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Erg.Bd. (1908)
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Aisenum.

1. Um die Anwesenheit von Arsen überhaupt zu zeigen, werden die Proben nachReinsch, Marsh und Gützeit ausgeführt. Verlaufen diese negativ, so kann auch keinAtoxyl zugegen sein. Bei positivem Ausfall wird 2. ein Teil der Lösung unverändert, einzweiter nach der Oxydation mit Kaliumchlorat und Salzsäure a) mit BETTENDORrsehem Re-agens, b) mit Schwefelwasserstoff geprüft. Tritt in der unveränderten Lösung keine, in deroxydierten Lösung aber eine positive Reaktion ein, so ist die Anwesenheit von Atoxyl unddie Abwesenheit von anorganischem Arsen anzunehmen. Zur Charakterisierung des Atoxylsals solches versetzt man je einen Teil der ursprünglichen Lösung mit Silbernitrat und mit Kupfer-sulfat und überschichtet mit Ammoniak; es entsteht dann eine weiße bzw. grüngelbe Zone.Jedoch haben diese Reaktionen wegen der meist gleichzeitig anwesenden Phosphorsäure keinenallzu großen Wert. Tritt mit BETTENDORESchem Reagens und mit Schwefelwasserstoff so-wohl in der ursprünglichen wie in der oxydierten Lösung eine positive Reaktion ein, so kannneben anorganischem Arsen noch Atoxyl zugegen sein. Zum Nachweise von Atoxylneben Mineralarsen fällt man das letztere durch Schwefelwasserstoff quantitativ ausund prüft dann das vom Schwefelwasserstoff befreite Filtrat, wie unter 1 und 2 a und b an-gegeben.

Atoxyl-Elsenwasser enthält pro Flasche 0,1 g Atoxyl neben Eisencitrat in kohlen-saurem Wasser, Fabrikant: Apotheker Dr. Meyer in Berlin SW.

j- Histogenol. Um die Wirkung des als Arrhenal in den Handel gebrachten methyl-arsinsauren Natrons noch zu erhöhen, wurde dasselbe mit Nucleinsäure vereinigt,. Manmischt 5 Teile methylarsinsaures Natron mit 20 T. Nucleinsäure. Dieser Mischung werdenganz ausgezeichnete Wirkungen auf das Allgemeinbefinden Tuberkulöser nachgerühmt. Auf-bewahrung: Vorsichtig.

Pinkpillen, Pilules Pink pour personnes päles du Dr. Williams, sind den Blaud-schen Pillen ähnliehe Eisenpillen, die 0,1 Proz. Arsen (!) enthalten (Küptsche). Nach An-gaben der Firma Gablin & Co. in Paris enthalten sie pro dosi 0,05 g Ferr. sulfuric, 0,07 gKalium carbonic, 0,02 g Mangan, oxyd. und 0,05 g Neurämin. Letzteres soll eine Verbin-dung (?) a aus Lecithin, Smilacin und Humatin sein. Unter Neurämin ist nach Zeknikwahrscheinlich nur Lecithin oder ein lecithinhaltiger Körper zu verstehen.

Antidotum Arsenici (Ph. Dan.).

Up. Liquor. Fern sesquichlor.

(50 Proz. FeClj.6H 2 0) 150,0

Aquae destill. 825,0

Magnes. ustae 25,0.

Granula Dioscoridis (Ph. Dan.).

Kp. Acid. arsenicosi 1,0

Gummi arab. 2,0

Sacchar. lactis 37,0

Sirup, simpl. q. s. ad pilul. Nr.

Pilul. Acid. arsonicos. kerat. (Unna).Up. Acid. arsenicos. 0,5

Carbon, pulv. 3

werden sehr fein miteinander verrieben und nachdem Zusatz von

Sap. medicat. pulv. 0,5mit

Seb. pilul. kerat. 6zu einer Masse angestoßen, aus der 100 Pillengeformt werden, die man lege artis mit Keratinüberzieht. (Näheres über das Keratinieren vonPillen siehe unter Pilulae.)

Arsen - Kupferlösung zur Vertilgung von Pflanzenschädlingen an Feldfrüchten,Weinstöcken und Obstbäumen stellt man nach Riohe vornehmlich nach folgenden Vor-schriften dar:

I.

Kupfersulfat

2,0

gelöschter Kalk

2,0

Schweinfurt. Grün

0,210

Wasser

150,0

II.

Kupfersulfat

2,0

Wasser

50,0

Der Lösung setzt man zu eine

Lösung

Natriumarscnit

0,150

Wasser

1,0

und zuletzt

gelöschten Kalk

1,0

Wasser

50,0

III.

Roggenmehl

1,0

Schweinfurt. Grün

0,240

Wasser

100,0

IV.

Koggenmehl

0,800

Wasser

90,0

gelöschter Kalk

0,20

Wasser

10,0

Schweinfurt. Grün

0,1.

Das vorgeschriebene Mehl wird mit einer kleinenMenge heißen Wasser zu einem dünnen Kleisterangerührt und dann erst das übrige Wasserzugesetzt.

Pasta arsenicalis.

Arsenpaste zur Behandlung cariöserZähne.3ip. Acoini

Aquae destill, gtts. nonull.Solve, addeAcid. arsenicosiPulv. Cobalti ää

Glycerini

Diese Acoin enthaltende Paste bildet keinenSchorf und läßt das Arsen schnell zur Wirkunggelangen. (Näheres über die Keratinisen sieheunter Pillulae.)

2,0

1,00,5.

I