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2 (1902)
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179
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Kalium carbonicum.

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*»al bromatum efferycscens (Ergttnzb., Hamb. V.).Brausendes Bromsalz.

Rp- 1. Ammonii bromati 200,0

2. Kalii broraati

3. Natrii bromati ää 400,0

4. Natrii bicarbonici 1000,0

5. Acidi citrici 380,0

6. Acidi tartarici 445,0

7. Sacchari 175,0

8. Alkohol absoluti 300,0.

^e jedes für sich getrockneten 17 werden ge-mischt, mit 8 zur krümeligen Masse augerieben,welche rasch durch ein verzinntes Sieb No. 1 ge-rieben und sogleich bei ca 40 ° C. getrocknet wird.

Sirupus Kalii bromati.

Sirop de bromure de potassium (Gall.).Rp. Aquae destillatae

Kalii bromati ää 50,0

Sirupi Aurantii corticis 900,0.Sirupus Kalii bromati de Henry Mure.Rp. Kalii bromati 10,0Sirupi Sacchari 100,0.Sirupus pro infantibus.Beruhigungssaft für Kinder.Rp. Kalii bromati 0,25

Natrii bicarbonici 3,75

Glycerini 7,5

Aquae Anethi q. s. ad 45,0.Theelöffehveise.

II. f Kalium bromicum. Bromsaures Kalium, ßromate de potasse. PotassiiBr ouiatum KBr0 3 . Mol. Gew. = 167.

Trägt man Brom in keisse Kalilauge bis zur Sättigung ein, so entstehen Kalium-r °nüd vmd Kaliumbromat. Letzteres krystallisirt, weil schwerer löslich, zuerst aus der«sung heraus und wird durch ümkrystallisiren von etwa anhaftendem Kaliumbromid"freit. Das Salz stellt das Analogon des chlorsauren Kalis dar.

Farblose, tafelförmige oder würfelartige Krystalle, in 15 Th. kaltem oder 2 Th.

'edendem Wasser löslich. Sie zerfallen beim Erhitzen über 350° 0. in Kaliumbromid und

ueistoff. In Berührung mit leicht brennbaren organischen oder leicht oxydirbaren un-

ganischen Stoffen (Zucker, Schwefel, Phosphor) kann es ebenso wie beim chlorsauren

a »i zu heftigen Explosionen kommen.

In der wässerigen Lösung entsteht auf Zusatz von Silbernitrat ein schwer löslicher^eierschlag- von Silberbromat AgBr0 3 (während z. B. Silberchlorat leicht löslieh ist).111 ch Schwefelwasserstoff wird es in wässeriger Lösung zu Kaliumbromid redueirt.

Las Kaliumbromat dient besonders in der Maassanalyse zur Herstellung von Brom-'ösungen bekannten Gehaltes. Nach der Gleichung

5KBr + KBr0 3 + 31LJ304 = 3H 2 0 -f- 3K 2 S0 4 -|- 3Bi\,5x119 = 595 167 480

«rhält mau aus 595 Th. Kaliumbromid -4- 167 Th. Kaliumbromat = 480 Th. freies Brom.V «gl. Bd. I S. 26.

Bei innerlicher Anwendung würde das Kaliumbromat sich in gleicher Weise (durch'Wung von Methämoglobin) als Blutgift erweisen wie das chlorsaure Kali.

Kalium carbonicum.

1. Kalium carbonicum crudum (Austr. Germ.). Kalium carbonicum depu-^tum (Hclv.). Cineres clavellati. Pottasche. Potasche. Rohes Kaliumkarbonat.

ls Pottasche bezeichnet man dastechnische Kaliumkarbonat". Früher wurde sie fast

^schliesslich aus Holzasche gewonnen, doch waren diese Produkte sehr unrein, da sie

Sewühnlich nicht mehr als 60 Proc. Kaliumkarbonat enthielten. Diese Pottaschen aus

olzasche werden immer mehr durch die in chemischen Fabriken a) aus Schlempekohle,

) aus Wollschweiss, c) aus Kaliumchlorid nach dem LEBLANO-Verfahren (sog.

meralpottasche) dargestellten Pottaschen verdrängt. Während man früher die einzelnen

' 0lt - eu »ach ihren Ursprungsländern als polnische, illyrische, amerikanische u. s. w. be-

annte, handelt man die Pottasche jetzt nach ihrem effektiven Gehalte an Kaliumkarbonat

ud bezeichnet sie als 80grädige, 90grädige, 95grädige, d. h. als Pottasche mit einem

ektiven Gehalte von 80, bez. 90, bez. 95 Proc. Kaliumkarbonat.

Eigenschaften. Ein weisses, trockenes, an der Luft allmählich etwas feuchtödendes Salz, welches in Wasser bis auf einen minimalen Rückstand klar löslich ist.e wässerige Lösung bläut Lackmuspapier stark; versetzt man sie mit einem Ueberschuss

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