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A. Cloetta's Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre
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Narcotica.

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rend sie als allgemeine Betäubungsmittel nicht in Anwendung gezogenwerden dürfen.

Ein grosses Contingent stellen die „Alkalo'ide" x ). Seit Sertürner(Apotheker in Einbeck und Hameln) und gleichzeitig unabhängig vonihm der französische Chemiker De Rosne im Anfang des 19. Jahr-hunderts als die ersten aus einer pflanzlichen Droge — dem Opium —wirksame Substanzen gewonnen hatten, die keine Säuren waren, son-dern wie Alkalien mit Säuren Salze bildeten — verstand man unter„Alkaloiden" ursprünglich nur: organische, aus Pflanzen gewonneneBasen und verband anfangs damit noch den Nebengedanken, dass sieeine ausgesprochene physiologische Wirkung haben müssten.

Nun hat man freilich seitdem auch aus thierischem (Fäulniss-)Materiale Alkalo'ide gewonnen, während manche wirksame, in ihrerchemischen Constitution ganz oder einigermaassen erkannte organischeBasen, wie das in der organischen Natur vorkommende Trimethylamin,niemals „Alkaloi'd" genannt wurden. Die Basen wie Coffein u. ähnl.sind nur von wenigen Pharmakologen, aber nicht von den Chemikernals Alkalo'ide bezeichnet worden. Eine Zeit lang konnte man Alkalo'ideals „organische Basen gänzlich unbekannter chemischer Constitution"umgrenzen. Seitdem aber die chemische Constitution des Coniins, Atro-Pms, Cocains, Chinins mehr und mehr aufgedeckt ist, und manchesschon künstlich — Coniin sogar aus den Elementen — hergestelltWerden kann, gilt diese Umgrenzung nicht mehr. Als sich herausgestellthatte, dass in den Molekülen der natürlich vorkommenden Alkalo'ide einringförmig geschlossener Pyridinkern, Chinolinkern u. s. w. enthaltensei, konnte gesagt werden, dass die Alkalo'ide und deren DerivateKörper seien, welche sich ebenso vom Pyridin, Chinolin u. s. w. ableitenlassen, wie die Körper der aromatischen Chemie (im engeren Sinne)vom Benzol, Naphthalin u. s. w.

H

C

HC

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Benzol

H

H

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C CH

HC

II 1C CH

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c

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H

Naphthalin

H

C

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CH

IICH

N

Pyridin

*) Alkaliähnliche.