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Tilia.
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II. Thymus CapitatUS Lk. (syn.: Thymus creticus Brot.). Heimisch im Mittel-meergebiet, Liefert: Herba Thymi cretici. Das ätherische Oel ist qualitativ dem■"on I ganz ähnlich.
III. Thymus Serpyllum L. vergl. Serpyllum.
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Tilia.
Gattung der Tiliaceae — Tilieae.
I. Tilia Ulmifolia Scopol! (syn.: Tilia parvifolia Ehrl).), Winterlinde,
heimisch im grö'ssten Theile Europas und Nordasiens. Blätter beiderseits kahl, Unterseiteblaugrün, in den Achseln der Sekundärnerven rostgelb bärtig. Blüthen in Trugdolden,diese 5—llblüthig, durch Umwendung der Hochblätter nach oben gerichtet. Blnmenkroneradförmig ausgebreitet. Staubblätter 20—40. Nuss undeutlich-kantig, dünnschalig.
II. Tilia platyphyllOS Scopoli (syn.: Tilia grandifoliaEhrh.), Sommerlinde.
Mehr im Südosten heimisch, aber durch die Kultur weit verbreitet. Blätter beiderseitsK'eichfarbig, weichhaarig, Trugdolden 2—öblüthig, hängend. Nuss kantig, mit holziger Schale.
Beide Arten liefern:
Flores Tiliae (Austr. Germ.). Flos Tiliae (Helv.). — Lindenblüthen. — Fleurde tilleul (Gall.). — Linden flowers. Lime-tree flowers.
Beschreibung. Der Blüthenstand (von II) entsteht in der Achsel eines Laub-Wattes und endigt mit einer Gipfelblüthe. Er trägt 5 Blätter, von denen 2 transversalzum Laubblatte stehen, das eine verwächst mit der Achse des Blüthenstandes und bildetdas grosse trockenhäutige Blatt des Blüthenstandes. An diese beiden Blätter schliessen sicham oberen Theile der Blüthenstandaehse 3 weitere, zu den ersten nach 2/5 geordnet, inden Achseln der beiden obersten entspringen Blütheu, mit deren Stil die beiden Blätter eineStrecke weit verwachsen sind. Die Stiele tragen wieder je 2 Vorblätter, aus der Achseldes einen derselben entspringen wieder Blüthen, deren Stiel wieder mit dem entsprechen-den Blatt verwachsen ist.
Im Gewebe der Blüthenstiele, des Kelches, der Blumenblätter etc. grosse Schleim-lücken, die durch Vereinigung benachbarter Schleimzellen, in denen der Schleim als Wand-verdickimg entsteht, zu Stande kommen. Auf den Blumenblättern und der Fruchtknoten-wand Büschelhaare, auf den Kelchblättern Einzelhaare.
Bestandtheile. 0,038 Proe. ätherisches Oel von angenehmem Geruch, farblos,dünnflüssig, mit Aether und Alkohol in jedem Verhältniss mischbar. Ferner Schleim,Wachs, Zucker, Gerbstoff. Die trockenhäutigen Blätter enthalten kein ätherisches Oel,w ohl aber Schleim.
Verwechslungen. Es werden zuweilen die Blüthenstände anderer, an Wegen etc.angepflanzter Arten gesammelt, so von Tilia argen tea Des f. aus Ungarn, T. americana L.und T. pubescens Ait, beide aus Amerika, sowie Bastarde, die diese mit unsern Artenbilden sollen. Die Blüthen aller dieser dürfen nicht verwendet werden, unterscheiden sicha nch meist durch unangenehmen Geschmack des Aufgusses ohne weiteres.
Einsammlung. Man sammelt die Blüthen mit den Flügelblättern also nur von denbeiden genannten Arten, von denen die Sommerlinde im Juni, die Winterlinde etwa 14 Tages Päter aufblüht, bei heiterem Wetter; trocknet und bewahrt sie theils ganz, theils geschnittenin Blechbüchsen, nach Austr. nicht über 1 Jahr auf. 7 Th. frische geben 2 Th. trockne.Der angenehme Geruch geht beim Trocknen grösstentheils verloren.
Die ohne die Flügelblätter gesammelten Flores Tiliae sine bractei s der Drogistensind trotz ihrer grösseren Wirksamkeit nach dem Wortlaute der Arzneibücher nicht als■vorschriftsmässige Waare zu betrachten.
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