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die ungewöhnlich grofsen Kristalldrusen, deren drei Typen inFig. 10, 11, 14 dargestellt sind. Die gröfsten, die ich fand,mafsen 100 —145 mik, sind also mit blofsem Auge zu er-kennen. Bastfasern und Sclereiden, sowie Tracheiden fehlengänzlich. Die Stärke ist weniger charakteristisch. Die Körnermessen meist 11 —17 mik, die kleinen 3—6 mik (s. oben).Oft sind noch Zellen, mit Stärke erfüllt, sichtbar (Fig. 14,rechts). Bemerkenswert sind die Beaktionen. So wird z. B.mit Kali das Pulver tieforangegelb und der Farbstoff geht inLösung. Die Oxylmethylanthrachinonreaction erhält man am
besten, wenn man etwas Pulver in Wasser verteilt, dann mitBenzol ausschüttelt und einige Tropfen des Benzols auf demausgehöhlten Objektträger verdunstet. Der Rückstand färbtsich mit Ammoniak tief kirschrot.
Die roten schollenartigen Farbstoffinhalte der Zellen siehtman am besten unter öl. Sie lösen sich in Wasser.
Verfälschungen mit Ourcuma, Stärkemehl (Weizen) oderanderen organischen Pulvern sind leicht durch das Mikroskopzu ermitteln. Man vergleiche die entsprechenden Tafeln.
Tafel 67.
Erklärung der Abbildungen.
Bheum palmatum und officinale.
Fig. 1. Ein otwa vierjähriges Rhizom von Rheum officinale Baillon(VonBaiilons Originalexemplar durch Prof. Blanchardin Paris erhalten). Länge 30 cm. Nach Photographie.
„ 2. Einjähriges Exemplar von Eheum palmatum ß. tanguticum.Durchmesser des Ehizoms: 3 cm. Nach Photographie.
„ 3. Altes Rhizomstück der Droge. Eadius: 5 cm. Querschnitt.Lupenhild. Nach Photographie.
„ 4. Innenseite eines alten Ehizomstückes der Droge. Eechts dieMitte. Lupenbild. Nach Photographie.
„ 5. Das gleiche Rhizomstück-wie Fig. 4 von Aufsen. Tangontial-sohnitt am Kambium. Lupenbild. Nach Photographie.
Fig. 5a. Einige Felder aus dem Lupenbild des tangentialen Längs-schnittes durch den Gefäfsteil der Normalbündel derDroge. Schematisiert.
„ C. Querschnitt durch ein etwas jüngeres Ehizomstück wie inFig. 3 dargestellt. Schematisiert (mit Benutzung einerBerg'sehen Abbildung).
„ 7. Querschnitt durch ein noch jüngeres, ungefähr zweijähriges.Rhizom.
„ 8. Längsschnitt durch das in Fig. 2 dargestellte einjährige Ehizomvon Eh. palmatum ß. tanguticum.
„ 9. Querschnitt durch eine Wurzel, ausgelesen aus europäischemEhabarber (Ehiz. rhei austriac). Lupenbild.
Tafel 68.
Fig. 10. Querschnitt durch ein Ehabarberrhizom am Kambium. Droge.
„ 11. Querschnitt durch das Centrum einer Maser. Droge.
„ 12. Lupenbild des Querschnittes durch ein zweijähriges Ehizom
(wie Fig. 7) mit erhaltener Binde, um die Schleimhöhlen
zu zeigen.
„ 13. Tangentialer Längsschnitt durch die sekundäre Binde der Droge.
Fig. 14. Eleme te des Rhabarberpulvers.„ 14 a. Braune Kristalle (Emodin? Chrysophan?) aus einem Gly-
cerinpräparat der Droge.,, 14 b. Siebröhron aus der Kambialpartie der Droge.„ 15. Lupenbild durch ein Ehizomstück des englischen Rhabarber
von 5,5 cm Durchmesser.