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A. Cloetta's Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre
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Resolventia, Resorbentia, Antidyscrasica.

können, — wobei gleichzeitig O-Mangel entstände; wollte man diesen vermeiden,so würde dies durch Inhalationen von C0 2 (selbstverständlich mit Luft gemengt)erreicht werden können.

Die Holztränke.

Seit 3—400 Jahren sind Holztränke als „Alterantia", und nochheute zur „Umstimmung des Stoffwechsels" im Gebrauch. Auch werdenden hierfür benutzten Hölzern — Sarsaparilla und Guajak obenan —diuretische Wirkungen nachgesagt. Dass bei Einführung von täglich3 Litern Holztrank die Diurese zunimmt, beweist natürlich keine speci-fisch diuretische Wirkung. Und wenn diese Arzneien neben Hungernund Schwitzen (womöglich noch neben Mercurialien) gebraucht werden,so ist eine Beeinflussung des Stoffwechsels möglich, ohne dass dieseDrogen den Namen „Alterantia" verdienen. Besonders sind es die Luesund einige erbliche nichtluische Hautkrankheiten, endlich Rheuma-tismen und Gicht, welche mit diesen Stoffen behandelt werden.

Radix Sarsaparillae, Sassaparillwurzel.

Die vielfaserige Wurzel verschiedener Smilaxarten (Smilaceen), baumartigerSchlinggewächse Südamerikas, Centralamerikas und der Westküste von Mexiko:man bezeichnet Smilax medica, Smilax offlcinalis und S. syphilitica als solche. Sieist seit dem 16. Jahrhundert bekannt, und ihre Präparate bildeten damals schonein Mittel gegen die Lues Hispanica (Syphilis). Sie hat keinen bestimmten Ge-ruch und Geschmack; die einen Wurzeln sind stärkemehlreicher als die anderen.Durch Auskochen hat zuerst Pallotta in Neapel einen krystallisirenden Körperdargestellt, dem später Berzeuus die Bezeichnung Smilacin, andere Salseparinoder Parillin gaben. Diese saponinartige Substanz ist in heissem Wasser und Al-kohol löslich, schwer resorbirbar, massig scharf. Ausserdem sind in der S. nochzwei andere Saponine, ebenfalls wie das genannte von der allgemeinen FormelCnH'in—gOjo, welche schärfer als jenes aber weniger scharf als Quillajasäure, imWesentlichen wie diese letztere (s. diese) wirken. Mit Rücksicht auf diese Bestand-theile und deren Wirkung ist vorgeschlagen worden, statt der theueren Sarsapa-rille billige saponinhaltige Stoffe, z. B. Radix Saponariae zu versuchen.

Therapeutisch wurde die Sarsaparille namentlich früher in Form

von Decocten gegen Syphilis gebraucht, auch gegenwärtig benutzt man

solche als Unterstützungsmittel antisyphilitischer Kuren, speciell der

Schmierkuren. Das weltberühmte ZiTTMANN'sche Decoct gegen Syphilis

wurde aus ihr bereitet.

Man kann solche Decocte aus 50—100 g der Wurzel auf 1—2 1 Wasser mit be-liebigen Zusätzen nach Magistralformeln bereiten lassen. Officinell ist folgendesDecoct an Stelle des früheren ZiTTsiAXN'schen:

1) Decoctum Sarsaparillae compositum (früher mit dem Beinamen„fortius"). Die Bereitung ist folgende: 20 Thle. zerschnittene Wurzel werden mit520 Thln. Wasser während 24 Stunden digerirt; unter Zusatz von 1 Thl. Zuckerund 1 Thl. Alaun wird die Masse 3 Stunden lang im Dampf bade erhitzt; gegendas Ende der Abkochung werden zugesetzt: Semen anisi vulgaris 1 Thl., Semen