Kalium — Kali.
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H H,
u
a- c //^/N
C = H 2C = H„
v c v
C N
OH CjH 5
""Oxychinolin-äthyltetrahydriir.
Kairin A. Aethyl-Katrin. Kairin. Salzsaures a-Oxychinolintetrahydrür.
^alzsaures a-Oxychinolin-äthyl-tetrahydrttr. C 9 H 10 (C 2 H 5 ) NO . HCl. Mol. Gew. = 213,5.
Darstellung, Chinolin wird durch Erwärmen mit Schwefelsäure in a-Chinolinsulfo-
säivre übergeführt und diese in der Natronschmelze (s. Bd. I, S. 24) in a-Oxychinolin verwandelt.
furch Reduktion des letzteren mittels Zinn und Salzsäure entsteht a-Oxychinolintetrahydrür,
welches alsdann durch Erhitzen mit Jodäthyl in a-Oxy chinolin-äthyl-
tetrahydrür übergeführt wird. Das salzsaure Salz der letzgenannten
Base ist das Kairin A.
Eigenschaften. Geruchloses, farbloses Krystallpulver, aus pris-matischen Krystallen bestehend. Löslich in 6 Th. Wasser oder in20 Th. Weingeist. Die wässerige Lösung schmeckt stechend-salzig,zugleich kampferartig kühlend und nimmt aus der Luft allmählich Sauer-stoff auf unter Bräunung. Sie wird durch Eisenchlorid dunkelbraunroth,durch rauchende Salpetersäure blutroth gef'äTbt.
Aufbewahrung. Vorsichtig. Lösungen dürfen nichtlange vorräthig gehalten werden.
Anwendung. Kairin hat heute nur noch historisches Interesse. Es war daserste synthetisch dargestellte Antipyreticum, und zwar erfolgte die pharmakologischei'üfung s. Z. durch Filehne. Es wurde damals Erwachsenen in Gaben von 0,5—1,0 g,Rindern in solchen von 0,1—0,5 g pro die gegeben. Heut ist es völlig' verlassen, weil dieNebenerscheinungen (Cyanose, Collaps) doch zu bedrohlich waren und weil es die Bildung^°a Methämoglobin veranlasste.
Kairin M., salzsaures a-Oxycliinolinmethyltetrahydriir C 9 H 10 (CH 3 )NO. HCl
eitsteht auf ganz analoge Weise wie das vorige, nur wird an Stelle von Jodäthyl zurar stellung Jodmethyl benutzt. — Es ist dem vorhergehend beschriebenen physikalischm d chemisch sehr ähnlich, findet aber seiner unangenehmen Nebenwirkungen wegen medi-UHsehe Verwendung nicht mehr.
Falls „Kairinum" schlechthin verordnet ist, darf unter allen um-tanden nur „Kairin A", niemals Kairin M dispensirt werden.
Kairolin A ist saures schwefelsaures Aethylchinolintetrahydrür C 9 H 10 (C. 2 H 5 ) N. H^SOj.
Kairolitt M ist saures schwefelsaures Methylchinolintetrahydrür 0 9 H 10 (OH 3 )N.H 2 S0 4 .
Kalium — Kali.
I. Kalium. Metallisches Kalium. Potassium (engl. u. franz.). K. Atomg = 39.
Vl rd technisch in der Regel durch Destillation eines durch Verkohlung von Weinsteinerhaltenen innigen Gemenges von Kaliumkarbonat und Kohle dargestellt und durch dena,- osshandel bezogen.
Eigenschaften. Silberweisses, stark glänzendes Metall, bei gewöhnlicher Tempe-
tur Yon der Konsistenz des Wachses (lässt sich schneiden), in der Kälte hart und spröde.
^ as spec. Gew. ist bei 13° C. = 0,875 (Wasser = 1). Kalium schmilzt bei 62,5° C, bei
' C. verwandelt es sich in einen grünen Dampf. An der Luft oxydirt sich das Kalium
ort i das blanke Metall wird blind und überzieht sich mit einer schwächeren oder stärkeren
r uste von Kaliumoxyd, welche allmählich in Kaliumkarbonat übergeht. — Auf Wasser
gebracht, zerlegt es dieses sofort in Sauerstoff und Wasserstoff. Der letztere entzündet
°h (Unterschied von Natrium) und brennt infolge beigemengten Kaliumdampfes mit
etter Flamme. Diese Reaktion verläuft weitaus heftiger wie die analoge beim Natrium,
her darf Natrium zur Demonstration der Wasserzersetzung mittels Leichtmetallen nicht
liebig durch Kalium ersetzt werden. Wegen seines Verhaltens gegen Luft, Sauerstoff
Wasser muss das Kalium unter rektifieirtem Petroleum aufbewahrt werden. — Aehn-