Magnesium acetioum.
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volle Eigenschaften, indem es besser verarbeitbar und widerstandsfähiger wird. Legirungenmit 2—5 Proo. Magnesium für Drahtzug, 5—8 Proc. für Walzmaterial, 12—15 Proc. fürGussmaterial, 20 — 30 Proc. für Theilkreise an optischen Instrumenten, über 30 Proc. alsSpiegelmaterial.
Magnesium-Blitzlichtpulvor. 1) Magnesiumpulver 10,0, Kaliumchlorat 12,0. —2) Magnesiunipulver 3,0, Kaliumchlorat 6,0, Antimontrisulfid 1,0 (Vorsicht beim Mischen!).— 3) Magneniumpulver 4,0, Kaliumchlorat 3,0, Kaliumperchlorat 3,0.
Magnesiuinflammen. Man erhitzt das Baryum- oder Strontiumnitrat in einemeisernen Kessel, rührt alsdann den Schellack darunter, pulvert die erkaltete Masse, mischtdas Magnesium zu und stopft die Mischung in Hülsen von Zinkblech. Grün: Schellack14,0, Baryumnitrat 84,0, Magnesium 2,5. Roth: Strontiumnitrat 82,0, Schellack 16,0,Magnesium 2,5.
Erkennung und Bestimmung. Das metallische Magnesium erkennt manleicht an der glänzenden Lichterscheinung, welche es beim Verbrennen bietet. Ausserdemlöst es sich leicht in verdünnten Säuren; die so erhaltenen neutralen Salzlösungen zeigenfolgendes Verhalten:
A. Man erkennt das Magnesium in seinen Salzen an folgenden Reaktionen:1) Ammoniak fällt einen Theil des Magnesium als Magnesiumhydroxyd Mg(OH) 3 ,welches durch Ammoniumsalze (NH 4 C1) leicht in Lösung gebracht wird. Dieser Nieder-schlag entsteht also überhaupt nicht, wenn Ammoniumsalze in genügender Menge zugegensind. — 2) Kalilauge, Katronlauge, Barythydrat, Kalkhydrat fällen aus Mag-nesiumKalzlösungen weisses Mngnesiumhydroxyd, besonders beim Erwärmen. Der Nieder-schlag wird von Ammoniumsalzen (NH.,01) leicht gelöst, entsteht also bei Gegenwart ge-nügender Mengen dieser Salze überhaupt nicht. — 3) Natriumkarbonat, Kalium-karbonat fällen einen weissen Niederschlag von basischem Magne.dumkarbonat, doch istdie Fällung nur in der Hitze vollständig. Genügende Mengen von Ammoniumsalzen ver-hindern auch diese Fällung. — 4) Fügt man zu einer Magnesiumsalzlösung zuerst Am-moniak in genügender Menge, alsdann Ammoniumchlorid in solcher Menge zu, dass derentstandene weisse Niederschlag wieder klar gelöst wird, so entsteht auf Zusatz von Na-triumphosphat ein. krystallinischer Niederschlag von Ammonium-MagnesiumphosphatMgNH 4 . PO4 -\- 6 B^O. Dieser Niederschlag ist sowohl in Ammoniumsalzen als auch inAmmoniak unlöslich, wird aber durch Säuren gelöst. Sein Entstehen wird durch Bewegen(Rühren) der Flüssigkeit befördert. Gut ausgebildete Krystalle dieses Niederschlages habendie sogen. „Sargdeckelform". — 5) Ammoniumoxalat bewirkt in verdünnter Lösungkeine Fällung. Schwefelsäure, Chromsäure und Kieselfluorwasserstoffsäurefällen nicht.
Die Bestimmung der Magnesia erfolgt am zweckmässigsten als Magnesium-pyrophosphat. Zu diesem Zwecke fällt man zunächst alle aus saurer Lösung durchSchwefelwasserstoff und alle in alkalischer Lösung durch Schwefelammonium fällbarenElemente bez. Metalle. Das Filtrat von der Schwefelammoniumfällung wird angesäuert,zur Trockne (ungedämpft und dar Rückstand unter Zusatz von wenig Salzsäure mitWasser ausgezogen. Man fällt nun unter genügendem Zusatz von Ammoniumchlorid denKalk durch Ammoniumoxalat als Calciuinoxalat. Das Filtrat versetzt man mit Ammoniakund fällt dasselbe unter Umrühren durch tropfenweisen Zusatz einer Lösung vonDinatriumphospbat. Zuletzt setzt man l / 3 Vplumen der Gesammtflüssigkeit an lOproc. Am-moniak hinzu und lässt mindestens 6 Stunden absetzen. Man filtrirt alsdann ab, wäschtden Niederschlag mit 2,5 proc. Ammoniak bis zur völligen Chlorfreiheit und führt dasAmmonium-Magnesiumphosphat in der Band I, S. 91 angegebenen Weise in Magnesium-pyrophosphat über. Mg 2 P 2 0, x 0,36036 = MgO.
Im Vorhergehenden war vorausgesetzt worden, dass Phosphorsäure in der zu bestim-menden Substanz nicht zugegen ist. Sollte dieselbe zugegen sein, so müsste nach Aus-fällung der Metalle bezw. Elemente in saurer Lösung durch Schwefelwasserstoff die Phos-phorsäure zunächst durch Fällung als Ferriphosphat in essigsaurer Lösung abgeschiedenwerden.
Magnesium aceticum.
I. Magnesium aceticum (neutrale). Magnesiumacetat. Essigsaures Magne-sium. Acetate de magnesie. Magnesii Acetas. Mg(C 2 H 3 0 2 )<j-)-4H 2 0. Mol. Gew.= 214.
Zur Darstellung trägt man in 15 proc entige Essigsäure solange Magnesiumkarbonatein, bis etwas von diesem ungelöst bleibt. Dann erhitzt man die Lösung zur Austreibung