Rosa.
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irischen Blumenblätter schichtet man auch mit ihrem halben Gewicht Kochsalz in einenTopf, beschwert sie mit einem Steine und bewahrt diese gesalzenen Rosenblätter, FloresRosae saliti, im Keller auf, um Rosenwasser daraus zu destilliren. Die getrocknetenBlätter, nach Helv. auch die der vorigen Art, dienen hauptsächlich zur Bereitung desRosenhonigs, sonst nur im Handverkauf gegen Durchfall etc.
III. Rosa damaSCena Mill. ebenfalls Kulturform von I. Charakterisirt durchstärkere, sichelförmige, ungleiche, oft rothe Stacheln. Liefert:
Flores Rosae damascenae. — Damascener Rosenblätter. — Petale de rosede Damas, de rose des quatre Saisons, de rose de Puteaux (Gall.).
Sammlung, Verwendung etc. wie bei der vorigen.
Oleum Rosae (Germ. Austr. Helv. Brit. U-St. Gall.). — Rosenöl. — Essence deRose. — Oil of Roses.
Darstellung. Rosenöl wird im grossen nur in Bulgarien am Südabhange desBalkan hergestellt. Die dort zur Oelgewinnung kultivirte Rose ist Rosa damaSCena"■liier, doch werden auch die Blüthen der zur Abgrenzung der einzelnen Felder dienenden«OSa alba L. mit zur Destillation verwendet. Die frisch gepflückten Rosen werden mitdem nothwendigen Quantum Wasser in kupferne Blasen gefüllt, die auf einem aus Steinengemauerten Herde stehen. Von dem Helme des Destillirapparates geht durch ein mitkaltem Wasser gespeistes Kühlfass hindurch, schräg nach unten geneigt, das Kühlrohr,Intel dessen Mündung die zum Auffangen des Destillats dienende Flasche gestellt wird.Nachdem der Blascninhalt durch ein Holzfeuer zum Sieden erhitzt ist. geht ölhaltiges"asser über, das erst, wenn es kohobirt, d. h. zum zweiten Male für sich destillirt wird,Rosenöl liefert. Nach bulgarischen Angaben sollen aus 3000 kg Rosen 1 kg Oel erhaltenVerden. Die Jahresproduktion schwankt zwischen 1500 und 4000 kg. Das bulgarische,oder, wie es meist genannt wird, „türkische" Rosenöl kommt in „Estagnons", das sindflache Flaschen aus verzinntem Kupferblech von 0,4 bis 3 kg Inhalt, in den Handel.Gegenüber den gewaltigen Mengen des in Bulgarien gewonnenen Rosenöls kommt das inSüdfrankreich, sowie in Miltitz hei Leipzig hergestellte Quantum für den Welthandelkaum in Betracht. Hingegen ist der Geruch des deutschen Oeles viel feiner und be-sonders auch intensiver als der des türkischen, was sich sowohl durch die sorgfältigere■Darstellungsweise als auch durch die unbedingte Reinheit des ersteren erklärt.
Eigenschaften. Rosenöl ist eine gelbe bis grünliche Flüssigkeit von starkem, inder Verdünnung höchst angenehmem Rosengeruch. Es hat zwischen -\- 21 und -4- 25° C.die Konsistenz des fetten Mandelöls und beginnt, wenn es abgekühlt wird, zwischen -f- 18Und —j- 21° C. feine, durchsichtige, spiossige oder lamellenförmige Krystalle von Paraffinabzuscheiden, die sich wegen ihres niedrigen speeifischen Gewichts zuerst an der Ober-fläche ansammeln, bei weiterer Abkühlung aber die ganze Flüssigkeit durchsetzen. Dasspeeifische Gewicht des Oeles liegt bei 20° C. zwischen 0,855 und 0,870 (0,860 Austr.,0,850—0,860 bei 30° C. Brit., 0,865—0,880 U-St.). Es reagirt schwach sauer und drehtden polarisirten Lichtstrahl sehr wenig nach links. Die Verseifungszahl beträgt 10—17.Wegen der Schwerlöslichkeit des Paraffins in Alkohol giebt Rosenöl selbst mit einemgrossen Ueberschuss von Spiritus trübe Mischungen, aus denen sich das Stearopten allmäh-lich krystallinisch abscheidet. Der flüssige Oelantheil, das sogenannte Eläopten, löst sichaber schon in Spiritus dilutns klar auf.
Bestandtheile. Das bei niedriger Temperatur sich abscheidende Stearopten istim reinen Zustande vollständig geruchlos und stellt ein Gemisch mehrerer Paraffineder Znsammensetzung C„H 2 » dar, die zwischen 21 und 41° C. schmelzen. Die Haupt-menge des Eläoptens besteht aus Geraniol, C 10 H 17 OH, das übrige ist ein Gemisch vonLinks-Citronellol, C 10 H 19 OH, Phenyläthylalkohol, C 8 H 9 0H, Links-Linalool,C 10 H l5 OH, normalem Nonylaldehyd, C 0 H 18 O, und Citral, C 10 H 16 O.
Prüfung. Um die gefährlichsten Fälschungsmittel des Rosenöls, nämlich Pal-marosaöl und Geraniumöl nachzuweisen, ist eine ziemlich umständliche Untersuchung