Plumbum, Blei.
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und 5 Kaliumnitrat, geschmolzen, in Stangenform gegossen; äusserlich als Aetz-mittel.)
2) Argentum nitricum cum Kalio nitrico s. Lapis infernalis miti-gatus. Arg. nitrie. mit 2 Thln. Kalium nitricum (Ph. Helv.: 1 : 10) in Stangen-form zusammengeschmolzen; nur äusserlich in Substanz angewandt, wirkt milderals das vorige.
In neuester Zeit sind Silberpräparate zur therapeutischen Anwendung em-pfohlen worden, welche das Silber in nichtionaler Form enthalten, dabei gut anti-bacteriell sind, ohne Eiweiss zu fällen (und durch Chloride gefällt zu werden), unddaher in die tieferen Schichten z. B. der Schleimhaut der Urethra einzudringenvermögen. Da beispielsweise die Gonokokken sich gerade auch hier (bei Gonorrhö)befinden, so verlohnt es, diese Stoffe genauer zu prüfen: Argentamin, entstandendurch Einwirkung von Arg. phosphoricum auf Aethylendiamin, alkalisch, zu Vz °/°°in wässriger Lösung für die Pars anterior, zu 1—2°/'oo für die Pars posterior derUrethra empfohlen. Ferner das Argonin, eine dem Ferratin analoge Eiweissver-bindung des Silbers (aus Natriumcasem erhalten) (vor Licht zu schützen), zu 10 °/oin kaltem Wasser löslich. Therapeutische Erfahrungen liegen noch nicht vor.Wichtiger scheint das Albargin, eine Silbersalpetergelatoseverbindung, werdenzu sollen, welches zwar mit Chloriden nicht reagirt, aber bei Dialyse Silber-salpeter abzugeben vermag. Gegen Gonorrhö. — Das anfangs gerühmte „Pro-targol" (eine Silbereiweissverbindung) scheint verlassen zu werden.
Unter dem Namen „Itrol" ist das Argentum citricum in den Handel gebrachtund als Wundheilmittel empfohlen worden. Es ist dadurch billig, dass es als ganzdünne, feinste Staubschicht und nur selten aufgestäubt zu werden braucht. Sein-schwer löslich. Gut antiseptisch. Soll gänzlich gefahrlos sein. Hat sich gegenGonorrhö und namentlich Ulcus molle gut bewährt.
Actol (Argent. lacticum), löslich 1:15, soll sich zu parenchymatösen Injectionenund Aehnlichem als Antisepticum u. s. w. eignen. Noch nicht genügend geprüft.
Das metallische Silber in colloidaler Form wurde eine kurze Zeit viel ange-wendet, scheint sich aber nicht zu bewähren.
Plumbum, Blei.
Die in Wasser löslichen Bleisalze sind in massigen Concentrationenebenfalls Adstringentia. Plumbum aceticum erzeugt local in Lösungenvon Vi"»—l°/o Gef ässverengerung; schliessliche Erweiterung (nachkurzer Verengerung) zeigt sich von 2 0 /o an aufwärts; bei 5°/o trittmaterielle Schädigung der Gewebe ein. Die löslichen Bleisalze zerlegen die Chloride, Carbonate, Sulfate und Phosphate der Gewebsflüssigkeiten, indem sich schwerlösliche Salze, Chlorblei, kohlensaures!Blei u. s. w. bilden; mit den Eiweissstoffen in Berührung kommend
fällen sie diese in Form von Bleialbuminaten, was hier wie beim Höl-lenstein nach Verschlucken dieser Stoffe in Substanz oder concentrirtenLösungen zu corrosiver Gastroenteritis führen kann: doch sind, obschonDosen von einigen Gramm schon schädlich sind, Gaben von 10—50,0glücklich überstanden worden; überhaupt sind tödtliche acute Ver-giftungen beim Menschen selten; offenbar wird wegen der localen Wir-kung und Festlegung des Giftes wenig resorbirt. Man sieht in solchenschweren Fällen (die auch nach schwer löslichen Bleiverbindungen, z.B.
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