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Terpinum.
Sanilas, ein Konservirungsmittel für Fleisch, Fische etc., ist ein Wasserstoffsuper-oxyd und Terpentinöl enthaltendes Wasser.
Ungtieiilum Sanitas von Bengen in Hannover, gegen Mauke und dergl., gleichtim Aussehen gelber Vaseline und enthält angeblich ozonisirtes Terpentinöl.
Universalhalsaui von Nohascheck ist Ol. Terebinth. sulfurat.
Universaliiiittel gegen Rheuma, von J. Janke. Rüböl, Petroleum, Terpentinöl,Wacholderöl und Wasser.
Tenos von K. Stock, gegen Beinschäden, ist eine Salbe aus Wachs, Olivenöl,Terpentin und Picrocarmin.
Wundbalsam von Oelmann. Venet. Terpentin in Alkohol gelöst.
Wllliderbalsam. 1. von Gragge: Ol. Petrae, Ol. Terebinth., Ol. rubrum. 2. Eng-lischer: Ol. Olivar. und Terebinth. mit Anilingrün gefärbt.
Zopissacoinposition, Szeeelemi's, ist ein Gemisch aus Wachs und Harz.
Terpinum.
I. Terpinum hydratlim. (Germ. Helv.). Terpinhydrat. Terpin. Terpine(Gall.). Terpiiii Hydras (TJ-St). C 10 H ls (OH) 2 . H 2 0. Mol. Gew. = 190.
Diese Verbindung entsteht zuweilen, wenn man Terpentinöl mit kleinen MengenWasser längere Zeit sich selbst überlässt. In reichlicheren Mengen wird sie gebildet,wenn man den Eintritt des Wassers durch die Gegenwart von Alkohol und von Säurenvermittelt. Gewöhnlich benutzt man Salpetersäure, doch könnte auch Salzsäure oder Schwefel-säure angewendet werden.
Darstellung. Man mischt 39 Th. Salpetersäure von 1,39 spec. Gewicht mit 11 Tb.destillirtem Wasser. Nach dem Erkalten giesst man die Mischung auf einen Porcellan-teller, fügt 50 Th. Alkohol von 85 Vol. Proc. sowie 200 Th. französisches Terpentinöldazu und lässt den Teller, mit Papier lose bedeckt, unter gelegentlichem Umrühren längereZeit an einem kühlen Orte (15 — 20° C.) stehen. — Bisweilen erscheinen schon nach einigenTagen, bisweilen aber auch erst nach mehreren Wochen Krystalle in der Flüssigkeit.Wenn die Menge der Krystalle nicht mehr zunimmt, so sammelt man sie, presst sie a uund neutralisirt die Mutterlauge mit Alkali, worauf sich noch eine ziemlich beträchtlicheMenge Terpinhydrat abscheidet. Zur Peinigung krystallisiit man das Rohprodukt mehr-mals aus 95 procentigein Alkohol um.
Die Bildung des Terpinhydrat es ist von der Temperatur stark abhängig. Bei z"hoher Temperatur tritt leicht Verharzung der Mischung ein, bei zu niedriger Temperaturverläuft die Terpinbildung sehr langsam. Die Bedingungen, unter welchen die Terpin -bildung stattfindet, sind überhaupt noch nicht recht bekannt, daher kann gelegentlich ein-mal ein Darstellungsversuch ganz negativ verlaufen.
Eigenschaften. Ein aus glänzenden, farblosen und fast geruchlosen Prismen be-stehendes Krystallpulver von schwach aromatischen), etwas bitterlichem Geschmacke. Esschmilzt, im Kapillarrohre rasch erhitzt, zwischen 116—117° C. und verwan-deil sich dabei unter Abgabe von Wasser in die Terpin oder wasserfreiesTerpin genannte Verbindung C 10 H 18 (OH). 2 , welche, wenn sie wieder fest ge-worden ist, bei 102—103° C. schmilzt und bei 258° C. unzersetzt sublimirt-Da dieser Uebergang des Terpinhydrates schon beim Liegen über konc. Schwe-felsäure, ja selbst beim Liegen an trockener Luft theilweise stattfindet, sokommt es, dass ein sonst reines Terpinhydrat gelegentlich einmal etwas nie-driger als bei 116—117° C. schmilzt. Terpinhydrat löst sich in etwa 250 Th.kaltem oder 32 Th. siedendem Wasser, in etwa 10 Th. kaltem oder in 2 Th.siedendem Weingest, in etwa 100 Th. Aether, 200 Th. Chloroform, 1 T a -siedender Essigsäure, ferner auch in Methylalkohol, Amylalkohol, Essigäther,Aceton, Benzol und Schwefelkohlenstoff. Unlöslich ist es in Petroläther, wenig löslich inätherischen Oelen, einschliesslich des Terpentinöls.
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Terpin.