Vinca. — Vincetoxicum.
Vinum.
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Vinca.
Gattung der Apocynaceae — Plumieroideae — Pluiniereae — Alstoniinae.
Vinca minor L. Heimisch von England und Deutschland bis zum Kaukasus undKleinasien. Niederliegend. Stengel, meist seitlich aufrecht, in eine Bliithe endigend.Laubblätter elliptisch bis lanzettlich, kurz gestielt, ganzrandig, spitz. Kelchblätter undKronenzipfel kahl.
Vinca major L. Verbreitung wie vorige, aber mehr südlich. Grösser wie vorige.Laubblätter eiförmig, vorne verschmälert, am Grunde fast herzförmig. Kelchblätter undKronenzipfel gewimpert. Beide liefern:
Herba Vincae pervincae. — Sinngrün. Wintergrün. Todtenmyrthe. — Feuillede pervenehe grande et petite (Gall.). — Evergreen.
Wird als Bittermittel noch hier und da im Handverkauf unzerkleinert abgegeben.
Vincetoxicum.
Gattung der Asclepiadaceae — Cynanchoideae — Asclepiadeae — Cynanchinae.— Jetzt zu Cynaiichum gezogen.
Cynanchum Vincetoxicum (L) Pers. (syn. : vincetoxicum off icinale Mönch).
Stengel bis 50 cm hoch, ausser einer flaumigen Längslinie kahl. Blätter kurz gestielt,herzeiförmig oder eilanzettlich, zugespitzt, ganzrandig. Bluthen weiss mit gelblichemStaubblattkranz. Liefert im Ilhizom mit den Wurzeln:
Radix Vincetoxici seu Asclepiadis seil Hirundinariae. — Schwalbenwurzel.ßiftwurzel. — Souche d'asclepiade ou de dompte-venin (Gall.).
Beschreibung. Der Wurzelstock ist bis 6 cm lang, 6 mm dick, gelb bis bräunlich,die Wurzeln bis 1 mm dick.
In der breiten Rinde und im Mark zahlreiche Oxalatdrusen und Milchsaftschläuche,die Markstrahlen im Holz sind eine Zellreihe breit. Bastfasern und Steinzellen fehlen.
Hestandtheile. Ein Glukosid Vincetoxin C 10 H l2 O 6 , das in einer in Wasserlös-lichen und darin unlöslichen Form in der Droge vorkommen soll, ferner Asclepin, Ascle-piadin oder Cynanchin, das der wirksame Bestandtheil sein soll: gelbe, amorphe Massevon bitterem Geschmack, deren wässerige Lösung durch Tannin gefällt wird. KoncentrirteSalzsäure färbt es grün; wirkt zu 0,2 g brechenerregend, kleinere Dosen purgirend.
Anwenduny. Als Arzneimittel veraltet, wird die Droge noch beim Vieh in Gabenvon 10—20 g verwendet.
Vinum.
Vinum. Wein. Vin. Wine.
Die Pharm. Germ. IV sagt unter dem Abschnitt „Wein" :
„Das durch Gährung aus dem Safte der Weintrauben hergestellte Getränk,unverfälscht und von guter Beschaffenheit. — Die Untersuchung und Beurtheilungdes Weines richtet sich nach den jeweils geltenden, allgemeinen, gesetzlichen Be-stimmungen und den dazu ergangenen Ausführungsverordnungen, unbeschadet dernachstehenden Forderungen.
Der Gehalt des Weines an Schwefelsäure darf in 100 cem Flüssigkeit nichtmehr betragen, als 0,2 g Kalinmsulfat entspricht.
Xeres und andere Südweine, z. B. Madeira, Marsala, Gold-Malaga,Gelber Portwein, Trockenweine Ungarns, Syriens, Griechenlands, desKaplandes und anderer Weinbaugebiete sollen in 100 cem nicht weniger als 11 g
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