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2 (1902)
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304
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HBB

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Lithium chloratum Lithium citrieum.

Catanis alkalisches Pulver gegen Harngries besteht aus 1 Th. Lithiumcarbonat,1 Th. Natriumbikarbonat und 4 Th. Kaliumeitrat. (Nach Anderen ist das Kaliumeitrat durchCalciumcitrat ersetzt.)

Gichtwasser des Dr. Ewioh in Köln. In 10 Litern kohlensaurem Wasser sindfolgende Salze im wasserfreien Zustande enthalten: Calciumchlorid 5,0, Magnesiumchlorid 10,0,Natriumchlorid 20,0, Lithiumchlorid 5,0, Natriumsulfat 2,5, Natriumkarbonat 40,0.

Lithal von Karl Fb. Töllneb in Bremen, eine säuerlich-herb schmeckende Flüssig-keit zur Behandlung der Gicht und rheumatischer Erkrankungen, ist eine Kombination derBestandtheile der Alkekengi-Beere mit einer Lithiumverbindung. 250 g = 2,50 Mk.

Sirupus Lithii. Sirupus Lithoni. Lithiumsirup. 1 g Lithiumkarbonat wirdmit wenig Wasser und 200 g Sirupus Sacchari angerieben und 1 Stunde lang geschüttelt,dann filtrirt.

Lithium chloratum.

Lithium chloratum (Ergänzb.). Lithonum chloratum. Lithiumchlorid. Chlor-lithium. Chlorure de lithium. Lithii Chloridum. Li Cl. Mol. Gew. = 42,5.

Darstellung. Man rührt in einer PoTcellansehale oder in einem Becherglase 10 Th.Lithiumkarbonat mit etwa 30 Th. Wasser an und giebt allmählich in kleinen Portionen soviel (40 Th.) Salzsäure von 25 Proc. hinzu, dass die durch Erwärmen von der Kohlensäurebefreite Flüssigkeit schwach sauer reagirt. Man filtrirt alsdann, dampft das Filtrat direktzur Trockne und trocknet den Rückstand bei 105° C. völlig aus. Ausbeute 11,5 Th.

Eigenschaften. Weisse, würfelförmige, oktaedrische Krystalle, häufiger aus einemkrystallinischen Pulver zusammengebackene Massen, welche an der Luft zerfliessen und inWasser, Weingeist und Aether-Weingeist leicht löslich sind. Die weingeistige Lösungbrennt, entzündet, mit karminrother Flamme; die wässerige Lösung (1 = 10) giebt mitSilbernitrat einen weissen Niederschlag, der in Salpetersäure unlöslich, in Ammoniak aberlöslich ist. Das Salz schmilzt bei dunkler Rothgluth und verflüchtigt sich bei höhererTemperatur merklich. Nach dem Schmelzen reagirt es wegen Abspaltung von Chlor etwasalkalisch.

Prüfung. 1) Lithiumchlorid löst sich im 10 fachen Gewicht absoluten Alkoholsohne Rückstand auf (Kaliumchlorid, Natriumchlorid). 2) Die wässerige Lösung(1 = 20) werde weder durch Schwefelwasserstoffwasser (Metalle), noch durch Baryum-nitratlösung (Sulfate), noch nach Verdünnung mit der dreifachen Menge Wasserdurch Ammoniumkarbonatlösung (Calciumchlorid) verändert.

Aufbewahrung. In kleinen Gefässen, vor Feuchtigkeit thunlichst geschützt, alsoim Kalktrockenschranke.

Anwendung. Das Lithiumchlorid findet vorzugsweise Verwendung zur Darstel-lung' von Mineralwässern oder ähnlicher Lösungen, in welchen Lithfumsalz enthalten ist.

Lithium citrieum.

Lithium citrieum. Lithii Citras (Brit. U-St.). Citrate de lithine (GalL).Lithonum citrieum. Lithiumeitrat. Citronensaures Lithium. C 6 ^-Ji 7 lA s . Mol. Gew.= 210.

Die U-St. hat das wasserfreie Salz C 6 H 6 0,Li, die Brit. das Salz C 6 H 5 0,Li 3 -|-4H 2 0und die GalL das Salz C 6 H 6 0 7 Li 3 -4- 2H 2 0 aufgenommen.

Darstellung. Man löst 100 Th. krystallisirte Citronensäure in 500 Th. Wasserund fügt so lange Lithiumkarbonat (ca. 5355 Th.) hinzu, bis die Lösung neutral oderäusserst schwach sauer ist. Dampft man die filtrirte Lösung zum Sirup ein, streicht diesenauf Glasplatten und trocknet die so erhaltenen Lamellen bei 105° C. nach, so erhält mandas annähernd wasserfreie Salz, welches in der Regel noch zu Pulver zerrieben wird. Esist das Präparat der U-St.