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2 (1902)
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Iris.

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mit braunen Adern. Blüthenscheiden" nur am Eande troekenhäutig. Alle drei Arten mitwohlriechenden Bliithen. Vielfach kultivirt. Sie liefern, und zwar hauptsächlich die beidenersten, im Rhizom

Rhizoina Iridis (Germ. Helv.). Radix Iridis(Austr.). Rad. Iridis s. Ireos florentinae s. ger-manicae. Veilchenwurzel. Schwertelwurz. Iris-wnrzel. Kinderwurzel. Violenwurzel. Zahnwurzel. Rhizome d'iris de Florence (Gall.). Racined'iris ou de violette. Iris Root. White Flag Root.Man kultivirt die Pflanzen zur Gewinnung desRkizorns bei Florenz und bei Verona, auch liefern Ma-rokko, Indien und China etwas für den Handel, neuer-dings kultivirt man sie auch in Kalabrien.

Beschreibung. Das Rhizom bildet dicke,fleischige, trocken harte, etwas abgeflachte Stücke, dievon Zeit zu Zeit Abschnürungen zeigen, die dem jedes-maligen Jahreszuwachs entsprechen. Nach einige 11Jahren treibt das Rhizom einen Blüthenschaft, andessen Grunde sich dann später zwei Seitenknospenzu Rhizomzweigen entwickeln. Die'Droge bestehtaus weissen, harten Stücken von etwa 10 cm Länge,die aus 23 Jahrestrieben bestehen und die man vonder dünnen Korkschicht befreit hat. Trotzdem erkenntman auf der Oberseite die Narben der zweizeilig ange-ordneten Blätter mit den zahlreichen, punktförmigenAustrittsstellen der Gefässbündel und auf der Unter-seite die Beste der Wurzeln. Bruch glatt, innen mehligoder hornartig. Querschnitt elliptisch oder fast nieren-förmig. Rinde etwa 2 mm dick. Gefässbündel koncen-trisch (Fig. 11). Im Parenchym reichlich Stärkemehl, dessen grössere "Körnchen bis 50,"messen. Sie sind ungefähr kegelförmig, an der Basis, wo sich der Leukoplast befunden hat,abgestutzt, das Centrum, oft mit Spalten, an der Spitze des Kegels, von wo häufig zweiStreifen gegen die Basis hinablaufen (Fig. 12). Ferner finden sich imParenchym reichlich grosse, bis 500 ,u lange und bis 30 p breite Oxalat-krystalle, die in eine Schleimhülle eingebettet sind. Im Querschnittsind sie quadratisch oder rechteckig. Sie, resp. ihre Bruchstücke unddie Stärkekörner fallen im Pulver am meisten auf. Das Parenchym istziemlich dickwandig und getüpfelt.

Bestandtheile. 0,10,2 Proc. ätherisches Oel. Dasselbestellt eine gelblichweisse Masse von ziemlich fester Konsistenz dar, diebei 4450° C. schmilzt. Es dreht rechts. Säurezahl 213222. Versei-fungszahl 26; es enthält 85 Proc. Myristinsäure, ferner Myristin-säure-Methylester, Oelsäure und deren Ester, Oelsäurealdehyd;der Träger des Geruches ist das zu 1015 Proc. im Oel enthaltene IronC 18 H 20 O. Ferner enthält die Droge ein Glukosid Iridin C 34 H 20 O 13 , daßKg. 12. Stärkemehl feine, weisse, an der Luft sich rasch gelblich färbende Nadeln bildet die

aus Rhizoma Iridis. , . nr . nri ~ .. '

bei 208° C. schmelzen. Es liefert mit verdünnter Schwefelsäure Trauben-zucker und Irigenin C s H 16 0 8 . Bei Untersuchung des Rhizoms fandin Petroläther lösliches Wachs und Harz, danach löste Aethyläthei1,83 Proc, absoluter Alkohol löste 4,13 Proc, - 3 / 4 dieses Extraktes sind in Wasser löslich-Wasser löste 14,02 Proc, darin 8,31 Glykose, 1,27 Saccharose. Wässerige Natronlaugelöste 30,3 Proc, meist Schleim und Eiweisssubstanzen. Salzsaures Wasser loste10,3 Proc. Gehalt an Stärke 16,85 Proc, Wasser 8,74 Proc, Asche 2,12 Proc.

Fig. 11. Querschnitt durch Rhizoina Iridis,c Oxalatkrystalle. h Endodermis. a Gefäss-bündel.

350 mal verirr.

Tucker 1,34 Proc