Injectio.
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1) Alle für den subkutanen Gebrauch bestimmten Lösungen müssen frisch bereiteten, weil in vorräthigen Lösungen Zersetzung der chemischen Präparate erfolgt seinu - Besonders häufig ist dies der Fall bei Apomorphin und Morphin. —
. ern die Injektionen Lösungen darstellen, müssen diese absolut klar und blank,rei von Staubtheilchen und Papierfasern sein, weil sonst möglicherweise die Kanülener Spritzen verstopft werden.
ö) Stellen die Injektionen dagegen Suspensionen dar, so hat der Apotheker dafür
^ T gen, dass der vorhandene unlösliche Körper in thunlichst feiner Vertheilung zu-
i ist, damit er möglichst rasch zur Resorption gelangt, auch die Kanülen der Spritzen
verstopft. Handelt es sich um Niederschläge, welche in der verordneten Lösung erst
■■ enen, so beachte man das sub I Gesagte. Sollen an sich unlösliche Substanzen durch
ubkutanen Einspritzungen in den Körper eingeführt werden, so müssen diese Sub-
zen auf das feinste mit dem Vertheilungsmittel feingerieben werden. Dies trifft z. B.
II die Injektionen, welche unlösliche Quecksilberverbindungen enthalten.
4) Es ist zu berücksichtigen, dass die Resorption der subkutan eingeführten Sub-
li o-i Zen Sellr raScl1 vor sicl1 8:ellt ' Mit ien Arzneistoffen gelangen daher auch etwa diese
»eitende schädliche Beimengungen zur Wirkung und erzeugen sehr unerwünschte
enwirkungen. Diese können bestehen in heftigem Schmerz an der Injektionsstelle,
ner iu der Bildung von Abscessen an derselben oder an anderer Stelle. Der Apotheker
also seinerseits alles zu vermeiden suchen, was das Auftreten unerwünschter Neben-
"•kungen begünstigen kann. Er wird also:
dass i ? Ur die r ® msten Chemikalien zur Injektion verwenden. Es ist z. B. notorisch,
einla,,! 1 ? ? Morphiumsorten sehr unerwünschte Nebenwirkungen zeigen, ohne dass ein
feuchtender Grund hierfür bekannt ist.
2 USat ' •**"! w i p d alle unnöthigen, reizenden Zusätze vermeiden. Dies gilt z. B. für dendieses 2 «Tf 1 ^ ssl g saure zu den Lösungen des Morphinaeetates. Aus diesem Grunde wird\ ™ für . su bkutane Injektionen durch Morphinchlorhydrat oder Morphinsulfat ersetzt,ihrer "R • W ""^ ^ ese I n J ekt i° nen nicht nur jedesmal frisch bereiten, sondern auch zu»an er *?. ltun g sterilisirtes Wasser benutzen. Man verfährt am zweckmässigsten so, dasssirtes^VV a ^ 6 ^ ale * n e * nem Kochkolben unter Watteverschluss etwa 300 cem sterili-v erscll SS6r vorratm g nalt - Dieses Wasser wird nach jedesmaligem Oeffnen des Watte-
?? se . s au f s . neue durch Aufkochen sterilisirt und ist dann stets gebrauchsfertig,sirten 7 rationellsten würde es sein, wenn die subkutanen Injektionen nur im sterili-
dera e t t^- 6 ^gegeben würden, indessen scheitert dies daran, dass jedes Glas nachjede T • ? D - lüften des Stopfens nicht mehr steril ist. Man würde also genöthigt sein,subku/ 1 '' 6 ° n ?dosis in einem besonderen Glase abzugeben, wodurch die Herstellung derlanaen* 11611 , n J ekt i° nen noch mehr als schon heute in die Hände des Grossbetriebes ge-
bezüglich der Normirung von Höchstgaben sind die subkutanen Injektionen denneren Arzneiformen gleichzustellen.
III. Pastillen etc. zur raschen Bereitung der Injektionen durch den Arzt.
en Arzt in den Stand zu setzen, nach Bedürfniss rasch auch ohne Inanspruchnahme. A P°theke subkutane Injektionen appliciren zu können, sind eine Anzahl von Hilfs-mitteln geschaffen worden.
L ainel *' ela tine-disks. Es sind das die schon Band I, S. 1202 besprochenen Gelatine-s Ui j en - Sie wurden für subkutane Injektionen früher namentlich in England verwendet,
gegenwärtig aber durch andere Pormen ziemlich verdrängt.K Ugel n J eJ rtionslösungeii in Röhrchen. Ampoules. Es sind dies kleine Glasgefässe:Z\ista. "h ° ßöhrchen, welche die gebrauchsfertigen Injektionslösungen im sterilisirtengende en thalten und vor der Lampe zugeschmolzen sind. Für ihre Bereitung ist fol-stelle S ZU -beachten: Man lasse die Glasgefässe nach Zeichnung von dem Glasbläser her-gerein"' fi! ^ e ^ ere diesem die erforderlichen Glasröhren, nachdem man diese aufs bestegestellt • ty' ^ e zu verwen denden Glasröhren müssen aus bestem Kaliglase her-viel All- S< r n ' - e aus we i cri em Natronglase hergestellten Röhren geben in kurzer Zeit sostände an die Lösungen ab, dass die in diesen enthaltenen Alkaloide in freiem Zu-
tQehre aus g e ^t werden. — Um diese Lösungen zu sterilisiren, unterwerfe man sie ans. Barni^ au / einander .folgenden Tagen der diskontinuirlichen Sterilisation bei 70—80° O.Vor. \sj $51. Hierdurch beugt man thunlichst der Zersetzung der Arzneisubstanzen
' Wo auch diese diskontinuirliche Sterilisation nicht angängig ist, bereitet man dieHan <lb. d. pharm. Praxis. II. 9