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A. Cloetta's Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre
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Calcium phosphoricum, Calciumphosphat.

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Calcium phosphoricum (Calcaria phosphorica), Calcium-phosphat P0 4 CaH + 2 H 2 0.

Das Calciumphosphat (phosphorsaurer Kalk) ist ein wichtiger Be-standteil der thierischen Zellen (z. B. für die Herzarbeit ein Nährsalz)und besonders auch unseres Skelettes, daher ist es zum Aufbau desKnochensystems im normal wachsenden Kinde unentbehrlich. Des Fer-neren wird seine Zufuhr eine Nothwendigkeit, wenn Rhachitis oderOsteomalacie von selbst oder durch geeignete Therapie dem normalenVerhalten wieder Platz zu machen sich anschicken. Hier (analog dembei dem Eisen Erörterten) ist im Allgemeinen in der natürlichen Nah-rung, falls sie zweckmässig gewählt werden kann, so viel an Phos-phaten und an Calciumsalzen enthalten, dass eine künstliche Zufuhrkaum nöthig erscheinen möchte. Auch hat sich gezeigt, dass bei reich-licher Zufuhr von Kalk (z. B. des [gut löslichen und leicht resorbir-baren] Acetats) die Kalkausscheidung im Harne die gleiche Vermeh-rung bei rhachitischen Kindern, und zwar sowohl auf der Höhe derKrankheit als bei ihrer spontanen Heilung, erfährt wie bei gesunden;— nicht also die Resorptionskraft für Kalk hat bei jenen gelitten, son-dern die Fähigkeit, ihn in den Knochen festzuhalten (oder zu deponiren),resp. Ausfuhr und Aufnahme entsprechend zu regeln. Dennoch wirdes sich der Sicherheit wegen empfehlen, immer dann, wenn man gegenRhachitis Arsenik oder Phosphor (s. diese) anwendet und hierdurcheinen Reiz für die Knochenbildung einführt, auch das Material zurKnochenbildung in (vielleicht überflüssig) reichlicher Weise dem Körperdarzubieten. Ob dieses nun aber gerade das schwer lösliche, schlechtresorbirbare Calciumphosphat selber zu sein hat, oder ob getrennt z. B.gelegentlich ein Calciumsalz (z. B. Kreide oder das gut lösliche Acetat[s. oben]) und immer einige Stunden später ein Natriumphosphat zugeben zweckmässiger ist, kann fraglich sein. Es dürfte sich empfehlen,diese Präparate mit dem Essen zusammen (sei es in den Speisen, Milchu. s. w., oder kurz vor oder kurz nach dem Essen) zu geben. (S. auchunter „Calcaria usta".)

Präparate und Dosen. Das officinelle Calc. phosphoricum ist durch Natrium-phosphat aus angesäuerter Kalksalzlösung ausgefällt. In Wasser unlöslich, löslichin Salzsäure. Für Kinder 0,1—0,5, für Erwachsene 0,25—1,0 täglich mehrmals inPulverform.

In neuester Zeit ist der glycerinphosphorsaure Kalk (nicht offic.) alsbesonders heilkräftig in der angegebenen Richtung und zur „Anregung des Stoff-wechsels" zumal subcutan (in Dosen von etwa 0,25), sowie als „Tonicum" im All-gemeinen empfohlen worden.