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Anatomischer Atlas der Pharmakognosie und Nahrungsmittelkunde : mit 81 Taf.
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Stärkekörner hell ab von dem gebräunten Ölplasma. Be-handelt man den Schnitt mit Natriumphosphat, so bleibt dasÖl-Plasmanetz übrig und die Aleuronkörner werden gelöst(Fig. 16 b). Legt man in Wasser, so bedeckt sich der ganzeSchnitt mit vielen kleinen Öltröpfchen. Beobachtet man inAlkohol und läfst Jodlösung zuüiefsen, so werden die kleinenStärkekörnohen deutlich und es treten die Details an denAleuronkörnern hervor (Fig. 16 a, 17 und 18). Man siehtalsdann, dafs einige nur aus einer Grundmasse bestehen, indie ein zartes hellen Netzwerk eingebettet ist (Fig. 18), anderenoch aufserdem ein Kristalloid enthalten (Fig. 17). Läfst mandann vorsichtig erst Wasser und dann sehr verdünntes Kalizufliei'sen, so löst sich das Kristalloid und die Grundmasseund es bleibt das eben erwähnte Netz übrig (Fig. 19 und 20),\imgeben von der zarten Haut. Hieraus ergiebt sich, dafs bei denAleuronkörnern des Bockshornsamen Globoide in Körnerformfehlen, die Globoidmafse vielmehr in Form eines Balken-gerüstes vorhanden ist. Die Gröfse der Aleuronkörner schwankt.

Nur die grofsen, die 1015 mik messen, führen Kristalloide,die kleinen, 1,5 8 mik messenden sind kristalloidfrei.

Auch der Trigonellin hat seinen Sitz in den Cotyledonenund der Badicula, denn beide werden durch Eisenchlorid röt-lich und durch Kali gelb.

Das Pulver.

Betrachtet man das Pulver in Wasser, so treten namentlichdie hellen Schleimzellen des Endosperms hervor, betrachtet manin Alkohol, so lassen sich die Aleuronkörner und nach Zu-fliefsenlassen von Jodlösung auch die Stärkekörner wahrnehmenund messen. Besonders Form, Bau und Gröfse der Aleuron-körner bietet ein vorzügliches diagnostisches Hilfsmittel. BeiBetrachten des Pulvers in Chloral treten alsdann Fragmenteder Cotyledonen und der Badicula und namentlich solcheder Samenschale in Flächen- und Queransicht in allen Detailsdeutlich hervor. Sowohl die Palissadenschicht als auch dieSäulenzellen sind charakteristisch, besonders letztere.

Tafel 75.

Erklärung der Abbildungen.

(Trigonella Facnum Graectim L.)

Fig. 1. Frucht von aufsen. 2. Frucht längs durchschnitten. 3. Same von der Fläche betrachtet. 3a. Same von der Innenseite betrachtet. 4a. Same in der Mitte quer durchschnitten, trocken.

Same, in der Mitte quer durchschnitten, in Wasser.

Same, längs durchschnitten.

Same, längs durchschnitten, Keimling herausgelöst.

Querschnitt durch die Samenschale und den Band des

Endosperms.

Querschnitt durch die Samenschale an der Stelle, wo die

Raphe verläuft (etwa bei b, Fig. Sa).

Querschnitt durch die Stelle der Samenschale, wo die Traclieiden-

insel und die Nucellusspitze liegt (etwa bei a, Fig. 8 a).

Succedane Flächenschnitte durch die Schichten der Samen-schale. Die Zahlen 1 5 bezeichnen die correspondierenden

Schichten in Fig. 7 und 8.

Medianer Längsschnitt durch die Samenschale, dort wo das

Hilum und die Eaphe liegt.

4b.

5.

6.

7.

7a.

7b.8.

8a

Fig. 8b. Flächenansicht der Partie am Hilum, also Fig. 8 a von rechtsher betrachtet.

Querschnitt durch die Randpartie der Radicula.Querschnitt durch den centralen Bündelcylinder der Radicula.Querschnitt durch den Rand eines der Cotyledonen.-15. Entwickelungsgeschichte der Schleimzellen des Endo-sperms.

Zellen aus den Cotyledonen mit den Aleuron- und Stärke-Körnern (st) in Alkohol.

Eine Zelle der Cotyledonen in Natriumphosphat. Das Grund-plasmanetz deutlich.

Kristalloidführendes Aleuronkorn aus den Cotyledonen, mitAlkohol entfetteter Schnitt, in Jodlösung.Kristalloidfreies Aleuronkorn, ebenso behandelt.19 und 20. Die Aleuronkörner (Fig. 17 und 18) nach Behandeln

mit sehr verd. Kali.21. Zellen der sog.Kleber-bez. Aleuronschicht", der Randschiohtdes Endosperms, a. nach der Maceration mit Alkohol inNatriumphosphat, b. in "Wasser. In b. die Aleuronkörner.

9.10.11.12-

16 a.

16b.

17.

18.