Iris.
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Verfälschung. An Stelle der werthvolleren italienischen Waare kommt zuweilenMnderweithige, unansehnliche, schwächer riechende aus Marokko etc. in den Handel. —wsweilen wird die Droge in der Absicht, ihr ein zarteres Aussehen zu geben, mit einemLeerzug von Kalk, Kreide oder Stärke behandelt, es soll zu diesem Zweck auch Zinkweiss0c ler Bleiweiss benutzt werden. — Das Oleum Iridis verfälscht man, indem man das Rhizomlnit Cedernöl oder anderen ätherischen Oelen zusammen destillirt oder indem man das Oeleinfacher mit solchen Oelen mischt. — Das Pulver ist nicht selten mit Stärke verfälscht.
■Aufbeivahruny. Man hält die Veilchenwurzel in grober Speciesforni für Thee-m 'sehungen und als feines Pulver in Blech- oder Glasgefässen vorräthig. Das Pulverbereitet man aus der in Scheiben geschnittenen, über Aetzkalk oder bei etwa 30° C.getrockneten Wurzel; bei höherer Wärme wird sie leicht gelb und liefert dann keinWeisses Pulver.
■Anwendung. Innerlich zu Theemischungen, äusserlich als wohlriechender ZusatzZu Zahnpulvern, Wasch- und Streupulvern. In ausgedehntem Maasse zur Bereitung vonssenzeu für Parfümeriezwecke. Zur Füllung von Riechkissen verwendet man am besteneiu frisch aus Florenz bezogenes Pulver.
, Rhizoina Iridis tornatum s. lnundatum. Rhizöma Iridis pro infantibus
estelit aus längeren, ausgelesenen, durch Drechseln oder Feilen geglätteten und abgerun-, en Stücken, die man, in Milch erweicht, den Kindern giebt, darauf zu beissen, wodurch
äs Hervorbrechen der ersten Zähne erleichtert werden soll. Man achte darauf, dass sie
lc ht etwa mit Bleiweiss berieben sind! Da diese durch den Speichel beständig feuchtbehaltenen Veilchenwurzeln bald unsauber werden und eine Brutstätte für allerlei Pilze
■'Hüen, so ersetzt man sie besser durch die bekannten Beissringe aus Bein.
Globnli s. Pisa Iridis. Iris-Erbsen. Pois d'iris de Paris sind orbsengrosse,
u s Veilchenwurzel gedrechselte Kügelchen; sie dienen, mit einer Tinktur aus Kanthariden
n d Mezereumrinde getränkt, als Fontanellerbsen.
Tinctura Iridis (Gall.). Teinture ou Alcoole d'iris. Aus 1 Th. grob gepul-
erteru Irisrhizom und 5 Th. 80proc. Weingeist durch lOtägige Maceration.
Aqua Florida.Florida-Wasser.
Rp.
Aquae ColoniensisMixtur, olooso-balsamic.Essentiae Iridis üä.
Beliebtes Parfüm.
Corpus ad pastam dentifriciani.
Grundlage zur Zahnpasta.
Kp. Calcii carbonici praecipit. 800,0Rhizom. Iridis pulv. 100,0
Lapidis Pumicis pulv. 50,0
Saponis medicati pulv. 50,0
Glycerini q. s.
-Mit ätherischen Oelen, Farbstoffen und den be-treffenden Arzneikörpern giebt diese Mischungdie verschiedenen (Kräuter-, Kosen-, Salol-,Thymol- etc.) Zahnpasten (vergl. Bd, I, S. 554).
Corpus ad pulvinos odoriferos.
l r ü 11 u n g für Sachets, R i e c h k i s s e n.
Rp. Rhizom. Iridis minut. conc.Ligni Santali rubri conc.Florum Rosae conc.Albedinis fruct. Aurantii conc. ää^ie Mischung wird beliebig parfümirt.
Fssentia Fragoium artiflcialis.
Erdbeeressenz.
Rp. Amylaether. acetici 25,0
Aetheris acetici 2,5
Spiritus diluti 225,0
Tinctur. Iridis 750,0.
Fssentia Iridis.
Veilchenduft. Extrait de violette.
I.Rp. Olei Iridis gtts. V
Spiritus diluti 250,0.
II.Rp. Jononlösung (Schimmel & Co.) gtts. IVOrangeextrait (Schimmel & Co.) 10,0Spirit. Jasmini triplic. 10,0
Spiritus (95proc.) 80,0.
III. Nach Buch heistek.Rp. Rhizomatis Iridis conc. 200,0
Spiritus (80proc.) 850,0
Man macerirt 3 Tage, filtrirt und fügt hinzu:
Rp.
adde
Olei Iridis
0,5
Olei Bergamottae
2,5
Olei Pclargon, rosci
2,5
Olei Amygdalar. am
aeth.
gtts. V
Tinctur. Moschi
2,5
Tinctur. Vanillae
5,0
Essent. Jasmini
250,0
Spiritus
q. s. a
d 1000,0
IV. Nach Tollxek
Tinctur. Iridis floi
3000,0
Destilla in balneo
vaporis
2000,0
3 Extracti Jasmini
100,0
Extracti Resedae
100,0
Extracti Cassiae
200,0
Aquae Rosae
200,0
Spiritus (95proe.)
300,0
Jonon
16,0
Linalool
10,0
Olei Iridis flor.
2,0
Infus. Moschi
15,0
Infus. Zibet.hr
2,0.
3 Wochen wird filtrirt.