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Suppositoria, Stuhlzäpfchen.
Beispiele:2) Ep.
359
Arg. nitvic. 0,5
f. c. miicilag. Gummi, Trag, et Gelat.q. s. leg. a. bacillus longit. centim. V etdiametr. millim. V.
D. tal. bac. n" V.
1)R P .
Jodoformii 1,0
Cumarini 0,1.f. c. Gelat. et Glycer. q. s. leg. a. Styluslongituä. centim. V et crassitud. millimet.
rui.
D. tal. styl, n" X.
Mündlich aufzugeben ist folgendes Verfahren (Vulpius): 15,0 besteGelatine werden in 50,0 Wasser und 7,5 Glycerin im Dampfbade ge-löst, die Lösung wird bis auf 54,0 eingedampft; dann mit 27,0 feinstverriebenem Jodoform, Dermatol u. s. w. innig gemengt, worauf manden Brei in eine massig erwärmte Höllensteinform ausgiesst. Sofortnach dem Guss wird die Form in Eiswasser gestellt, um rasches Er-starren herbeizuführen und dadurch einer Senkung des schweren Jodo-formpulvers u. s. w. vorzubeugen. Die erstarrten Cylinder werdenschliesslich im Trockenschrank auf 2 /a ihres Gewichtes eingetrocknet.
f) Suppositoria, Stuhlzäpfchen.
Nach Vorschrift des Arzneib. f. d. D. R. sind Suppositorien, fallsder Arzt nicht anders verordnet, konische, fest-weiche, aus Cacaobutterhergestellte Zapfen von 3—4 cm Länge und 1—1,5 cm Durchmesser(am dickeren Ende), von 2,0 — 3,0 Gewicht (Ph. Hei v. im Wesentlichen ebenso).Suppositorien im Allgemeinen sind dazu bestimmt, in das Rectum ein-geführt zu werden, theils um Stuhlentleerung (reflectorisch durchmechanischen Reiz) anzuregen und physikalisch (Verminderung derReibung) zu begünstigen, theils um Medicamente im Rectum örtlicheinwirken oder hier zur Resorption gelangen zu lassen. Für den ersterenZweck genügt Talg (Sebum ovile) und Seife (kann im Hause desKranken bereitet werden); als Träger von Arzneimitteln ist Oleum(Butyrum) Cacao zu empfehlen, das bei Zimmertemperatur fest (fastwie Wachs), bei Bluttemperatur dagegen zerfliesst. Dem „leni calore"geschmolzenen („liquefacto") Ol. Cacao wird die betreffende Substanz —in Dosen nicht grösser als für innerliche Anwendung (gleiche Maxi-malgaben!) — zugemischt, so dass sie nach dem Erkalten gleich-massig vertheilt ist und die eben erkaltende Masse wird in (Holz- oderauch Papier-) Formen ausgegossen. Der Arzt kann auch cylindrische,kugelförmige (f. globulus) oder eiförmige (formae ovalis) Gestalt vor-schreiben.
(Ph. Helv. hat neben Cacaobutter auch Stearinseife mit Glycerin als Materialfür Suppositorien [in geeigneten Fällen].)