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Myristioa.
rum Nucistae. Oleum concretum e semine Myristicae moschatae. — Muskatbntter.Muskatnnssöl. Muskatbalsam. — Beurre de muscade (Gall.). — Butter of Jiutmeg.
Darstellung. Nach Gall. werden Muskatnüsse im Mörser oder auf Mühlen in einfeines Pulver verwandelt, auf Haarsieben mittels Wasserdämpfen bis zum Schmelzen desOeles erhitzt, zwischen erwärmten Platten ausgepresst, nach dem Erkalten vom Wasserbefreit, dann wieder geschmolzen und im Heisswassertrichter durch Papier filtrirt. — Austr.,Germ, und Helv. begnügen sich mit einem im geschmolzenen Zustande trüben, also nurdurchgeseihten Oel; nach Austr. ist nur die in Indien gepresste Handelswaare officinell.Meist wird jetzt aber das Fett in Europa aus zerbrochenen und sonst minderwerthigenNüssen durch Extraktion hergestellt; es kommt in viereckigen, in Papier eingehülltenStücken in den Handel.
Bestandtheile. 4,0 Proc. ätherisches Oel (vergl. oben), 44,0 Proc. festes Fett,der Best ist flüssiges Fett. Das feste Fett besteht zum grossen Theil aus Myristin.
Eigenschaften. Spec. Gew. bei 15° C. 0,990—0,995. Schmelzpunkt 38,5—51,0° C.Säurezahl 17,25—22,8. Esterzahl 153,5—161,0. Verseifungszahl 172,2—178,6. Jodzahl40,1—52,04. Es hat Talgkonsistenz, ist von weisslicher Farbe und besitzt Geruch undGeschmack der Nüsse. Kalter Alkohol löst etwa 55 Proc, der Best (Myristin) ist in Aetherlöslich. In kochendem Alkohol, Aether und Chloroform fast völlig löslich.
Aufbewahrung. Man bewahrt die Muskatbutter, nachdem man sich von ihrervorschriftsmässigen Beschaffenheit überzeugt hat, in den mit Stanniol umhüllten Riegeln,wie sie gewöhnlich der Handel bietet, an einem kühlen Orte in dicht schliessenden Ge-fässen auf. Sie dient als Grundlage für Salben, Pflaster, Cerate, seltener zu Einreibungendes Unterleibes bei Blähungen, Kolik etc.
Balsamum cephalicnm Saxonicum.
Sächsischer Hauptbalsam.Bp. Olei Myristicae 95,0
Olci CaryophyllorumOlei LavaudulaeOlei MacidisOlci Menthae piperitaeOlei Thymi ää 1,0.
Bei gelinder Wärme mischen.
Balsamum Hannoveranum.
Rp.
Olei MyristicaeOlei OlivarumOlei Caryophyllor.Tinctur. MoschiOlei Alkannae
75,0
25,0
1,5
0,5
q. s.
Balsamum \ucistae (Germ. IV.).Ceratum Myristicae. Muskatbal sam.Baume de muscade. Baume stomaehi que.Stomachical baisam. Mace-balm.Rp. Cerae flavae 2,0Olei Olivarum 1,0Olei Nucistae 6,0schmilzt man im Wasserbade, seiht durch undgiesst halberkaltet in Papierkapseln oder Cerat-formen aus, die man auf eine kalte Unterlagestellt. Bei Verwendung filtrirter Bestandtheileist das Durchseihen unnöthig. — Zum Einreibender Magengegend bei kleinen Kindern.
Balsamum stomacliicum.
Magen balsa in.Rp. Olei Nucistae 60,0
Olei OlivarumCerae flavae ää 15,0
Mixtur, oleoso-balsam. 5,0Olei MajoranaeOlei Menthae crispaeOlei Salviae ää 1,0
Olei Rosmaiini 2,0.
Fiat 1. a. ceratum.
Bouquet ä la Reine.
Königinduft. (Zcitschr. f. Kosra.)Rp. Semin. MyristicaeCaryophyllor.
Rhizom. Calann ää 75,0
Spiritus 3,751
digerirt man 8 Tage, filtrirt und fügt hinzu:Tincturae AmbraeTincturae Moschi ää 160,0
Olei Citri 80,0
Liquor. Ammonii caust. 20,0
Olei Amygdalar. amar. gtts. XXVOlei Neroli gtts. L
Olei Rosae gtts. C.
Linimentum Myristicae saponaum.
Muskat-Opodeldok.Rp. 1. Saponis Myristicae 12,0
2. Spiritus 87,0
3. Olci Macidis , 3,0.
Man löst 1 in 2 unter Erwärmen, fügt 3 hinzu undstellt kalt.
Pomatum nerviuuni (Gall.).N e r v e n s a 11) e. Baume nerval.Rp. 1. Olei Myristicae 450,0
2. Medullae bovinae 350,0
3. Olei Amygdalar. dulc. 100,0
4. Olei Rosmarini 30,0
5. Olei Caryophyllorum 15,0
6. Camphorae 15,0
7. Baisami tolutani 30,0
8. Spiritus (80 proc.) 60,0.
Man schmilzt 1—3 im Wasserbade, seiht durch,lässt halb erkalten, fügt 4—6 und die Lösungvon 7 in 8 hinzu und rührt kalt.
Pulvis Myristicae compositus.
Pulvis antiserophulosus Goklis.Goelis 'sches Kinderpulver.
Rp. Seminis Myristicae pulv.Fructus Lauri tosti pulv.Conchar. praeparat. ää 15,0Radic. Liquirit. pulv. 55,0.