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2 (1902)
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Juniperus.

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plankonvexen Kotyledonen (Fig. 13). Die Epidermis besteht aus an der Aussenwandstark verdickten, an den Seitenwänden porösen Zellen. Stomatien sind selten und ineistnur an der Spitze der Frucht vorhanden. Unter der Epidermis folgt zunächst ein dünnesCollenchym und darauf, die Hauptmasse der Frucht ausmachend, ein reichlich mit Inter-cellularränmen versehenes Parencbym. In diesem Gewebe finden sich reichlich grosseschizogene Oelbehälter und Gefässbündel, ausserdem eigenthümliche, ziemlich grosse, meistwenig verdickte Idioblasten.

Der Same zeigt eine Epidermis, darunter eine einzige Parenchymlage und dann einemächtig entwickelte Sklerenchymschicht, an die sich die zusammengepresste Nährschicht an-schliesst. Im Endosperm und im Embryo reichlich fettes Oel und bis 8 /.i grosse Aleuron-'rner, die ein oder mehrere G-loboide und ein Krystalloid enthalten. Die blasenförmigenVorragungen des Samens sind grosse (bis 1 mm) schizogene Oelbehälter, die der Frucht-schale augehören.

Im Pulver fallen besonders das Parenchym der Fruchtschale und die Steinzellen derSamenschale, daneben auch die stark verdickten Zellen der äusseren Epidermis auf. Diereifen Früchte enthalten keine Stärke, da aber in der Handelswaare stets geringe Mengenunreifer Früchte vorhanden sein werden, so ist auf die Auffindung geringer Stärkemengen

bei Beurtheilung des Pulvers keingrosses Gewicht zu legen.

Bestandtheile. 0,51,2 Procätherisches Oel (vergl. unten)-Ferner nach König 78,5Proc. Wa sS er,0,9 Proc. Stickstoffsubstanz, 2,79Proc. freie Säure (Ameisensäure,Essigsäure, Aepfelsäure), 7,07 ProcZucker (Traubenzucker), 6,67 Proc.sonstige stickstofffreie Stoffe*3,43 Proc. Holzfaser, 6,4 ProcAsche. In der Trockensubstanz:4,18 Proc. Stickstoffsubstanz,32,88 Proc. Zucker.

Handelsivaare. Aufbewah-rimg. Man unterscheidet im Handeldeutsche und italienische Wacholderbeeren. Da die letzteren besonders schön, gross,voll und sorgfältig ausgelesen sind, so werden sie mit Recht bevorzugt. Man bewahrtdie im Herbst gesammelten, gut, doch ohne künstliche Wärme getrockneten Beeren inBlechgefässen.

Grüne, braune, rothe, oder verschrumpfte Beeren sind zu verwerfen, ebenso zu alte,deren Oel verharzt ist.

Bisweilen werden sonst gute Wacholderbeeren während der Aufbewahrung durchAusblühen von Traubenzucker rissig, unansehnlich und, da man die Ausscheidungen leichtfür Schimmelpilze halten kann, unverkäuflich. Man verwendet sie dann als grobes Pulver.Die Pulverung wird nur selten in den Apotheken vorgenommen, da die Beeren sich in-folge ihrer schwammigen Beschaffenheit beim Stossen im Mörser selbst bei Frostwetterzusammenballen. Nach längerem Trocknen im Kalk-Trockcnschrank lassen sie sich, wennauch mühsam, in ein grobes Pulver verwandeln; das Pulver des Handels wird aus denlängere Zeit gelagerten, in der Wärme getrockneten Beeren hergestellt, wobei ein Verlustvon etwa 12 Proc. entsteht. Es empfiehlt sich, über Aetzkalk getrocknete Wacholder-beeren für Theemischungen in dicht verschlossenen Gefässen vorräthig zu halten und beiBedarf durch ein Speciessieb zu treiben, denn derartige Mischungen unterscheiden sichdurch ihre gleichmässige Zerkleinerung sehr vortheilhaft von solchen, die mitleicht g e "quetschten" Früchten hergestellt sind, wie Germ, es vorschreibt.

Fig. 13. Querschnitt durch einen Samen von Juniperus com-munis. Nach Berg. I Oelbehälter. F Endocarp. T Samen-schale. 2 Endosperm. 4 Embryo. 40mal vergrössert.