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Der mit den wissenschaftlichen Grundlagen der Pharmakologie und Therapievertraut gemachte Pharmazeut wird schon sehr viel weniger der Versuchung unter-liegen, der Kurpfuscherei in die Hände zu fallen als der in jenen Dingen Halb-oder Ungebildete und Verantwortungslose, und wird an den Grenzen achtungs-voll halt machen, die zwischen der Berufstätigkeit des Arztes und des Apothekersgezogen sind.
Die wissenschaftliche Pharmazie kann endlich nicht darauf verzichten,Kenntnis zu nehmen von den Vitaminen, Enzymen, Lipoiden, Hormonen, siewird nicht vorbeigehen können an der Information über die W a s s e r m a n n-•sche Reaktion, die Phagocytose, die Agglutination und Präcipitation, dasd'H e r e 1 1 e sehe Phänomen usw.
Und schließlich wird der Apotheker bei hinreichendem Verständnis fürhygienische Fragen den Organen, denen es obliegt, für die Volksgesundheit zuwirken, wertvolle Hilfsdienste leisten können.
So ist denn in diesem IV. Band des „Handbuches" den vorstehenden Er-wägungen Rechnung getragen worden und in den vier großen Abschnitten:1. Normale und pathologische Physiologie; 2. Hygiene; 3. Ausgewählte Unter-suchungsmethoden; 4. Grundlagen und Richtlinen der Therapie — vonanerkannten Sachverständigen eine Bearbeitung das medizinische Gebietberührender Wissenszweige erfolgt.
Bei der Auswahl und Einteilung des Stoffes hat mich Herr Dr. med. et phil.Paul Wolff in Berlin, zur Zeit Mitredakteur an der „Deutschen MedizinischenWochenschrift", auf da beste beraten und unterstützt und auch während meinermehrmonatigen Abwesenheit von Berlin die notwendige Korrespondenz mitmeinen Mitarbeitern mit Sachkenntnis geführt. Es ist mir eine angenehmePflicht, Herrn Dr. Wolff für seine wertvolle Beihilfe auch an dieser Stellemeinen herzlichen Dank auszusprechen.
Berlin, Januar 1926.
H. T h o m s.