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2 (1902)
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158
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Juglans.

128° C. siedet. Es ist in Alkohol löslich und besitzt in starker Verdünnung de»Geruch des blühenden Veilchens.

Man verwendet es in der feinen Parfünierie. In den Handel kommt wegen seine»hohen Preises in der Kegel die 10 procentige alkoholische Lösung.

Juglans.

Gattung der Juglandaceae.

I. JliglanS regia L. Heimisch von Griechenland östlich bis Birmah, nördlich amKaukasus und am schwarzen Meer, vielfach kultivirt. Verwendung findet:

1. Die Schale der Frucht. Cortex Juglandis fructus. Cortex Niicu*Juglandis viridis. Putainina Nucum Juglandis. Wallnussschale. Grüne Wall-nussschale. Pericarpe de noyer (Gall.). Walnut-shells.

Beschreibung. Die Frucht ist eine Steinfrucht. Der äussere und mittlere Theildes Pericarps ist fleischig, im Durchschnitt 0,5 cm dick, und reisst bei der Keife auf,wodurch er den mit dem harten Endocarp umhüllten Samen entlässt. Die Schalen sindunreif von grüner Farbe, sie lassen auf der Aussenseite unregelmässige weisse Fleckenerkennen: Wachsausscheidungen, die um und unter den Spaltöffnungen intercellular ent-stehen. Auf der Aussenseite findet sich ebenfalls Wachs in Form kleiner Stäbchen. Dasübrige Gewebe besteht aus Parenchym, durchzogen von zarten Gefässbündeln. In einigerEntfernung unter der Epidermis liegt eine Schicht aus Gruppen von Steinzellen, die abernicht völlig zusammenhängend ist. Einzelne Steinzellen finden sich auch tiefer im Paren-chym. In einigen Parenchymzellen Oxalatdrusen, die mit einer Membran umgeben und anCellulosebalken aufgehängt sind. Auf der Epidermis langgestreckte Drüsenhaare.

Sestandtheile. Wie bei den Blättern; bemerkenswerth ist, dass in den reifenSchalen kein Gerbstoff vorkommt, der sich in den unreifen reichlich findet.

Einsammlung. Die grünen Fruchtschalen werden im August und Septemberbeim Einernten der Wallnüsse gesammelt und entweder in frischem Zustande zu den ver-schiedenen Zubereitungen verarbeitet oder an einem schattigen, luftigen Orte getrocknet,wobei sie dunkel werden. Der Saft der frischen Schalen erzeugt hässliche Flecken an denHänden; man entfernt diese, indem man sie zunächst mit Eisenchloridlösung, hierauf mitOxalsäure behandelt.

Anwendung. Die getrockneten Schalen benutzt man nur noch selten in dengleichen Fällen, wie die Blätter; in frischem Zustande finden sie ausgedehnte Verwendungzur Darstellung von Haarfärbemitteln.

Conserva Juglandis corticis. Nussschalenkonserve. 100 Th. frische, grüneKussschalen zerstösst man in einem steinernen (!) Mörser, treibt durch ein Haarsieb, mischtmit 40 Th. Glycerin und 70 Th. Zucker und dampft im Wasserbade auf 200 Th. ein.

Extractum Juglandis Nucum (Ergänzb.). Extr. Juglandis (Helv.). Extr.Juglandis Oorticis viridis. Extr. putaminum Juglandis. Kussschalen-extrakt. Extrait de brou de noix. Ergänzb.: 1 Th. mittelfein zerschnittene, un-reife Kussschalen wird zweimal mit je 5 Th. siedendem Wasser Übergossen, zuerst ö, dann3 Stunden stehen gelassen. Die Pressflüssigkeiten dampft man zu einem dicken Extraktein, indem man harzige Ausscheidungen durch kleine Weingeistmengen löst. Braun, inWasser trübe löslich. Helv.: 2 Th. grüne Wallnussschale stösst man im steinernenMörser zum Brei, fügt 2 Th. Weingeist hinzu, lässt 8 Tage stehen, presst aus, zieht denRückstand mit 2 Th. verd. Weingeist (Spirit., Aqua ää) nochmals 3 Tage aus, filtrirt diePressflüssigkeiten und dampft zum dicken Extrakt ein. Dunkelbraun, in Wasser klar lös-lich. Ausbeute 68 Proc.

Extractum Juglandis Nucum fluidum. 100 Th. grüne Wallnussschalen zerstösstman (s. oben), setzt je 20 Th. Glycerin und Weingeist zu, presst aus, filtrirt und dampftauf 30 Th. ein. 5 Th. = 1 Th. Extract. spissum.

Oleum Juglandis Nucum infusum (E. Dietbeich). Wallnussschalenöl. Ausje 100 Th. grob gepulverten Wallnussschalen und Aetherweingeist, 3 Th. Ammoniakflüssig-keit und 1000 Th. Olivenöl wie Ol. Hyoscyami (Bd. H, S. 95) zu bereiten.