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A. Cloetta's Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre
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Amneivebohdnüngslehre. Specieller Theii..

Argentum nitricum. Man beginnt mit Lösungen von '/<— V' 2 P 1 ' 0 rnille undsteigt allmählich.

Tanninum purum zu 1—10 pro mille.Zinc. sulfuric. desgl.Liq. ferri sesquichlorati desgl.Acidum carbolicum purissimum desgl.

Für Blaseninjectionen ist ein Gesammtquantum von über 200,0 (bis500,0) zu verschreiben (oder in kleineren Quantitäten die mit Wasserzu verdünnenden Ingredientien).

Wenn Medicamente einige Zeit in der Blase verweilen sollen, so istnicht zu vergessen, dass diese, namentlich bei krankhaft veränderterinnerer Oberfläche, wenn auch in beschränktem Grade, resorbirt.

Auf die Schleimhaut der Harnröhre können Arzneimittel in flüs-siger und fester Form applicirt werden. Die erstere Methode ist diegewöhnliche. Indicationen dafür sind namentlich gegeben bei gonor-rhoischen Affectionen und deren Folgen; auch bei ulcerösen Processen,welche jedoch in der Mehrzahl der Fälle ihren Sitz in dem vorderenTheile der Harnröhre haben.

Während der Dauer starker acuter Reizungserschei-nungen sollen in der Regel die Injectionen mit differentenSubstanzen zunächst noch unterbleiben (s. jedoch S. 234 bezüg-lich Argentum nitricum).

Zu den Injectionen in flüssiger Form bedient man sich einer kleinenSpritze, 5—10 cc haltend, von hartem Kautschuk, Zinn oder Glas; dieCanüle muss ein stark konisch abgerundetes stumpfes Ende haben. Siewird möglichst tief eingeführt; die Urethralmündung wird sodann mitDaumen und Zeigefinger auf die Canüle angedrückt, so dass die Flüssig-keit während des Einspritzens nicht entweichen kann. Unter sanftemDrucke lässt man sie bis zum Blasenhalse vordringen, wo sie vomSphincter aufgehalten wird. Nach 2—3 Minuten lässt man die Flüssig-keit wieder abfliessen.

Auch hier gilt als Regel, zuerst eine Reinigungsinjection mit (asep-tischem) lauem Wasser oder 0,6 °/oiger Kochsalzlösung zu machen.

Die Arzneikörper, welche zu derartigen Einspritzungen gewähltwerden, sind namentlich die adstringirenden. Je nach der Empfind-lichkeit wählt man schwächere oder stärkere Lösungen; meistentheilsmuss man anfänglich noch tiefer in Bezug auf Procentgehalt herunter-gehen als bei den Blaseninjectionen (s. diese), — Gesammtmengeca. 200,0.

Von den stark ätzenden Injectionen, zumal im acuten Stadium, istman zurückgekommen.

Application in fester Form ist weniger gebräuchlich; die Stoffe