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2 (1902)
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149
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Ipecacuanha.

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Ca:

bis

Ir taliches Einweichen der zu sehneidenden "Wurzel stattgefunden haben. Die meisten- Potheker werden es übrigens vorziehen, die verschiedenen Zerkleinerungsformen der

rechwurzel selbst herstellen zu lassen. Für Aufgüsse hält man eine Ead. Ipecacuanh.

inutim concisa s. contusa, die sogen.Griesform", vorräthig, welche man in

^glichst gleichmäßigen Stücken von Senfkorngrösse mittels eines Siebes von etwa 1,5 mm

a f Cne nweite (III Helv.) gewinnt, indem man die Wurzel in einem Metallmörser unterh' e re *bender a l s stampfender Bewegung immer nur in kleineren Mengen und unter

autigejjj Absieben zerstösst, den zurückbleibenden Holzkörper aber für sieh fein zer-chneidet und mit dem übrigen mischt. Nach dem Wortlaute der hier in Betracht kom-

e nden Arzneibücher ist der Holzkern aus der geschnittenen Wurzel nicht (!) zu ent-*nen nni deshalb die alsBadix Ipecacuanhae sine ligno concisa" bezeichnete

r °gistenwaare von der Verwendung auszuschliessen. Anders bei dertt X*UlverUng. Hier ist zu beachten, dass nach Vorschrift der Helv. und Gall. der

°lzkörper nicht ins Fulver übergehen soll, was nach der ersteren einen Verlust von 15,

eh ^ er letzteren von 25 Proc. ausmacht; dementsprechend ist natürlich das Ipecacuanha-P ver dieser Pharmakopoen wirksamer als das der Austr., Germ., Brit. und U-St., welcheth\ ^°^ z ' lern mitpulvern lassen. Wird das Pulvern, was sehr selten geschieht, vom Apo-

'" ' e r vorgenommen, so sind Vorkehrungen zu treffen, die jede Staubentwicklung ver-

thek

Wen. ]yj an s ss t die bei höchstens 40° C. getrocknete Wurzel in einem Mörser mitoder- oder Gummikappe und benutzt statt des Siebes den bekannten MoHK'schen Kasten-, PParat. In der Regel bezieht man die Wurzel als staubfeines Pulver aus den Drogen-idlungen und hat sie dann selbstverständlich in der oben angegebenen Weise zu prüfen.Aufbewahrung. Brechwurzel und ihre Zubereitungen müssen vorsichtig undgut verschlossenen Gefässen aufbewahrt werden.

Wirkung. Anwendung. Ipecacuanha wirkt in kleinen Dosen appetiterregend,

Pektorirend und vermehrt die Speichel- und Schweissekretion, grössere Dosen erregen

ebelkeit und Erbrechen. Sehr grosse Dosen rufen Gastroenteritis hervor. Man giebt sie

alier innerlich als krampfstillendes Mittel zu 0,0050,05 g, als schweisstreibendes Mittel,

l 'stenniittel und gegen Durchfall zu 0,010,1 g in Pulver, Tabletten oder als Aufguss

* >' J1,0:150,0200,0). Zur Erregung von Brechneigung genügen 0,060,3 g mehrmals

ta gück, während als Brechmittel 0,5 1,0 2,0 g alle 1015 Minuten im Pulver, mit

^ylum ää oder als Schüttelmixtur gegeben werden. Gegen Durchfall und Ruhr wendet

au > falls die Brechwirkung vermieden werden soll, die emetinfreie Wurzel (s. unten)

n i oder man giebt einen Aufguss (0,5 1,0 : 100,0) als Klystier. Neuerdings in dieser

u weudungsform auch gegen hartnäckige Verstopfung bei Frauen und zwar 0,51,0 g

'üidextrakt mit 150 g Wasser auf ein Klystier (R. Blondel).

Aeusserlich nur selten in Salben zur Erzeugung von Pusteln oder Geschwüren.le Homöopathen geben Ipecacuanha nach dem GrundsatzeSimilia similibus" auch beiheftigem Erbrechen.

Es giebt Personen, die eine eigenthümliche Empfindlichkeit gegen Ipecacuanha be-

n, en ' souass SJe diese nicht einnehmen können, da schon ein Stäubchen oder der Geruch,

fost aus einiger Entfernung, Unwohlsein oder Athemnoth verursacht. Durch Perkolation

t lfc A.ether soll die gepulverte Brechwurzel diese unliebsame Eigenschaft einbüssen (Pulv.

Pecacuanhae desodoratus). Als Gegenmittel wird Tinctura Quebracho empfohlen.

Ipecacuanhawurzel und ihre Zubereitungen sind dem freien Verkehr entzogen; sieu rfen nur gegen ärztliche Verordnung abgegeben werden.

Höchstgaben hat nur Helv. festgesetzt, und zwar: Höchste Einzeigabc 0,1 g, auf

e ü Tag 0,5 g; höchste Gabe als Brechmittel 5,0 g; höchste Tagesgabe im Aufguss 2,0 g.

. Radix Ipecacuanhae deemetinisata. Rad. Ipecacuanhae ab Einetino liberata.

uf Anregung von Dr. Kanthack hat E. Mekck in Darmstadt zuerst eine emetinfreie

Pecacuanha dargestellt, welche nach den bisherigen Erfahrungen sich bei Ruhr vortrefflich

T^ä-hrt hat; sie besitzt die antidysenterischen Eigenschaften der Wurzel, ohne durch

^belkeit oder depressive Nebenwirkungen zu belästigen. Dieselbe wird zu 1,25 g 12-, in

ehweren Fällen 68stündlich gegeben. Zur bequemeren Anwendung, besonders im Kly-'

'?' stellt die genannte Fabrik auch ein Fluidextrakt daraus her (1 com = 1 g Wurzel)

n d bringt dasselbe alsExtractum Ipecacuanhae deemetinisatae fluidumin den Han-

Ji 1 - Nach deren Jahresbericht (1896) wurde übrigens in einer, als ometinfrei bezeichneten

urzel englischer Herkunft noch 0,42 Proc, von anderer Seite sogar 1,2 Proc. Emetin

Setunden. Zur Herstellung der emetinfreien Wurzel wird das Pulver der Droge mit

touioniak und Chloroform extrahirt, der Auszug mit verdünnter Schwefelsäure angesäuert,