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2 (1902)
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173
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Kalium Kali.

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In der analytischen Chemie wird die Kalilauge in den meisten Fällen durch

a tronlauge ersetzt. In der Pharmacie dient sie zur Bereitung von Sapo kalinus und

PtHtus saponatus. In der Technik dienen weniger reine Sorten Kalilauge u. A.

Stellung der Kali- oder Schmiers

zur Dar-eifen.

Erkennung und Bestimmung. A) Man erkennt die Kaliumverbindungen anf olgenden Reaktionen:

1) In die farblose, bez. nicht leuchtende Flamme eingeführt, ertheilen sie dieserifte violette Färbung. Bei Anwesenheit von Natrium kann diese Färbung durch Be-frachtung mittels eines Kobaltglases oder eines Indigoprismas erkannt werden. 2) Fügt^ a n zu der neutralen oder alkalischen Lösung eines Kalisalzes in Wasser Weinsäure inj kern Ueberschusse zu, so entsteht in der konc. Lösung sogleich, in der nicht allzu ver-ünnten Lösung nach einiger Zeit ein krystallinischer Niederschlag von Kaliumbitartrat.u s sauren Lösungen muss die vorhandene Säure vorerst durch Glühen verjagt oder durch,,, Us atz von Natriumkarbonat abgestumpft werden, bevor man die Weinsäure zusetzt.' > Platinchlorid erzeugt in den neutralen und sauren Lösungen der Kalisalze einen gelbenr ystallimschen Niederschlag von Kaliumplatinchlorid K 2 PtCl 0 , falls die Lösungen nichtAl verdünnt sind. Dieser Niederschlag ist in Alkohol und in Aether unlöslich. Amzw eckmässigsten ist es, wenn bei dieser Reaktion das Kali in Form von Kaliumchloridzu gegen ist. Man fügt alsdann zu der nicht allzu verdünnten Lösung ein wenig (135ropfen) Salzsäure, ferner einen Ueberschuss (!) von Platinchlorid und ein gleiches Volumtsohol. Es scheidet sich alsdann der erwähnte gelbe Niederschlag aus. Man wäscht ihnmi t Alkohol und löst ihn in siedendem Wasser, worauf er in Oktaedern krystallisirt. Ver-ecnseln kann man hierbei die Kalisalze mit Ammoniumsalzen, welche eine Fällung vontnraoniumplatmchlorid gehen. Beide Fällungen unterscheiden sich wie folgt: Erhitzt manahumplatinchlorid, so hinterbleibt ein Gemenge von Platin und Kaliumchlorid, zieht manasselbe mit Wasser aus, und verdampft einen Tropfen "des Auszugs auf einem Objekt-a ger, so kann man mit dem Mikroskop die gut ausgebildeten Würfel des Kaliumchloridseobachten. Ferner lässt sich in dem Auszuge leicht das Chlor durch Silbernitrat undas Kali durch die Flammenreaktion nachweisen.,. B. Bestimmung. 1) Als Kaliumsulfat. Braucht das Kalium nicht von Na-Wuru getrennt zu werden, und sind nichtflüchtige Säuren (z. B. Phosphorsäure) nichtu gcger,, so scheidet man alle durch Schwefelwasserstoff, ferner durch Ammoniak, Schwefel-"Mnonium un( j ^ mln oniumoxalat fällbare Elemente ab, beseitigt die Magnesiumsalze durcha Uen mit Barythydrat, fällt den Ueberschuss des letzteren mit Ammoniumkarbonat, dampftas Filtrat ein, glüht den Rückstand bis zur Verjagung aller Ammonsalze, löst in Wasser,St einen massigen Ueberschuss von verdünnter Schwefelsäure zu, dampft diese Lösung'* einer Platinschale zunächst im Wasserbade möglichst weit ein. Dann erhitzt man diecliale mit kleiner Flamme (Pilzbrenner) bis zum Verdampfen der freien Schwefelsäure.W Rückstand besteht aus Kaliumbisulfat. Um dies in Kaliumsulfat zu verwandeln, er-tz t man die Schale weiter und hält ein Stück Ammoniumkarbonat in dieselbe, wirftUc n ab und zu linsengrosse Stückchen dieses Salzes an eine nicht vom Salze bedeckteehe der Schale. Die Operation ist beendigt, wenn zwei aufeinander folgende Wägungen<= e iches Gewicht ergeben. Um sich zu überzeugen, dass das gewogene Kaliumsulfato? ln War , kann man es in Wasser lösen und eine Schwefelsäurebestimmung ausführen.) Als Kaliumplatinchlorid. Diese Methode wendet man besonders zur Bestimmung° n Kalium neben Natrium an. Sie beruht darauf, dass sowohl Platinchlorid als Natrium-Ptatmchlorid in Alkohol löslich sind, während Kaliumplatinchlorid darin unlöslich ist. Es"ird vorausgesetzt, dass in der zu bestimmenden Lösung nur Kalium und Natrium in derorm der Chloride zugegen und Ammoniumsalze abwesend sind. Man säuert die-J>ng in einer Porcellanschale mit etwas Salzsäure an, fügt einen reichlichen Ueberschuss 1 )tatinchloridlösung hinzu und dunstet in einem nicht zu viel Dampf gebenden Wasserbade,fWetzt unter Umrühren, bis zur Sirupkonsistenz (nicht bis zur völligen Trockne!) ein.ia n lässt alsdann erkalten. Den Rückstand rührt man mit Weingeist von 80 Proc. an,wst absetzen und giesst die Lösung auf ein mit dem gleichen Weingeist genässtes Filter,tan wiederholt das Anrühren und Ausziehen mit Weingeist so lange, bis letzterer nicht°hr wahrnehmbar gefärbt wird (das Filter ist zweckmässig nach dem Ablaufen sogleichF"lt! mit dem Weingeist auszuwaschen), dann bringt man den Niederschlag auf dasd' tv ^ ln< ^ wäs °ht ihn aus, bis der Weingeist völlig ungefärbt abläuft. Hierauf löst mane n Niederschlag- durch Aufspritzen von siedendem Wasser, lässt die Lösung in eine ge-°gene Platinschale laufen, wäscht das Filter gut nach, dampft zunächst auf dem Wasser-oade zur Trockne, trocknet bei 130° C. und wägt.

p , 1 ) Es muss soviel Platinchlorid zugesetzt werden, dass alles Kali und Natron in dieuitindoppelsalzo verwandelt wird, weil nur das Natriumplatinchlorid in Alkohol löslichst > Während z. B. Natriumchlorid darin unlöslich ist.