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2 (1902)
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305
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Lithium citricum.

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Das Präparat der Brit. wird erhalten, wenn man die obige filtrirte Lösimg etwaseindampft und dann hei massiger Wärme der Verdunstung übcrlässt. Die sich abschei-denden Krystalle haben die Zusammensetzung C 0 H-O,Li 3 -j- 4H. 2 0.

Das Präparat der Gall. wird erhalten, indem man die obige Lösung auf '/ 3 ihresVolumens oder zur Sirupdicke eindampft und die Lösung alsdann unter Umrühren in850 Th. Weingeist von 90 Proc. einträgt. Nach eintägigem Stehen in der Kälte sammeltman die Krystalle und trocknet sie in lauer Wärme an der Luft. Sie haben die Zu-sammensetzung C e H B 0,Li 8 + 2H a O.

Eigenschuften. Im wasserfreien Zustande (U-St.) ein weisses Salzpulver, welchessehr hygroskopisch ist. Es wird von 2 Th. kaltem oder von 0,5 Th. siedendem Wassergelöst, in Alkohol oder Äether ist es fast unlöslich. Das Salz C 6 H 6 0,Li 3 -f- 2H 2 0 derGall. stellt ein spec. leichtes krystallinisches Pulver dar, welches nach Hageb in 5,5 Th.,nach Gall. erst in 25 Th. kaltem Wasser löslich ist. Das Salz C 6 H 5 0,Li 3 -f 4H 3 0 derBrit. bildet farblose prismatische Krystalle, welche im doppelten Gewicht Wasser sichlösen und an feuchter Luft zerfliessen.

Prüfung. 1) Das Lithium weist man am einfachsten durch die Flammenfärbungdes Glührückstandes nach. Zum Nachweis der Citronensäure fügt man zur wässerigenLösung des Salzes etwas Calciumchlorid und erhitzt zum Sieden. Es entsteht alsdannin der Siedehitze ein weisser Niederschlag, welcher beim Erkalten wieder allmählich inLösung geht. 2) Um die Reinheit des Lithiumeitrats festzustellen, verascht man 23 gdesselben bei nicht zu hoher Temperatur, zieht den Bückstand mit Wasser aus, filtrirt,dampft das Filtrat zur Trockne und prüft den Bückstand in der unter Lithium carbonicumangegebenen Weise. 3) Um festzustellen, welches Salz vorliegt, verascht man 1 g ineiner Platinschale möglichst vollständig. Man zieht den Bückstand mit 20 com Normal-Schwefelsäure aus, filtrirt, wäscht aus und titrirt den Ueberschuss der Schwefelsäure unterBenutzung von Methylorange mittels Normal-Natronlauge zurück. Es sollen von letzterererforderlich sein a) bei dem wasserfreien Salze = 5,8 com, b) bei dem Salze mit 2H 2 0 =7,9 com, c) bei dem Salze mit 4H 2 0 = 9,4 ecm.

Aufbewahrung. In gut verschlossenen Geßssen. Dispensation. Wenn indeutschsprachigen Ländern Lithinmcitrat verordnet wird, so empfiehlt es sich, das Prä-parat der Gall. C 6 H B 0,Li 3 -f 2H 2 0 zu dispensiren, da dieses das luftbeständigste ist.

Anwendung. Man giebt das Lithiumeitrat in den gleichen Gaben und unterden gleichen Indikationen wie das Lithiumkarbonat, meist in Lösung, bez. in Brause-mischungen, und zwar wird es dem Lithiumkarbonat in solchen Fällen vorgezogen, indenen eine Neutralisation des Magensaftes durch das kohlensaure Salz nicht erwünscht ist.

Elixir Lithii Citratis (Nat. form.).Ep. Lithii eitrici (U-St.) 85,0 g

Elixir aromatici q. s. ad 1,0 1.

Litliii Citras offervescens (Brit.).

Ep. 1. Natrii biearbonici 58,0

2. Acidi tartarici 31,0

3. Acidi eitrici pulv. 21,0

4. Lithii eitrici (Brit.) 5,0.

Man mischt 3 und 4., giebt dann 2, zum Schluss1 zu. Man granuUrt die Mischung durch Er-hitzen auf 93104° C.

Lithium citricum eftervescens.

Brausendes Lithiumeitrat (E. Dieterich).Ep. Lithii eitrici 10,0

Natrii biearbonici 30,0Sacchari albiSacchari Lactis

Acidi tartarici äa 20,0Spiritus (90 Proc.) 40,0. ,Wird wie Lithium carbonicum offervescens bereitet.

Litliii Citras efl'ervescens (U-St.).Ep. 1. Acidi eitrici 37,0

2. Nati'ii biearbonici 28,0

3. Lithii carbonici 7,0

4. Sacchari albi q. s. ad 100,0.

Man verreibt 1 mit 20,0 von 4, trocknet die Mi-schung aus, mischt dann 2 und 3 hinzu undgiebt 4 hinzu bis zum Gewicht von 100,0. AlsPulver zu dispensiren.

Pastilli lithii eitrici ä 0,05 g.Rp. Lithii eitrici 5,0Sacchari albi 95,0.Man bereite mit dünnem Traganthsculeim = 100

Pastillen.

Litholydium des Dr. Zachakias in Berlin besteht nach Dr. Bbeslauek aus: Natrium-Chlorid 1,532, Magncsiumborat 7,095, Lithiumoxyd 1,923, Lithiumeitrat 2,369, Zucker 87,138.>>'nch einer anderen Angabc sind die Bestandteile Natriumchlorid 1,5, Magnesiumborat 7,0JLilliiumoxyd 1,9, Lithiumeitrat 2,4 und Zucker 27,0.

Uricedin-Stroschcin. In frisch gepresstem und geklärtem Citronensaft wird derGehalt an Citronensäure bestimmt. Auf 50 Th. wasserfreie Citronensäure setzt man unterHandb. d. pharm. Praxis. II. nn