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Naphtholum.
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4. are Filtrat mit 1 ocm Chloroform. Bei Gegenwart von Abastroi nimmt letzteres gelbeFärbung an. Wird der Chloroformauszug verdunstet und der gelbe .Rückstand mit einigentropfen koncentrirter Schwefelsäure befeuchtet, so tritt Grünfärbung ein.
A'-Naphtholdisulfosaures Aluminium. Alumnol. (Ergänzb.) [Cj 0 H 6 (OH)SO 3 ] 8 . Al a— 1392. Die Darstellung erfolgt, indem man /MSfaphtholdisulfosaures Baryum mit Alu-minium sulfat umsetzt und das Filtrat zur Trockne verdampft.
Farbloses oder schwach-röthliches, nicht hygroskopisches Pulver, in Wasser leicht,"i Alkohol schwerer löslich, auch löslich in Glycerin, unlöslich in Wasser. Die Lösungenm Wasser und in Alkohol zeigen blaue Fluorescenz, die durch Zusatz von Alkalien ver-stärkt wird. Die wässerige Lösung reagirt sauer und wird durch Ferrichlorid blau gefärbt.
Wirkt antiseptisch und adstringirend und wird in 0,5—2proc. Lösung zum Ausspülenv °n Körperhöhlen, auch bei Gonorrhoe und die 4proc. zu Spülungen des Auges an-gewendet.
ß-Naphtholkarhonat. ^-Naphtholum caroonicum. Kolilensänre-/?-Naphthylester.^0 3 (C 10 H ? ) 2 = 314. Wird durch Einwirkung von Kohlenoxychlorid (Phosgen CO CLJ aufP-Naphtholnatrium erhalten.
Atlasglänzende, farblose, in Wasser unlösliche, in Alkohol schwer lösliche Blatt-° oen > Schmelzp. 176°. — Wird an Stelle des /3-Naphthols als Darmantisepticum empfohlen,da es nicht kratzend schmeckt und nicht reizend wirkt.
Benzonaphtholum. Benzoesäure-/S-Naphtholester. /?-Naphthylhenzoat. Ben-ote de naphthol ß (Gall.) C 6 H,C0 2 . C 10 H, =248. Wird dargestellt durch Erhitzen^on 25 Th. /i-Naphthol mit 27 Tb. Benzoylchlorid (C 6 H 6 C0C1) während l j t Stunde auf*'0 C. im Sandbade. Das Beaktionsprodukt wird zunächst dreimal mit 2proc. Natronlaugegewaschen, dann aus siedendem Alkohol umkrystallisirt.
. . Farblose, bei 107° C. schmelzende Nadeln, in Wasser schwer (1:10000) löslich,.eicht löslich in Alkohol und in Chloroform, schwer löslich in Aether. Wird im DarmeJB Benzoesäure und /?-Naphthol gespalten und deshalb als Darmantiseptikum empfohlen.J-agesgaben für Erwachsene bis zu 5,0 g, für Kinder bis zu 2 g.
Hydronaphtliol, ein von Amerika aus inscenirtes Präparat, angeblich ein Keduk-lonsprodukt des Naphthols, hat sich als ein plumper Schwindel, nämlich als unreinesP-Naphthol erwiesen.
/3-Naphtholmilchsäureester. Lactouaphthol. Lactol. CH 3 CH . (0H)C0 2 . C 10 H,~~<-16. Zur Darstellung lässt man auf ein Gemisch molekularer Mengen von /?-Naph-holnatrium und Natriumlactat Phosphoroxychlorid bei 120—130° C. einwirken, wäscht dasbeaktionsprodukt mit Wasser und krystallisirt es aus heissem Alkohol um.
_ Farblose, in Wasser unlösliche, in Alkohol lösliche Krystalle. Wird in Gaben vonta glich 1 g als Darmantisepticum, besonders bei Kindern angewendet.v fDijod-^-Naphthol. C 10 H c J 2 0 2 = 412. Eine dem Aristol (s. Bd. I, S. 382) analogeVerbindung. Zur Darstellung lässt man auf eine alkalische Lösung von /S-Naphtholeine wässerige Lösung von Kaliumjodid bei Gegenwart von Natriumbypocblorit einwirken., Grünlichgelbes, schwach nach Jod riechendes Pulver, unlöslich in Wasser, leicht
oslich in Alkohol und in Aether. Erhitzt, zersetzt es sich unter Ausstossung von Jod-am pfen. Wird an Stelle des Jodoforms als Antisepticum verwendet und zwar in Sub-stanz als Pulver oder in 10—20proc. Salbe.
II. Alpha-Naphtholum. a-Naphthol. Naphthol a (Gall). Naphthylol. «. C 10 H 7 .OH.Sl »l. Gew. = 144.
Darstellung. Lässt man auf Naphthalin rauchende Schwefelsäure hei 80—90° C.hinwirken, so wird vorzugsweise a-Naphthalinsulfosäure gebildet. Man stellt durch Sättigennut Calciumkarhonat das Calciumsalz dieser Säure dar, führt es durch Umsetzung mitNatriumkarbonat in das Natriumsalz über und erhält aus diesem durch Schmelzen mitNatronhydrat das a-Naphthol-Natrium.
Eigenschaften. Farblose, glänzende, phenolartig riechende Nadeln; Schmelzpunkt960 C, Siedepunkt. 278—280° C. Das spec. Gew. ist bei 4° C. = 1,224. In kaltemWasser ist a-Naphthol wenig löslich, reichlicher in siedendem Wasser, leicht löslich inAlkohol, Aether, Chloroform und Benzol. Es suhlimirt schon in massiger Wärme leicht"nd ist mit Wasserdämpfen reichlich flüchtig. — In der wässerigen Lösung erzeugt Ferri-cnloridlösung einen zunächst weissen, aber bald violett werdenden Niederschlag von a-Di-naphthol. — Chlorwasser erzengt in der wässerigen Lösung einen weissen Niederschlag, dersich in Ammoniak mit bläulicher Farbe löst. — Mischt man 1 ccm einer lprocentigenZuckerlösung mit 2 Tropfen einer 20procentigen alkoholischen Lösung von a-Naphthol, soerhält man eine trübe Flüssigkeit. Giebt man zu dieser Flüssigkeit 1—2 ccm könoentrirte