bis das Eisenhydroxyd gelöst ist.Man filtriert und wäscht Schale und Filter mit warmem Wasser nach, bis Rhodankaliumdas Filtrat nicht mehr rot färbt. Darauf fügt man tropfenweise Permanganatlösung (1:200)2 u, bis die Rotfärbung nicht mehr sofort verschwindet, und erwärmt mit ein wenig Spiritus,um das überschüssige Permanganat zu entfernen. In der abgekühlten Flüssigkeit werden