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A. Cloetta's Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre
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Mixturae incl. Solutiones, Mixturen einschl. Lösungen.

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Concentration, d. h. eine Verh'ältnisszahl, ein Procentverhältniss,z. B. für Natr. bicarbonic. 5—10 auf 200, oder 2 1 ja— 5°/o, für Jod-kalium 1—5 auf 200 u. s. w., und dann bedarf es keiner besonderenBerechnung der einzelnen Dosis. Ist die Basis dagegen ein energischerwirksames Mittel, so muss man sich (s. unter „Pillen") zunächst dieEinzeldosis der Substanz überlegen und mit der Zahl aller zu ver-schreibenden Einzeldosen multipliciren; z. B. 0,05 pro dosi, 20 Einzel-dosen =1,0; hierauf wird die Wassermenge bedacht, in welcher dieEinzelgabe zu reichen ist, z. B. ein Kinderlöffel = ca. 8,0; diese Zahlist wieder mit der Zahl aller Einzeldosen, hier mit 20 zu multipliciren,und so sind von der Substanz x ein Gramm, von Aq. destill, ca. 160 Tabgerundet 150 zu verschreiben. Will man ganz genau dosiren, so be-dient man sich (was selten geschieht) für das Menstruum und die Do-sirung der volumetrischen Bezeichnung z. B.

Chlorali hydrati 10,0Aq. dest. q. s. ut f. centimetr. cubici CDS. Abends 10 Cubikcentr. zu nehmen.

Als Corrigentien dienen abwechselnd (notabene: in der ersten Zeitmöge man die Mixturen, die man verschreibt, selber kosten, um dieKunst des Corrigirens zu lernen!): Zusatz von offic. Aquae (^'io — 1 |2,stärkere Parfüms höchstens zu ^io); Sirupe, bei Erwachsenen höchstensx /« der ganzen Arznei; bei kleinen Kindern relativ mehr, event. auchSirup als Menstruum, wo man dann diese Arznei auch wohl Linctus,Lecksaft, nennt. Manche legen Werth darauf, zu einer abführendenArznei Sir. Sennae oder Rhei, zu beruhigenden Mixturen Sir. Papaverisoder Amygdalarum, zu roborirenden Sir. cort. Aurantii, zu emetischenden Sir. Ipecacuanh. oder das Oxymel Scillae, und letzteres auch zudiuretischen Arzneien, hier auch Sir. Juniperi zu geben; bei kratzendenArzneien (Senega, Quillaja) und bei sehr salzigen (Salmiakmixturenu. s. w.) ist alles Zuckersüsse (Sirupe) als widerlich zu vermeiden: hierist Succus Liquiritiae, aber nur zu ^25 — 1 /i2 der Gesammtarznei, dasbeste Corrigens; für viele Patienten, besonders alkoholgewöhnte Männer,sind Sirupe und Zucker überhaupt unangenehm und Tincturen und Spi-rituosen erwünscht. Sehr saure Arzneien werden erträglicher durchZusatz von Mucilago Gummi (bis v fi der Gesammtquantität), was man„Einhüllen" des Arzneimittels nennt.

Man verschreibt entweder:Bp.

Substantiae X 5,0

Y

Z ana 2,0

Aq. destill. 150,0

DS.

oder X 5,0 oder

solve in aq. destill. 150,0Y

Z ana 2,0DS.

Solution. X (5,0) 150,0

Y

Z ana 2,0.

DS.