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Sulfur.
Wasser unter Erwärmen ans, so soll das Filtrat weder durch Baryumohlorid (Schwele -säure) noch, nach dem Uebersättigen mit Ammoniak, durch Ammoniumoxalat getruwerden (Kalk). — Die quantitative Ermittelung des Kalkgehaltes würde durch Verbrennenvon 1 g des Schwefels zu geschehen haben. — 2) Wird 1 g des Schwefels mit 10 comWasser erwärmt, so soll Geruch nach Schwefelwasserstoff nicht auftreten und das Filtradarf weder durch Silbernitratlösung getrübt (Chlor) werden, noch mit Bleiacetatiösusgeine dunkle Färbung geben (lösliche Sulfide).
Aufbewahrung. Es ist wichtig, dass der gefällte Schwefel gut getrocknet mtrocknen, dicht zu verschliessenden Gefässen aufbewahrt wird. In Gefässen mit nur loseaufliegendem Deckel zieht er allmählich Feuchtigkeit an und wird dann schliesslich sauer-
Anwendung. Die Wirkung des gefällten Schwefels ist die gleiche wie diejenigedes gereinigten Schwefels. Man glaubt aber, dass die Wirkung des gefällten Schwefelswegen seiner feineren Verkeilung eine energischere ist, als diejenige des gereinigtenSchwefels.
Um zu entscheiden ob der in einer Mischung enthaltene Schwefel als präcipitirteoder sublimirter oder gepulverter Stangenschwefel enthalten ist, genügt die mikrospisciieBetrachtung bei 150—250facher Vergrösserung. Der präcipitirte Schwefel stellt meis
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Fig. 156.Prücipitirter Schwefel.
Fig. 167.Sutoümirter Schwefel.
250fache Vergrösserung.
Fig. 158.Gepulverter Stangenscliwefel.
einzelne, seltener zu mehreren zusammenliegende Sphaero'ide dar. Bei dem sublinurtenSchwefel sind zwar auch einzelne Sphaero'ide vorhanden, aber zum grossen Theil sind siezu ausgedehnteren Schollen zusammengebacken. Bei dem gepulverten Stangenschwefestellen die Partikel unregelmässig begrenzte Krystalltrümmer dar mit scharfen Kanten.
Eigenschaften des Schwefels im allgemeinen. Der Schwefel tritt in drei allo-tropen Modifikationen auf:
1) Als rhombischer oder oktaedrischer Schwefel, gewöhnlicher Schwefel,a-Schwefel; dieses ist die gewöhnliche und beständige Modifikation. Sie krystallisirtaus einer Lösung des Schwefels in Schwefelkohlenstoff. — 2) Prismatischer oder mono-klinischer Schwefel, /J-Schwefel. Dieser entsteht beim langsamen Erkalten von ge-schmolzenem gewöhnlichen Schwefel. Man schmilzt z. B. in einem Tiegel gewöhnlichenSchwefel und wartet ab, bis sich an der Oberfläche eine feste Decke gebildet hat. Sobalddies der Fall ist, so sticht man die Decke durch und giesst den noch flüssigen Schwefelab. Beim Zerschlagen des Tiegels zeigt es sich, dass die bereits erstarrten Antheile desSchwefels aus prismatischen Krystallen bestehen. Das spec. Gewicht derselben ist 1,96 bi1,98. Sie lösen sich in Schwefelkohlenstoff, aus dieser Lösung krystallisirt wieder okta-edrischer Schwefel. Beim Liegen an der Luft zerfallen die prismatischen Krystalle binnenwenigen Tagen in kleine Oktaeder. — 3) Amorpher oder plastischer Schwefel, ent-steht, wenn man Schwefel auf 250° C. erhitzt und alsdann in dünnem Strahle in kaltesWasser giesst. Bräunliche, durchsichtige knetbare Massen, in Schwefelkohlenstoff unlöslich-An der Luft zerfallen sie allmählich in oktaedrischen Schwefel.
Da nur der oktaedrische Schwefel beständig ist, so beziehen sich die Angaben audiesen, wenn von Schwefel schlechthin die Bede ist.