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2 (1902)
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426
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Naphtholum.

Epicarin. /?-Oxynaphthyl-o-Oxy-m -Toluyls'anre.

Kleinere Mengen des reinen Produktes lassen sich aus dem Epicarin-veterinariumdurch Urnkrystallisiren desselben aus Eisessig erhalten. Da die Krystalle aber Krystall-Eisessig enthalten, müssen sie entweder auf 120°C. erhitzt oder nochmals aus Alkohol, Ben-zol oder Wasser umkrystallisirt werden.

Die reine Verbindung stellt farblose Nadeln dar, schwerlöslich in heissem Wasser,Eisessig, Benzol, Chloroform, leicht löslich in Alkohol, Aether und Aceton. Sie ist einestarke Säure, welche Kohlensäure und Essigsäure aus ihren Salzenaustreibt. In Oelen ist es mit Ausnahme von Olivenöl nichtlöslich, doch lassen sich ölige Lösungen unter Zuhilfenahme vonwenig Aether oder Aceton darstellen, desgl. Salben mit VaselinSchm.-P. 199° C. Die alkoholische Lösung giebt mit Ferrichlorid intensivMit koncentrirter Schwefelsäure entsteht eine rothbraune Lösung mit

CO ä HC.H.-.OH

"~CH,C 10 H 6 .OH

Epicarin.

oder Lanolin,blaue Färbun.

lebhaft grüner Fluorescenz. Durch Schütteln mit Kalilauge und Chloroform entsteht gelb-liche Trübung, welche später in Gelbgrün übergeht. Die Alkalisalze des Epicarins sindin Alkohol löslich, das Natriumsalz ist in Wasser wenig löslich.

Epicarin ist ein starkes Gift für Hautparasiten, dagegen für Warmblüter, soweit dieErfahrungen bis jetzt reichen, ungefährlich. Innerlich bei Warmblütern ein starkes,nicht reizend wirkendes Antisepticum, welches zum grössten Theil unverändert durch denHarn wieder abgeschieden wird. Aeusserlich nach Kaposi ein sicher wirkendes Mittelbei Scabies, Herpes tonsurans maculosus und Prurigo, nach Fkick auch bei der Sarkoptes-Räude der Hunde.

Epicarin-Natrium. C 10 H 6 (OH). CH ? C 6 H 3 (OH) C0. 2 Na. Das Natriumsalz derreinen Verbindung. Ist ein starkes Antisepticum, hebt in 1 proc. Lösung die Hefegährungauf und in alkalischer Lösung die Entwiekelung des Bacterium coli.

Epicarinum veterinarium. Das der reinen Verbindung entsprechende, etwas un-reinere Präparat; ein etwas röthliches Krystallpulver, zum Gebrauehe in der Veterinär-Medicin bestimmt, namentlich bei der Sarkoptes-Räude der Hunde.

Unguentuiu Epicarini contra scabiein Kaposi.

Ep. Epicarini 10,0

Unguenü simplicis 100,0.

L'nguentum Epicarini contra pruriginem Kaposi.Ep.

EpicariniOlei .TecorisVaselini flavi

10,0

5,0

15,0.

Unguentuin contra nerpetem Kaposi.Rp. Epicarini 15,0

Saponis kalini 200,0Zinci oxydati 10,0.

Bei Herpes tonsurans maculosus.Vet. Solutio Epicarini.

Ep. Epicarini 100,0

Olei Ricini 100,0Spiritus 1000,0.

Gegen Sarkoptes-Räude der Hunde. Dreimal inZwischenräumen von je 5 Tagen mittels einerBürste einzureiben.

Beta-Naphthol-Natrium. ß-Xaphthol-Natrium. Mikrocidin. C 10 H,. ONa = 166.

Zur Darstellung löst man in einer koncentrirten Lösung von 4 Tb. reinem, kohlensäure-freiem Natronhydrat 15 Th. Naphthol und dampft diese Lösung thunlichst rasch und unterthunlichstem Abschluss von Luft zur Trockne. Weisses, unter Einwirkung von Licht undLuft sich leicht veränderndes Pulver, löslich in 3 Th. Wasser. Aus dieser Lösung wirddurch Säuren /S-Naphthol abgeschieden. Vor Licht geschützt aufzubewahren.

Die wässerige Lösung ist nicht ätzend, unschädlich für die Instrumente, wenig giftig,dagegen angeblich 20mal stärker antiseptisch als Karbolsäure. Aeusserlich zum Ver-bände inficirter Wunden 0,5:100,0 Wasser, zum Ausspülen von Körperhöhlen 0,3: 100,0.

/?-Naphtholsulfosaures Calcium. Abastroi. Asaprol. lC 10 H 6 (/3)OH(a)SO 3 ] 2 . Ca-\- 3H 2 0 = 540. Zur Darstellung werden 10 Th. /S-Naphthol mit 8 Th. konc. Schwefel-säure im Wasserbade erwärmt, bis sich die Masse klar im Wasser löst. Man verdünntmit Wasser, neutralisirt mit einem Ueberschuss von Calciumkarbonat und dampft dasFiltrat zur Trockne.

Ein weisses, bis schwach-röthliches, neutrales Pulver, löslich in 1,5 Th. Wasser oderin 3 Th. Alkohol. Die wässerige Lösung wird durch Zusatz von Ferrichlorid blau gefärbt.

Das Präparat wirkt antiseptisch und wird innerlich in Gaben von 14 g bei Rheu-matismus, Gicht, Typhus empfohlen. In Frankreich soll es dem Weine als Konservirungs-mittel zugesetzt werden.

Nachweis im Wein. Man schüttelt 50 com Wein mit 1 cem koncentrirterSchwefelsäure und 25 g Bleisuperoxyd 5 Minuten lang, filtrirt alsdann und schüttelt das