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2 (1902)
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Rosa.

Adhäsionsfett für Lederriemen ist Ricinusöl mit ca. 10 Proc. Talg.

Brillantine. 6 Ol. Ricini, 5 Ol. Olivar, 6 Spirit. Coloniens. (Riedel's Mentor).

Concentrated Castor-Oil in Kapseln, von Tayloe, ist Ricinusöl mit 0,5 ProcCrotonöl.

Bau du docteur Sachs, von Giebebt, ist ein Haarwasser aus Ricinusöl, Weingeistund Pikrotoxin.

Floricin, eine Salbengrundlage, ist in Vaseline löslich gemachtes Ricinusöl (Gehe)-

Gebhakd's Schönkeitsextrakt: Ricinusöl mit Glycerin ää.

Kiki, Uaaröl der Kleopatra, ist ein parfümirtes, mit Anilinblau gefärbtes Ri"cinusöl.

Laxol ist mit Saccharin und Pfefierminzöl versetztes Ricinusöl.

Oleum Ricini naphtholatum besteht aus 25,0 Ol. Ricini mit a-Naphthol, Ol. Menth-pip. und Chloroform ää 0,05 (Ph. P.).

Peruol der A.-Ges. f. Anilinfabrikation in Berlin, ein fast geruchloses Krätzemittel,ist Ricinusöl mit 25 Proc. Peruscabin (Benzoesäurebenzylester).

Ricinusöl, welches nach Art kohlensaurer "Wässer unter Druck mit C0 2 gesättigtist und einen angenehm prickelnden Geschmack besitzen soll (ebenso Leberthran undOlivenöl) bringt die Chem. Fabrik Helfenberg in den Handel (D. R.-P. No. 109446).

3) Die Rückstände der Oelfabrikation, die Ricinus-Oelkuchen, sind infolge desGehalts an Ricin äusserst giftig und können nicht wie andere Oelkuchen als Viehfutterbenutzt werden. Sie werden entgiftet durch Kochen (vergl. oben), roh dienen sie alsDünger und als Gift für schädliche Nagethiere.

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Rosa.

Gattung der Rosacea« Rosoideae Roseae.

I. ROSa galÜCa L. Heimisch in der Südhälfte Europas und im Orient. NiedrigerStrauch mit zerstreuten Stacheln, die theils borstenförmig und gerade, theils stärker undgekrümmt sind, dazwischen zahlreihe Drüsenhaare. Blätter mit fünf Blättehen und lineal-oblongen Nebenblättchen. Blüthen zu 12, ihre Stiele und Receptaculum mit drüsen-tragenden Borsten, äussere Kelchblätter fiederspaltig, Korollen purpurn. Früchte kugelig-Liefert:

Flores Rosarum rubrarum (Ergänzb.). Flos Rosae (Helv.). Rosae gallie aepetala (Brit). Rosa gallica (U-St.). Flores seu petala Rosae rubrae s. domesticae. Rothe oder Essigrosenblumenblätter. Fleur de rose rouge ou de rose deprovins (Gall.). Red rose. Red rose petals.

Hiervon sind die im Aufblühen begriffenen Blüthenknospen zu sammeln. Mantrennt die Blumenblätter mittels einer Scheere vom Kelch und behandelt sie im übrigen,wie die von II. Sie dienen zur Bereitung der Rosenkonserve.

Bestandtheile. 3,4 Proc. Zucker, 17,0 Proc. adstringirende Substanz,Quercitrin etc.

II. Rosa Centifolia L Kulturform der vorigen. 13 m hoch, von I. verschiedendurch ungleichere Stacheln. Blüthen rosa, fast stets gefüllt und die Blättchen zusammen-schliessend. Kelchblätter eilanzettlich. Früchte eiförmig. Liefert:

Flores Rosae (Germ. Austr.). Flos Rosae (Helv.). Rosa centifolia (U-St.). P e 'tala Rosae. Flores Rosae incarnatae s. pallidae. Rosenblätter. Rosenblumen.Rosenblttthe. Fleur de rose. Petale de rose ä cent feuilles ou de rose pÄl ß(Gall.). Pale Rose. Cabbage-rose petals.

Einsammlung, Aufbewahrung und Anwendung. Die Blumenblätter wer-den im Juni bei völlig trockenem Wetter von den vollkommen entfalteten Blüthen ohnedie Kelche gesammelt, schnell an der Sonne getrocknet, wobei sie an Farbe und Wohl-geruch wesentlich verlieren, und vor Lieht geschützt aufbewahrt. Wegen der in denBlüthen häufig enthaltenen Insektenlarven empfiehlt es sich, die Blätter einige Zeit mitAether- oder Chloroformdämpfen zu behandeln. 8 Th. frische geben 1 Th. trockene. Die