Argentum nitricum, Silbernitrat, Silbersalpeter, Höllenstein.
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geben wird, eine antisep tische Wirkung des Arbutins neben der TanninWirkung vermuthete, hat man auch Arbutin (zu 1,0 pro dosi, 6,0 pro die) gegenBlasenkatarrh versucht; die Urtheile lauten verschieden; es fragt sich, ob dasHydrochinon, als Aetherschwefelsäure von der Niere abgeschieden , antiseptischjwirken kann.
Fol. Uyae ursi zu 10—50,0 pro die im Infus.
Folia Juglandis, Wallnussblätter. Die Blätter von Juglans regia enthalteneinen Bitterstoff und Gerbstoff. Sie werden getrocknet zu Thee gebraucht, 10,0auf 150,0 Wasser. Bäder von lauem Wasser, mit Nussblätterextract bereitet,waren namentlich früher sehr beliebt für schwächliche scrophulöse Kinder. E x-tractum foliorum Juglandis ist auch gegenwärtig noch als Amarum undAdstringens gebräuchlich.
Folia Salviae, Salbeiblätter. Die Blätter von Salvia officinalis enthalten alswirksame Bestandtheile Gerbsäure und ätherisches Oel. Der Aufguss der Blätterwird als mildes und gleichzeitig aromatisches Adstringens bei leichten Formen vonStomatitis und Angina gebraucht. Innerlich hatte er eine Zeit lang einen Ruf als-schweisshemmendes Mittel. Im Infus 5—25,0 : 150,0.
B. Metallische Adstringentien.
Argentum nitricum, Silbernitrat, Silbersalpeter,Höllenstein NO ;i Ag.
Weiss, krystallinisch; löst sich in 0,6 Thln. Wasser und 10 Thln. Alkohol; wirddurch organische Substanzen bei Sonnenlicht zu Metall reducirt (schwarze Flecke).Auf Schleimhäuten, Wunden u. s. w. erzeugt die Berührung mitHöllenstein in Substanz oder concentrirten Lösungen weisse Flecke,indem sich weisse Eiweissgerinnungen (Silberalbuminat; dieN0 3 H wirdfrei und bildet ihrerseits Nitroeiweissverbindungen: wir haben alsoMetall Wirkung [Albuminatbildung] und Säurewirkung!) und Chlorsilber(wegen des constanten Gehalts der Gewebe an Chlornatrium) bilden.Unter dem Einflüsse des Tageslichts werden diese Flecken, wie auchjeder Höllensteinfleck auf der Epidermis, durch Reduction schwarz. Da,die Eiweissverbindung unlöslich ist, so breitet sich die Höllenstein-ätzung weder in der Fläche aus, noch dringt sie, wenn man nicht me-chanische Gewalt dabei anwendet, in die Tiefe (s. dagegen kaustischeAlkalien). In Lösungen von x /i o °/o an bis zu 1 °/o gefässverengend; beietwa 0,5 °/o beginnt jenes Grenzgebiet, in welchem bereits Trübung desbehandelten Protoplasmas einzutreten anfängt (was für Cornea u. s. w.zu beachten ist); energischer ätzend wirken erst Lösungen von 2—10°/ound darüber. Um bei localer Anwendung auch für den Höllenstein dieschliessliche Erweiterung der Gefässe bei stärkerer Einwirkung ex-perimentell nachzuweisen, bedarf es eines Kunstgriffes; sie wird erreichtdurch häufiger wiederholte Anbringung (z. B. in längerer Be-rieselung) von 0,1—0,5°/oiger Lösung. Würde man sie durch Steige-rung der Concentration erzwingen wollen, so würde dies an der